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Microsoft droht Millionenklage – wegen eines misslungenen Windows-Updates

(Foto: Volodymyr Kyrylyuk / Shutterstock.com)

Ein US-Kunde ist sauer über Zwangs-Updates bei Windows und verklagt Microsoft auf 600 Millionen US-Dollar – oder ein funktionierendes Windows 7. Doch der bizarre Fall wirft einige Fragen auf.

Ein Kunde aus Albuquerque, New Mexico, hat Microsoft und deren CEO Satya Nadella verklagt, weil diese zwangsweise sein Windows 7 aktualisiert und den Computer dadurch unbrauchbar gemacht hätten. Wahlweise solle ihm das Unternehmen 600 Millionen US-Dollar zahlen oder eine funktionierende Kopie oder Lizenz von Windows 7 zur Verfügung stellen, führt Frank K. Dickman Jr. aus. Er erwarte binnen 30 Tagen einen Download der zu seiner Seriennummer auf dem Lizenzaufkleber passenden Version.

Microsofts Update-Politik wurde häufiger kritisiert

Nun mag der eine oder andere Windows 10 tatsächlich für unbrauchbar halten, aber der Fall wirft einige Fragen auf: Denn zum einen handelt es sich bei dem beschriebenen Rechner um ein Notebook und eine OEM-Version von Windows. Für die wäre dann der Hersteller Asus zuständig, nicht Microsoft selbst. Zum anderen argumentiert der Kunde, dass das „cached or backup version of Windows 7“ (gemeint ist wohl die Recovery-Partition) gelöscht worden sei und somit der Gerätehersteller nicht mehr vertrauenswürdig sei.

In der Tat war die Update-Politik von Microsoft im Rahmen des kostenlosen Update-Zeitraums via Microsofts GWX-Tool, in dem Microsoft die Zahl der Windows-10-Installationen mit vielen Maßnahmen zu erhöhen versuchte, etwas lästig. Microsoft hat beispielsweise 2017 in Deutschland diesbezüglich eine strafbewährte Unterlassungserklärung für Zwangs-Downloads abgegeben, nachdem man sich lange mit dem Verbraucherschutz Baden-Württemberg gestritten hatte.

Kunde verklagt Microsoft ohne Hinzuziehung eines Anwalts

Allerdings stellt sich neben der oben genannten Frage, wer hier eigentlich zuständig ist, auch die Frage, warum das Geräte nach dem Upgrade nicht mehr zu nutzen war – und ob dafür wirklich das Betriebssystem verantwortlich war. Der Kunde hat die Klage laut US-Medienberichten ohne Mitwirkung eines Anwaltes eingereicht und will offenbar auch ohne anwaltlichen Beistand ein mögliches Verfahren durchziehen. Bizarrerweise ist an einer Stelle von 6 Milliarden US-Dollar die Rede, an den anderen Stellen von 600 Millionen. Microsoft hat ihn offenbar (korrekterweise bei einer OEM-Version) an Asus verwiesen, diese seien für die Funktionstüchtigkeit zuständig.

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