Software & Infrastruktur

Ganz ohne Akku: Dieser Mini-Sensor für das IoT wird über Radiowellen mit Strom versorgt

Projekt PREMISS. (Foto: Bart van Overbeeke/TU Eindhoven)

Forscher der Technischen Universität Eindhoven haben einen Mini-Sensor für das Internet der Dinge (auch Internet of Things, oder IoT) entwickelt, der keinen Akku oder Batterien benötigt. Vielmehr wird das kleine Gerät über die Radiowellen eines Routers mit Strom versorgt.

Mini-Sensor für das IoT verzichtet auf Akkus

Das Internet der Dinge (IoT) ist auf eine Vielzahl drahtlos miteinander verbundener Geräte und Sensoren angewiesen. All diese smarten Geräte müssen mit Strom versorgt werden – und das obwohl gerade Sensoren oftmals kleiner als herkömmliche Batterien und Akkus sind. Ansätze für die drahtlose Stromversorgung gibt es schon. Jetzt haben niederländische Forscher der Technischen Universität Eindhoven eine Lösung in Form eines Mini-Sensors vorgestellt, der über Radiowellen mit Strom versorgt wird.

Dieser kleine Sensor braucht keine Batterien. (Foto: Bart van Overbeeke/TU Eindhoven)

Dieser kleine Sensor braucht keine Batterien. (Foto: Bart van Overbeeke/TU Eindhoven)

Der Sensor, der zum Messen der Temperatur eingesetzt werden kann, ist gerade einmal zwei Quadratmillimeter groß und wiegt 1,6 Milligramm – ungefähr so viel wie ein Sandkorn. Solche Mini-Sensoren könnten künftig in smarten Gebäuden eingesetzt werden, etwa um den Heiz- oder Beleuchtungssystemen zu signalisieren, wenn jemand im Raum ist. Bisher muss der Sensor sich allerdings in einer Reichweite von nur 2,5 Zentimetern vom Router befinden. Diese Reichweite soll in den nächsten Monaten bis auf fünf Meter ausgedehnt werden.

IoT-Sensor funkt Messergebnis an den Router

Zu dem Sensor gehört ein speziell entwickelter Router, über dessen Radiowellen die Stromversorgung erfolgt. Weil die Energieübertragung speziell auf den Sensor ausgerichtet ist, soll der Router selbst nur wenig Strom verbrauchen. In dem Sensor befindet sich ebenfalls eine Antenne, die die von dem Router übertragene Energie aufnehmen kann. Der Sensor speichert diese Energie und schaltet sich ein, wenn genug davon vorhanden ist. Anschließend misst er die Temperatur und sendet das Ergebnis an den Router. Je nach Temperatur wird eine ganz spezielle Frequenz benutzt, anhand derer der Router das Messergebnis erkennt.

Die Forscher sind der Meinung, dass sich die Technologie auch für andere Sensor-Arten einsetzen lässt, etwa für Bewegungen, Licht und Luftfeuchtigkeit. Als Einsatzgebiete könnten neben smarten Gebäuden auch Payment-Systeme oder industrielle Anwendungen in Frage kommen. An den Kosten dürfte das Ganze jedenfalls nicht scheitern. In der Massenproduktion könnte der Preis für die Fertigung eines Sensors auf 20 Eurocent gedrückt werden.

via www.engadget.com

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