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E-Commerce

Mieten statt kaufen: Dieses Startup verleiht Notebooks, Smartphones und Gadgets

Gadgets mieten statt kaufen. (Foto: Shutterstock)

Mieten statt kaufen, denn Besitzen ist out. So lässt sich das Konzept von ByeBuy zusammenfassen – dem Berliner Netflix für Gadgets und Hardware. Preise, Angebot und Geschäftsmodell im Überblick.

Das Startup ByeBuy klingt wie ein Schlaraffenland für Geeks: Statt Technik für mehrere Hundert Euro kaufen zu müssen, könnt ihr das begehrte High-End-Spielzeug für eine monatliche Gebühr ausleihen. Ganz ohne Vertragsbindung können Nutzer von ByeBuy jederzeit auf neue Gadgets zurückgreifen. Im Angebot sind unter anderem Macbooks, Smartphones und Gadgets wie Smartwatches und andere Wearables. Wir haben das Startup für euch unter die Lupe genommen.

(Screenshot: ByeBuy)
Statt kaufen einfach mieten, das ist in kurzen Worten, das Konzept des Berliner Startups ByeBuy. (Screenshot: ByeBuy)

ByeBuy: High-End-Elektronik mieten statt kaufen

Eigentlich nutzen wir ganz oft High-Tech-Elektronik nur einen begrenzten Zeitraum: Schon ist das neue iPhone, das neue Samsung Galaxy oder eine neue Smartwatch verfügbar. Die „alte“ Hardware wird uninteressanter und etwas Neues muss her. Abgesehen davon, dass man seinen Konsum auch schlicht mäßigen könnte, bietet das Berliner Startup ByeBuy jetzt noch eine Alternative für dieses „Problem“.

„On-Demand Zugang zu allen Produkten zu ermöglichen.

Wir kaufen's für dich, damit du es nicht kaufen musst. Diese eher lästige und aufwändige Transaktion kannst du ab jetzt an uns auslagern.

Wir zweifeln an der Annahme, dass man jedes Produkt kaufen, besitzen oder sonst wie über 48 Monate finanzieren muss, um doch nur vorübergehenden Nutzen und Spaß damit zu haben.“ So beschreibt ByeBuy sein Konzept | saybyebuy.com, 1. September 2015

(Screenshot: ByeBuy)
Das Angebot von ByeBuy ist ohne Vertragsbindung erhältlich. (Screenshot: ByeBuy)

Für einen monatliche Gebühr können ByeBuy-Nutzer sich Wearables, Spielekonsolen, Kameras oder Smartphones bestellen, ausleihen und solange nutzen wie sie wollen. Das Startup hat nahezu alles, was das Herz des Technikfans begehrt im Angebot. Fehlt dein Lieblingsgadget, bietet ByeBuy an, das begehrte Teil zu bestellen und für dich zu kaufen. Die monatliche Mietgebühr wird vorher vereinbart.

Die angebotene Hardware ist aktuell generell neu, kann jedoch später auch in unterschiedlichen Nutzungszuständen auf Lager sein, da das Startup die zurückgegeben Geräte erneut verleiht.

Gezahlt wird immer einen Monat im voraus per Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal – nach fünf bis 15 Werktagen soll die Bestellung bei dir sein. Die Lieferzeit ist davon abhängig, ob ByeBuy dein Produkt auf Lager hat. Ist das Produkt auf Lager, verspricht das Startup einen Versand innerhalb von drei bis vier Tagen.

Sobald Nutzer keine Lust mehr auf ihr Produkt haben, bekommen sie ein Retourenlabel zur Verfügung gestellt und können ihr Gadget kostenfrei zurückschicken.

Das kostet das Ausleihen der Gadgets

Auf den ersten Blick sind die Mietgebühren recht hoch und betragen grob zwischen zehn und 20 Prozent der Kaufsumme. Einige Beispiele, um das Preisgefüge zu verdeutlichen:

  • Apple iPhone 5 16GB: 14,90 im Monat
  • Apple iPhone 6 64GB: 39,90 im Monat
  • Apple Watch Sport 42mm: 39,90 im Monat

Dann wird es ein klein wenig kompliziert: 30 Prozent der monatlichen Beträge gehen als „Credits“ auf das Kundenkonto des Nutzers. Diese Credits können dann innerhalb eines Kalenderjahres zum Kauf eines Produkts genutzt werden. Theoretisch ist der Mietpreis also rechnerisch geringer, als er berechnet wird – beispielsweise 26,60 Euro für das iPhone 6 64GB, wird die Gutschrift berücksichtigt.

Sollte ein ausgeliehenes Gadget verloren gehen, beschädigt oder geklaut werden sind die Produkte zu 50 Prozent versichert, 50 Prozent des Schadens muss der Nutzer tragen.

Lohnt sich ByeBuy?

Das Startup ByeBuy aus Berlin ist mit großen philosophischen Gedanken angetreten: Die Gründer, ehemalige Mitarbeiter der Bank Goldman-Sachs und der deutschen Startup-Schmiede Rocket Internet, haben gleich das Konzept des Besitzes für überholt erklärt und in Frage gestellt. Zeitgemäß seien eher Nutzungsgebühren, wie sie beispielsweise Netflix für eine Film-Flatrate berechnet. ByeBuy finanziert sich per Seedfunding und soll im Juli eine erste Finanzierungsrunde über 1,1 Millionen Euro eingefahren haben.

(Screenshot: ByeBuy)
(Screenshot: ByeBuy)

Im Zeitalter der Flatrate klingt ein entsprechendes Geschäftsmodell für Hardware vielversprechend: Tatsächlich wandeln sich Denken und Konsumverhalten der Menschen immer mehr, weg vom Besitzen hin zum Nutzen. Mp3s und Filme sind nicht direkt vergleichbar mit Elektronik, das Grundprinzip des Konsums hingegen schon.

Lohnenswert ist die Flatrate im Endeffekt zum einen für Nutzer, die Gadgets nur einen begrenzten Zeitraum nutzen und immer auf die neuesten Modelle zurückgreifen wollen. Alternativ profitieren zum anderen aber auch Nutzer, die nicht immer die neueste Version eines Gadgets brauchen: Bei diesen Modellen sind die monatlichen Gebühren erschwinglicher.

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3 Reaktionen
NotebookFinder

Ein gelungener Name für eine interessante Idee!

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Malte

Das habe ich mir auch gedacht. Hat mir leider direkt das eigentliche Interesse an dem Artikel vermiest, weil ich nicht mehr viel erwarten konnte. Also überflogen und selber recherchiert.

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Bernd

Der Autor sollte sich mal den Unterschied zwischen Besitz und Eigentum durchlesen....

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