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Millionenstrafen für Samsung und Apple – Grund: geplanter Smartphone-Verschleiß

iPhone SE: Performance-Bremse kommt Apple teuer zu stehen. (Bild: Apple)

Apple und Samsung müssen in Italien Strafen in Millionenhöhe zahlen. Die Kartellbehörde in Rom wirft den Smartphone-Herstellern „unlautere Geschäftspraktiken“ und geplanten Verschleiß vor.

Im Dezember hatte Apple eingestanden, dass es die Leistung bei älteren Smartphones absichtlich bremse. Mit einem 2016 eingeführten entsprechenden Feature, so der iPhone-Konzern, werde ein plötzliches Ausschalten der Geräte verhindert. Schwache oder ältere Lithium-Ionen-Akkus könnten besonders bei Kälte bestimmte Leistungsspitzen nicht verarbeiten. Die italienische Kartellbehörde sieht darin allerdings geplanten Verschleiß und hat Apple zur Zahlung einer Strafe von zehn Millionen Euro verdonnert, wie Spiegel Online schreibt.

Apple und Samsung: Millionenstrafe wegen geplantem Verschleiß bei Smartphones

Eine gezielte Drosselung der Leistungsfähigkeit älterer Geräte sahen die Wettbewerbshüter in Rom auch bei Samsung. Der koreanische Konzern muss daher fünf Millionen Euro Strafe zahlen. Samsung wie Apple hätten sich „unlauterer Geschäftspraktiken“ schuldig gemacht, urteilte die Behörde nach ihren monatelangen Ermittlungen. Apple muss übrigens doppelt so viel zahlen, weil der iPhone-Hersteller seine Kunden nicht ausreichend über die Performance-Bremse aufgeklärt habe, hieß es.

Viele iPhone-Nutzer hatten sich bei Bekanntwerden der unfreiwilligen Geräteoptimierung im Vorjahr beschwert, dass sie gern darüber informiert werden würden, wenn die Leistung ihres Smartphones dauerhaft reduziert werde. Schließlich hätten sie dann wenigstens die Wahl, ob sie den Akku austauschen lassen wollen. Ein Akku-Tausch hat bei einigen Nutzern die Prozessorleistung wieder auf Normalmaß gebracht. Auch darüber, so die italienische Kartellbehörde, hat Apple aber nicht ausreichend aufgeklärt.

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Mit der Strafe in Italien ist der Fall zumindest für Apple aber noch nicht erledigt. In den USA ist eine Sammelklage gegen den iPhone-Konzern wegen seines Vorgehens anhängig. Apple hatte allerdings erklärt, mit der Drosselung der Smartphone-Leistung lediglich die Akkulaufzeit verlängern zu wollen.

Ebenfalls interessant: Drei bis vier Jahre – Apple verrät die wahre Lebensdauer von Macs und iPhones

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2 Reaktionen
GENELEC

..wenn der akku nicht mehr zu höchstleistungen fähig ist ...eine gute methode bis zum wechsel das gerät noch weiter benutzen zu können; ob apple da jetzt was frisieren wollte oder nicht: das verhält sich nunmal so.
zumal die leute die akkus auch oft nicht korrekt behandeln, tiefenentladung, ständig mittendrin nachladen , grundsätzlich 100 % usw ... alles stess für den akku.
Aus der abweichenden akkubehandlung resukltieren auch die unterschiedlichen benutzungszeiten; li io akkus sind nämlich noch der weissheit letzter gedanke !
Ob das jetzt eine klage rechtfertigt , finde ich persönlich ein wenig bizarre anmutend !

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kraeMit

Bitte mal vorher schlau machen. Das geht noch viel weiter, ist beabsichtigt und lange bekannt.
Das nennt sich u.A. gewollte Obsoleszenz und ist nur Volksverdummung bzw. mind seit Henry Ford eine bekannte Marketing Strategie.
Apple und so ziemlich alle anderen Hersteller wollen einfach nur Geräte verkaufen, deswegen kann man die verklebten Dinger auch immer schlechter auseinander bauen. Apple ist auch schon für andere Dinge verknackt worden, u.a. das ein Austausch von defekten Akkus nicht möglich sein soll.
Weitere Maßnahmen sind z.B. die EInführung von neuartigen Schrauben (für die man dann wieder Spezialwerkzeug braucht), Glasgehäuse (brechen leichter als flexiblere Materialien) und Sollbruchstellen aller Art.

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