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Microsoft übernimmt jClarity zur Optimierung von Java-Workloads in Azure

Java dominiert nicht nur die Mobil-Anwendungsentwicklung. (Grafik: Fatmawati Achmad Zaenuri / Shutterstock)

Microsoft hat die Experten von jClarity übernommen, um damit vor allem die Java-Performance der Cloud-Plattform Azure zu optimieren.

In einem Blog-Post teilt Microsoft mit, die Java-Performance- und Tooling-Experten von jClarity übernommen zu haben. Über die Höhe des Kaufpreises liegen keine Informationen vor.

jClarity beschäftigt Experten für Java-Performance

jClarity betätigt sich seit 2012 im Bereich Java allgemein und den Java Virtual Machines und gilt mit dem maßgeblich von jClarity geführten AdoptOpenJDK-Projekt als wichtigster Wettbewerber zu Oracles Java/JDK. jClarity ist in der Java-Community tief verwoben und genießt einen ausgezeichneten Ruf.

Microsoft wiederum stellt fest, dass sich die Lasten auf seiner Plattform Azure immer weiter in Richtung Linux und Java verschieben. Nach eigenen Angaben wird die Hälfte der Rechenkapazitäten bereits jetzt von Linux-Lösungen beansprucht. In der Regel handelt es sich hier zugleich um Java-Nutzer. Das Unternehmen aus Redmond musste sich also um den Ausbau seiner Java-Expertise kümmern.

Microsoft und jClarity kooperieren im AdoptOpenJDK

Dabei war die Wahl von jClarity naheliegend. Immerhin unterstützt Microsoft seit einem Jahr das AdoptOpenJDK-Projekt personell und finanziell und konnte in dieser Zeit Erfahrungen mit dem Team hinter jClarity sammeln. So bezeichnen die Redmonder die Akquisition als „Perfect Match“. Diese Einschätzung wird von jClarity geteilt.

Große Java-Projekte in Azure erfordern mehr Expertise

Microsoft betreibt inzwischen mit Azure HDInsights und Minecraft selbst große Java-Installationen. Zudem verlagerten Schlüsselkunden wie Adobe, Daimler und die Finanzdienstleister der Société Générale ihre Java-Projekte in die Azure-Cloud.

Auch unter Microsofts Flagge segelnd versprechen die Experten von jClarity, sich weiterhin in der Community zu engagieren. Durch die potente Unterstützung aus Redmond könne dies sogar in einem größeren Ausmaß als bisher erfolgen.

t3n meint:

Microsoft hat zur Kenntnis nehmen müssen, dass Linux das maßgebliche OS der Azure-Plattform ist, nicht etwa der hauseigene Windows-Server. Das mag weh getan haben. Anders als in früheren Jahren zogen die Redmonder nun aber nicht etwa die Notbremse und versuchten, die Nutzer mit mehr oder weniger Druck umzustimmen. Vielmehr passte sich Microsoft an den veränderten Markt an und arbeitet seither unter umgekehrten Vorzeichen mit. Diese Flexibilität hätte es unter Steve Ballmer niemals gegeben. Gut für die Redmonder, dass er sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Dieter Petereit

Zum Weiterlesen: Linux erobert die Microsoft-Cloud: 40 Prozent der Azure-VMs nutzen das freie OS

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