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Gadgets & Lifestyle

Surface 3: Neues Microsoft-Tablet kann im Test überzeugen

Das Microsoft Surface 3. (Foto: Johannes Schuba)

Anfang April hat Microsoft den kleinen Bruder des Surface Pro 3 vorgestellt – das Surface 3. Wir haben das Tablet für euch unter die Lupe genommen.

Mit dem Surface Pro 3 will Microsoft das Notebook vom Schreibtisch verdrängen – jetzt hat das 12-Zoll-Gerät auch einen kleinen Bruder: das Surface 3. Statt mit zwölf Zoll kommt das normale Surface 3 mit einer Bildschirm-Diagonale von zehn Zoll und einer etwas schwächeren Prozessorausstattung. Das Gadget hat uns im Alltag begleitet und wir haben getestet, ob es ein guter mobiler Gefährte ist.

Surface 3: Haptik und erster Eindruck

Mit dem Surface 3 hat Microsoft es geschafft, ein Gerät zu entwickeln, das gut in der Hand liegt und dem Käufer ein wertiges Gefühl vermittelt. Das Gehäuse aus einer Magnesium-Legierung sieht schick aus und mit einem Gewicht von 633 Gramm und der Dicke von 8,77 Millimetern ist das Tablet angenehm in der Hand zu halten. Die verschiedenen Standpositionen mit dem integrierten Ständer ermöglichen ein angenehmes Arbeiten in jeder Position. Die einzige Enttäuschung bei der Winkelverstellung ergibt sich aus der Tatsache, dass die Gelenke komplett aus Plastik sind. Das schafft nicht gerade Vertrauen in die Stabilität und Haltbarkeit. Im Testzeitraum stand das Gerät aber immer stabil.

Das Surface 3 von Microsoft hat ein schickes Äußeres und eine gute Haptik. (Foto: Johannes Schuba)
Das Surface 3 von Microsoft hat ein schickes Äußeres und eine gute Haptik. (Foto: Johannes Schuba)

Positiv bemerkbar macht sich, dass das Surface 3 für viele unterschiedliche Nutzungsszenarien gut geeignet ist. Bei kürzeren Texten reicht die Touch-Tastatur aus. Bei längeren Texten kann man gut zum Type-Cover greifen, das separat erhältlich ist. Erstaunlich schnell gewöhnt man sich auch an den Stift, der ebenfalls separat erhältlich ist.

Das Display: Ein Sahnestück

Überzeugen kann auch das Display des Surface 3. Die Blickwinkel sind sehr gut und die Helligkeit ist auch im Außenbereich angemessen – bseonders an Sommertagen ein nicht ganz unwichtiges Kriterium für das Schauen von Filmen oder Serien im Freien. Mit der Auflösung von 1920 mal 1280 Pixeln lässt sich auch ohne externes Display gut mit dem Surface arbeiten.

Das Microsoft Surface 3
Das Surface 3 von Microsoft hat ein schickes Äußeres und eine gute Haptik. (Foto: Johannes Schuba)

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Durch den Formfaktor von 3:2 ist das Surface 3 ein angenehmes Gerät für Office-Arbeiten und das Surfen im Web. Bei 16:9-Inhalten gibt es natürlich am oberen und unteren Rand einen schwarzen Rand, der aber nicht besonders auffällt.

Surface 3: Die Power unter der Haube

Unter der Haube arbeitet beim kleineren Surface 3 im Gegensatz zum Pro kein i3-, i5- oder i7-Prozessor von Intel, sondern ein Intel Atom X7 mit einer Taktung von 1,6 Gigahertz. Unterstützt wird er von zwei Gigabyte Arbeitsspeicher in der 64-Gigabyte-Speicherversion und vier Gigabyte bei der 128-Gigabyte-Version, die wir zum Test zur Verfügung hatten.

Beim einfachen Surfen und dem erledigen von klassischer Büroarbeit machte das Surface 3 eine gute Figur. Nach einigen Minuten der Videowiedergabe wurde das Tablet hinten spürbar warm, Performance-Einbußen gab es aber nicht. Bei anspruchsvollen Aufgaben kommt der Atom-Prozessor dann aber an seine Grenzen. Wer solche Tätigkeiten mit dem Surface erledigen will, sollte zur Pro-Variante greifen. Bei der durchschnittlichen Redakteursarbeit machte der kleine Begleiter also eine gute Figur und war immer zur Stelle.

Die Anschlüsse des Surface 3 und die Geschichte vom Micro-USB-Port

Einer der großen Vorteile des Surface 3 ist, dass es mit einem USB-3-Anschluss in normaler Größe kommt.. Daneben befindet sich noch ein Mini-DisplayPort für den Anschluss eines externen Displays und ein Kopfhörer-Anschluss ist natürlich auch noch an Bord.

Das Surface 3 kommt mit einigen Anschlüssen. (Foto: Johannes Schuba)
Das Surface 3 kommt mit einigen Anschlüssen. (Foto: Johannes Schuba)

Neben den Konnektoren für ein Type-Cover auf der Unterseite findet sich auf der rechten Seite auch noch ein Micro-USB-Anschluss. Mit dem mitgelieferten Ladegerät lässt sich damit der 28,4 Wattstunden-Akku laden. Bei einem Output des mitgelieferten Ladegeräts von 13 Watt erkennt man beim gleichzeitigen Laden und Arbeiten mit dem Surface 3 nur sehr langsam einen Ladefortschritt. Wer das Gerät also beim Arbeiten laden möchte, sollte einiges an Zeit mitbringen – während eines normalen Acht-Stunden-Arbeitstags schafft es das Gerät bei Nutzung keine volle Ladung. Auch bei Nicht-Nutzung ist der Ladevorgang nicht der schnellste.

Kommt man mit dem leeren Surface 3 morgens ins Büro und möchte sich schnell vom Stromnetz trennen, um den Arbeitsplatz in die Vormittagssonne auf die Terrasse zu verlegen, kann sich der Traum vom Akkubetrieb schneller erledigen, als man denkt.

Der mitgelieferte Micro-USB-Stecker liegt nicht komplett am Gehäuse an. (Foto: Johannes Schuba)
Der mitgelieferte Micro-USB-Stecker liegt nicht komplett am Gehäuse an. (Foto: Johannes Schuba)

Ein kleines Detail, das von vorn auch sofort auffällt: Der mitgelieferte Micro-USB-Stecker sitzt leider nicht ganz am Gehäuse und so befindet sich eine kleine Lücke zwischen Anschluss und Gerät – schade. Da die Seiten des Surface 3 nach hinten zulaufen, ist ein Abstand von hinten klar, schade, dass es auch vorn einen gibt.

Surface 3: Die Akkulaufzeit

Ist der Akku des Surface 3 mit viel Geduld endlich voll geladen, kann man sich aber auf eine ausreichende Laufzeit freuen: gute sechs Stunden dauert es, bevor Windows nach einem Ladegerät verlangt.

Natürlich ist die Akkulaufzeit eine der Kategorien, bei der es enorm auf die Nutzung ankommt. Bei intensiver Nutzung gab es auch Tage, an denen der Akku schneller zum Ende kam, bei Nicht-Nutzung im Standby verbraucht das Surface 3 aber wenig bis gar keinen Strom. Nur beim Schreiben von Texten ohne das Surfen mit vielen Tabs kommt man auch schon mal über die sechs Stunden.

Die Lautsprecher und die Kamera im Surface 3

Die rechts und links neben dem Display nach vorne ausgerichteten Lautsprecher machen, was den Klang angeht, eine recht gute Figur. Der differenzierte Klang weiß zu überzeugen, allerdings befindet man sich oft im oberen Bereich der Lautstärkeeinstellung, um einen normalen Hörgenuss zu haben. Bei etwas lauteren Umgebungsgeräuschen würde man sich etwas mehr Power wünschen.

Außerdem kommt das Surface 3 mit zwei Kameras. Die rückseitige Kamera ist mit ihren acht Megapixeln durchaus für einen Schnappschuss zu gebrauchen, und kann es auch mit dem ein oder anderen Smartphone aufnehmen.

Software: Vollwertiges Windows 8.1

Der beste Schritt, den Microsoft im Gegensatz zu älteren Serien machen konnte, war der, die RT-Serie wegzulassen und auf ein vollständiges Windows 8.1 zu setzen. Damit kann das Surface 3 auch alle Programme ausführen, die man vom Desktop her gewohnt ist. Das installierte Windows 8.1 macht eine gute Figur auf dem Tablet, nur muss man sich nach langer Windows-Nicht-Nutzung schon enorm daran gewöhnen, was in der Modern-UI erledigt wird oder werden kann und wann ein klassisches Desktop-Programm startet. Allerdings weiß die Gestensteuerung per Touch zu gefallen.

Das Surface 3 kommt mit einem vollwertigen Windows 8.1. (Foto: Johannes Schuba)
Das Surface 3 kommt mit einem vollwertigen Windows 8.1. (Foto: Johannes Schuba)

Da das Surface also mit einem vollwertigen Windows 8.1 kommt, muss man keine Kompromisse eingehen und kann das Gerät auch unterwegs wie den normalen Desktop-Rechner nutzen.

Das Zubehör: Type-Cover und Stift

Wie bei den bisherigen Surface-Reihen auch, gibt es für das Surface 3 die Type-Cover. Über die Kontakte am unteren Rand hält das Cover mit den Magneten sehr fest und durch die Aufstellmöglichkeit des Tablets lässt sich das Surface 3 mit dem Type-Cover fast so gut wie ein normales Notebook nutzen. Der Sitz der Magnete ist fest, sodass sich beide Komponenten nicht so leicht aus Versehen trennen. Im zugeklappten Zustand sieht das Type-Cover aus wie ein Smart-Cover wie man es beispielsweise vom iPad kennt.

Hat man die Wahl zwischen dem integrierten Trackpad und der Touch-Nutzung, bevorzugt man auf jeden Fall zweiteres. Das Trackpad ist etwas klein, für den gelegentlichen Gebrauch aber nutzbar. Schade ist, dass die Tastatur einen nicht gerade hochwertigen Eindruck macht. Sie fühlt sich sehr nach einfachem Plastik an und das Tippgeräusch hört sich auch nicht allzu angenehm an. Sehr praktisch ist aber, dass das Type-Cover eine Tastatur-Beleuchtung mitbringt und so auch im Dunkeln fleißig getippt werden kann.

Das Type-Cover, das separat erhältlich ist, ist praktisch, hat aber auch zwei kleine Mankos. (Foto: Johannes Schuba)
Das Type-Cover, das separat erhältlich ist, ist praktisch, hat aber auch zwei kleine Mankos. (Foto: Johannes Schuba)

Seltsam mutet an, dass trotz angeschlossener Tastatur beim Klick in ein Textfeld die Software-Tastatur kurz aufpoppt – dann jedoch sofort wieder verschwindet. Andererseits erscheint bei nicht angeschlossenem Type-Cover die Software-Tastatur beim Klick in ein Textfeld gar nicht,  sodass sie erst durch einen Tipp auf das Tastatur-Symbol in der Symbolleiste hervorgeholt werden muss.

Man gewöhnt sich schnell an die Bedienung mit dem Stift. (Foto: Johannes Schuba)
Man gewöhnt sich schnell an die Bedienung mit dem Stift. (Foto: Johannes Schuba)

Besser ist da schon der Stift, der zusätzlich erhältlich ist. Durch die hochwertige Verarbeitung liegt er angenehm in der Hand und das Zeichnen oder Notieren auf dem Surface funktioniert gut. Neben der Taste auf der Oberseite, die den Microsoft-eigenen Notizdienst OneNote öffnet, gibt es eine Taste, die den Stift zum Radiergummi macht. Eine zweite Taste ermöglicht das Markieren von Text. Schade ist auf jeden Fall, dass man nicht die Möglichkeit hat, die Tastenbelegung zu ändern. Nutzt man nicht OneNote für Notizen, ist der Knopf auf der Oberseite unnütz. Schon nach wenig Nutzung des Tablets gewöhnt man sich unglaublich schnell an die Bedienung mit dem Stift und seine Vorteile und möchte ihn am liebsten auch beim normalen Notebook einsetzen.

Fazit: Ein gelungenes Gesamtpaket

Insgesamt ist das Surface 3 von Microsoft ein gutes Stück Hardware für alle, die Standard-Büroarbeit damit erledigen wollen. Ein bisschen browsen hier und ein paar Notizen dort, auf dem Sofa abends noch ein paar Videos im Netz schauen. Bei rechenintensiveren Anwendungen sollte man dann aber doch über eine Alternative wie das Surface 3 Pro nachdenken. Die Problematik des langsamen Aufladen ist nervig, die Akkulaufzeit bügelt das jedoch wieder aus.

Die Haptik ist gut und das Display überzeugt bei Farbtreue und Blickwinkel. Dazu kommen viele Anschlüsse am Tablet selbst, sowie das vollwertige Windows 8.1 an Bord. Das runde Paket kann dann auch noch durch das Type-Cover oder den Stift erweitert werden. Insgesamt also ein klasse Gadget für den Büroarbeiter.

Das Microsoft Surface 3 wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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Eine Reaktion
Gut verdienen

Es ist leider wohl recht hochpreisig. Wegen der Abschreibungsfristen kann es sein das hunderttausende Firmen-PCs demnächst zu ersetzen sind und M$ wieder gut verdienen kann.

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