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MIPS-Prozessorarchitektur soll Open Source werden

CPU. (Grafik: Shutterstock)

Die MIPS-Prozessorarchitektur soll unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden. Damit tritt MIPS in Konkurrenz zu der quelloffenen RISC-V-Architektur.

Die MIPS-Prozessorarchitektur soll zukünftig allen interessieren Parteien offen stehen. Das hat das Unternehmen Wave Technologies angekündigt, das erst im Juni 2018 die Rechte an der Architektur übernommen hat. Neben dem aktuellen 32- und 64-Bit-Befehlssatz sollen die Erweiterungen SIMD, DSP, Multi-Threading (MT), Virtualization (VZ), MCU und die Micro-MIPS-Architektur öffentlich gemacht werden.

Unklar ist derzeit, unter welche Lizenz die Prozessorarchitektur stehen wird. Wave Technologies will Angaben dazu und weitere Details im Verlauf des ersten Quartals 2019 veröffentlichen. Bekannt ist allerdings, dass es ein Zertifizierungsprogramm geben soll, durch das die Kompatibilität unterschiedlicher Implementierungen sichergestellt wird.

Die quelloffene Alternative: RISC-V

MIPS wäre nicht die erste quelloffene Befehlsarchitektur im RISC-Stil. Mit RISC-V gibt es bereits eine offene RISC-Prozessorarchitektur, die unter der freien BSD-Lizenz steht. Die Arbeit an RISC-V begann 2010. Mittlerweile unterstützen eine Reihe von Unternehmen, darunter AMD, IBM, Huawei, Google, Oracle und Qualcomm, das Projekt. Seit November 2018 arbeitet die Open-Source-Organisation hinter RISC-V auch mit der Linux Foundation zusammen.

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