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Milliardär Mark Cuban äußert sich über den verpatzten Uber-IPO: „Sie haben zu lange gewartet“

Uber und Lyft: Zu lange bis zum Börsengang gewartet? (Foto: Jonathan Weiss / Shutterstock.com)

Für den milliardenschweren US-Investor Mark Cuban ist der verpatzte Uber-IPO keine Überraschung, Uber habe zu lange gewartet. Den Sinkflug der Uber-Aktie sieht Cuban als Weckruf ans Silicon Valley.

Die Uber-Aktie kennt nach dem enttäuschenden Börsendebüt am Freitag auch zu Beginn dieser Woche nur eine Richtung: abwärts. Statt vor einigen Monaten kolportierter 75 US-Dollar und später noch erhoffter 60 Dollar lag der Ausgabepreis beim Uber-IPO bei nur 45 Dollar. Seit dem Start an der New Yorker Börse ist der Aktienkurs auf bis zu rund 36 Dollar gefallen – ein Minus von 20 Prozent.

Kritik an Uber-Investoren

Für den milliardenschweren Investor und Besitzer des NBA-Teams Dallas Mavericks, Mark Cuban, ist der schwache Börsengang von Uber keine Überraschung. Der Taxidienst habe zu lange damit gewartet, wie Cuban gegenüber CNBC erklärte. Damit habe Uber es verpasst, den Schwung mitzunehmen, den ein solcher Börsengang jungen Firmen normalerweise verleihe. Ähnliches sagte Cuban auch über den nach furiosem Start ebenfalls enttäuschenden IPO des Uber-Rivalen Lyft, in den der Milliardär vor vier Jahren eine Million Dollar investiert habe.

Cuban sieht den verpatzten IPO der beiden Fahrdienstleister auch als Weckruf ans Silicon Valley. Harsche Kritik übte der Investor an den kalifornischen Kollegen. Es deute alles daraufhin, dass die Venture-Capital-Investoren Unternehmen nicht sehr gut bewerten könnten. Wenn es um Spätphasen-Startups und die Bewertung von Börsengängen gehe, sei der Markt nicht sehr effizient, so Cuban. Künftig werde bei CEOs und Mitarbeitern von Startups ein Umdenken einsetzen, was die Wahl der Investoren betreffe.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi sah sich ob des schwachen Börsenstarts und des folgenden Absturzes der Aktie offenbar bemüßigt, seine Mitarbeiter zu beruhigen. In einer E-Mail an die Uber-Mitarbeiter, die der New York Times vorliegt, schrieb Khosrowshahi unter anderem, dass bei einer negativen Stimmung auf dem Aktienmarkt die pessimistischen Stimmen stets lauter seien. Die Mitarbeiter sollten sich Facebook und Amazon anschauen, die sich bei ihren Börsengängen ebenfalls schwer getan hätten, jetzt aber sehr gut daständen.

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