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Millennials haben wenig Vertrauen in die IT-Ausstattung ihres Arbeitgebers

Vor allem jüngere Mitarbeiter haben tendenziell kein gutes Bild von ihrer IT-Ausstattung im Unternehmen, weiß eine Gartner-Studie.  (Bild: John Arehart / Shutterstock)

Wenig Vertrauen in die IT der eigenen Firma: Eine aktuelle Gartner-Umfrage hat gezeigt, dass viele Digitalarbeiter eine schlechte Meinung von ihrer IT-Führung haben. Besonders kritisch sind hier Millennials.

Während sich viele IT-Mitarbeiter selbst technologische Fähigkeiten im Interesse der eigenen Karriere aneignen, glauben vor allem viele digitalaffine Mitarbeiter in den anderen Abteilungen, dass ihr CIO nicht wirklich mit ihren Technologieanforderungen vertraut ist. Eine Umfrage der Unternehmensberater von Gartner ergab, dass weniger als 50 Prozent der Mitarbeiter (sowohl IT- als auch Nicht-IT-Mitarbeiter) glauben, dass ihre IT-Führungskräfte sich der Probleme mit der digitalen Technologie bewusst sind, die sie im Arbeitsalltag vorfinden.

Die Umfrage, auf die 3.120 Befragte aus Europa, Asien und dem Pazifikraum geantwortet haben, ergab ferner, dass die europäischen Arbeitnehmer mehr Zutrauen in ihre IT-Chefs haben. Während in den USA nur 41 Prozent glauben, dass ihr CIO sich der technischen Herausforderungen stärker bewusst ist, sind es in Europa immerhin 58 Prozent. „Nicht-IT-Mitarbeiter werden wahrscheinlich nicht den IT-Helpdesk als erste Anlaufstelle nutzen und glauben weniger an den Wert ihrer IT-Abteilung “, sagt Whit Andrews, Vice President und Analyst bei Gartner.

Millennials: Wenig Vertrauen in die IT-Abteilung

Die Umfrage ergab auch, dass Millennials seltener mit herkömmlichen Problemen an IT-Support-Teams herantreten. Etwa 53 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe gaben an, dass einer der ersten drei Wege wäre, selbst zu googeln oder sich anderweitig im Netz zu informieren. Erst dann würde man die IT anrufen (ein Ergebnis, das hoffnungsfroh macht). Dabei sind IT-Mitarbeiter mit ihren Arbeitsgeräten generell zufriedener als Mitarbeiter außerhalb der IT-Abteilung. Nur 41 Prozent der Nicht-IT-Mitarbeiter waren mit ihren Arbeitsgeräten sehr oder vollständig zufrieden, verglichen mit 59 Prozent der befragten IT-Mitarbeiter.

Entspannter als ältere Mitarbeiter sind die Millennials allerdings, wenn es darum geht, Software und Geräte zu verwenden, die nicht vom Unternehmen bereitgestellt werden – unabhängig davon, ob sie erlaubt sind oder nicht. „Die haben auch eine stärkere Meinung über die Collaboration-Tools, die sie für sich selbst auswählen. Sie geben eher an, dass sie die Möglichkeit haben sollten, die von ihnen bevorzugten sozialen Medien für ihre Arbeit zu nutzen“, weiß Andrews zu berichten. Darüber hinaus hält ein größerer Anteil von Millennials die Anwendungen, die sie außerhalb der Firma verwenden, für nützlicher als die, die sie am Arbeitsplatz vorfinden. „Unsere Umfrage ergab, dass 26 Prozent der Arbeitnehmer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren nicht genehmigte Anwendungen für die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitnehmern verwenden, verglichen mit nur 10 Prozent derjenigen zwischen 55 und 74 Jahren“, sagte Andrews. Immerhin: Das ist ein Ergebnis, das die Compliance-Abteilung ins Grübeln bringen müsste. Es zeigt aber auch,  dass es besser ist, Cloud-Lösungen zur Verfügung zu stellen, mit denen die Mitarbeiter gern arbeiten.

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Eine Reaktion
Markus

Ein informativer Artikel .. aber zwei Anmerkungen:
1) "Es zeigt aber auch, dass es besser ist, Cloud-Lösungen zur Verfügung zu stellen, mit denen die Mitarbeiter gern arbeiten." Dieser Rückschluss ist inhaltlich falsch, denn Cloud-Lösungen sind in erster Linie auch nur Lösungen. Im Extremfall ist es sogar die gleich Lösung nur anders technisch abgebildet. Zudem bringen Cloud-Lösung ganz eigene neue Probleme mit sich .. ganz besonders für Unternehmen.

2) Als Mitarbeiter der IT-Abteilung (33) sehe ich bei meinen Praktikanten (Millenials und jünger), dass sie nicht zwingend besser "fahren" (mal abgesehen davon, dass sie juristisch die Grauzone Richtung schwarz verlassen). Es fehlt oft an guter Kommunikation, um nicht nur Vertrauen aufzubauen, sondern um die Qualität der geschaffenen Möglichkeiten zu transportieren. Unser Leiter des gesamten Servicebereichs hat aber gar nicht die Möglichkeit hier etwas zu bewirken, weil die Geschäftsführung dafür keine Notwendigkeit sieht und entsprechend kein Geld ausgibt, ja sogar gegen jede Initiative vorgeht.

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