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Microsofts Kollaborationssoftware Teams gewinnt deutlichen Vorsprung vor Slack

Kollaborationssoftware für Teams ist weiter stark im Kommen. (Foto: Shutterstock)

Microsoft hat mitgeteilt, dass seine Kollaborationssoftware Teams inzwischen über 20 Millionen täglich aktive Nutzer verfügt. Slack hatte zuletzt zehn Millionen Nutzer seiner Software gezählt.

Noch im Juli, zu der Zeit, in der Slack zehn Millionen Nutzer kommuniziert hatte, lag die Zahl der Teams-Nutzer bei 13 Millionen. Microsoft konnte also innerhalb von etwas mehr als drei Monaten die Zahl der Teams-Verwender um mehr als 50 Prozent, mithin um sieben Millionen, erhöhen. Unbestätigten Schätzungen zufolge soll sich die Zahl der Slack-Nutzer aktuell um 12 Millionen bewegen.

Wie Reuters berichtet, schickte Microsofts Meldung die Slack-Aktie weiter auf Talfahrt. 8,4 Prozent verlor das Papier nach Bekanntwerden der Nutzerzahlen. Damit weist die Aktie seit Handelsbeginn im Juni bereits einen Wertverlust von kumuliert 45 Prozent auf.

Der Markt für Kollaborationssoftware hat Platz für mehrere Anbieter

Im Ergebnis wachsen dennoch beide Anbieter. Microsoft legt dabei jedoch ein deutlich höheres Tempo vor, zumal zu berücksichtigen ist, dass Teams mehr als zwei Jahre nach Slack gestartet ist. Das schnelle Wachstum der letzten Monate ist laut Microsoft dem Umstand geschuldet, dass mit General Electric und Telefonica jüngst weitere Großkunden mit vielen Anwendern gewonnen werden konnten. Auch die deutsche SAP nutzt Teams.

Slack kann mit Electronic Arts und Nordstrom Inc. ebenfalls Schwergewichte als Kunden vorweisen. Microsoft hat jedoch im Unternehmensmarkt mehr als nur einen Fuß in der Tür. Teams ist ein Teil einiger Unternehmensversionen von Office 365 und von daher einfach dabei. Alles, was Admins noch tun müssen, ist, Teams auf die Rechner der entsprechenden Mitarbeiter zu bringen. Zusätzliche Kosten fallen dabei nicht an. Zudem ist Teams bestens in das Office-Produkt integriert. Daher ist Teams die natürliche, im Grunde einzig sinnvolle Lösung für Anwender, die die Entscheidung für Office 365 bereits getroffen haben.

Slack hingegen kann keine derartigen Synergien nutzen und muss sich als eigenständiges Produkt mit eigener Kosten-Nutzen-Argumentation durchsetzen. Offenbar geht die Börse von einer Art Endkampf zwischen Microsoft und Slack aus. Anders ist die Talfahrt der Slack-Aktie bei steigendem Wachstum kaum zu erklären.

t3n meint:

Neben Slack und Teams gibt es auch noch Googles Hangouts Chat, Facebooks Workplace und Ciscos Webex-Teams. Die Hysterie der Börse, die offenbar einen Kampf der Giganten sieht, den letztlich nur einer überleben kann, ist nicht nachvollziehbar.

Allein für Deutschland diagnostiziert Analyst Maximilian Hille ein Marktpotenzial von 80 Prozent aller Unternehmen, erst ein Viertel davon soll schon versorgt sein. Da sollte genug Platz für eine Handvoll Anbieter sein. Ebenso wie es Cloud-Lösungen von Google, Amazon, Microsoft und ein paar kleineren Großen gibt, können Kollaborationslösungen nebeneinander existieren. Zumal ohnehin nicht jedes Unternehmen Microsofts Office verwendet. Also, Slack-Aktien halten und Geduld haben…

Dieter Petereit

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