E-Commerce

Mobile-Commerce mit hohen Konversionsraten [Studie]

Mobile-Commerce gewinnt immer mehr an Bedeutung. Eine aktuelle Studie von Nielsen beschäftigt sich mit den hohen Konversionsraten bei mobilen Suchvorgängen (55 Prozent der Suchen führen in der ersten Stunde nach der Suche zu einer Aktion) und den Zusammenhängen im M-Commerce.

Mobile Commerce wird gelegentlich von Skeptikern verlacht. Niemand würde etwa in der Straßenbahn auf dem Handy einkaufen, so Kritiker. Dabei wird übersehen, dass es sich bei Mobile-Commerce auch um Couch-Commerce handeln kann. Immer mehr Menschen greifen zuhause oder am Arbeitsplatz zum Handy oder zum Tablet. Es ist ungleich aufwendiger, für eine schnelle Suchanfrage einen Desktop-Rechner oder ein Notebook hochzufahren, als den Browser auf dem Handy oder Tablet zu öffnen. Ein Suchvorgang, der auf einem mobilen Endgerät durchgeführt wird, scheint laut einer aktuellen Studie von Google und Nielsen schnelle und hohe Konversionsraten zu erzeugen. Dabei sind sowohl Mobile-Commerce, Multichannel-Commerce als auch Mobile-Advertising Nutznießer der schnellen Konversion.

(Bild: Google/Nielsen)

(Bild: Google/Nielsen)

So wurde die Studie durchgeführt

Im Rahmen der zweiwöchigen Studie „Mobile Search Moments“ führten 416 Teilnehmer ein Tagebuch und dokumentierten so die mobilen Suchvorgänge. Die Einträge sollten möglichst zeitgleich zu Suche in einer App direkt auf dem Handy oder Tablett notiert werden. Rund 24 Stunden nach dem ersten Eintrag wurden detailliertere Fragen über die Ergebnisse der jeweiligen Suchvorgänge nachgeliefert, insgesamt 1.958 Antworten wurde dabei eingesammelt. Die Studie wurde durch eine abschließende Umfrage beendet, die noch 323 von 416 Teilnehmern absolvierten. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 6.303 Suchvorgänge protokolliert – rund 1,25 Suchvorgänge pro Tag.

Zusammenfassung der Studienergebnisse

Laut der Studie werden 77 Prozent der mobilen Suchvorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz durchgeführt, also an einem eher nicht „mobilen“ Standort, lediglich 17 Prozent tatsächlich unterwegs. Drei von vier Suchvorgängen oder 75 Prozent der Suchvorgänge folgen direkt Aktionen, entweder weitere Recherchen, ein Besuch in einem Geschäft, ein direkter Kauf oder es entsteht zumindest Mund-zu-Mund-Propaganda. Durchschnittlich folgen auf eine Suche nahezu zwei Aktionen. Die Konversion vom Suchvorgang zur Aktion erfolgt recht schnell innerhalb einer Stunde.

(Bild: Google/Nielsen)

Die Zusammenfassung der Studienergebnisse. (Bild: Google/Nielsen)

Genauere Studienergebnisse zur Konversionsrate

Die untenstehende Grafiken führen die zusätzlich ausgelösten Aktionen im Detail auf. Bemerkenswert ist, dass dabei hohe Konversionsraten entstehen. Betrachtet man jede ausgelöste Aktion, dann erhält man eine Rate von etwa 75 Prozent, betrachtet man die Aktionen. die letztlich zu einem Kauf oder einer Bestellung führen, sind es immerhin noch rund 28 Prozent.

(Bild: Google/Nielsen)

Mobile-Commerce: Das folgt auf eine mobile Suche. (Bild: Google/Nielsen)

Die Studie schlüsselt dann weiter auf, welche Aktionen der Nutzer im Anschluss an die Suche über das mobile Endgerät, den Desktop-PC oder in Person durchgeführt hat und wie die Nutzung prozentual verteilt sein soll:

(Bild: Google/Nielsen)

Mobiles Suchen erzeugt Online- und Offline-Handlungen. (Bild: Google/Nielsen)

Fazit: Mobile-Commerce ist nicht zwingend mobil

Die Studie weist auch andere interessante Aspekte auf, die zwei jedoch, auf die sich dieser Artikel konzentriert, sind für die Bewertung der Bedeutung des M-Commerce recht spannend: Zum einen nutzen Kunden ihre mobilen Endgeräte hauptsächlich zu Hause zum Suchen und zum anderen führen diese Suchvorgänge schnell zu einem Einkauf oder einer Bestellung. Nicht immer zwingend im Onlineshop, aber doch bemerkenswert oft.

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12 Kommentare
Lena | Shopgate

Wir haben es doch immer gesagt! Selbst die Skeptiker müssen doch wohl zugeben, dass es bei Mobile Commerce nicht nur darum geht etwas zu kaufen. Das informieren, teilen, vermerken und der Kontakt zum Händler nehmen großen Anteil am Mobile Commerce. Das ist die Vorarbeit sozusagen.

Und die Aussage, dass Mobile Commerce nicht zwingend mobile ist, sollte auch vielen vom heimischen Sofa aus bekannt sein. Wo entstehen denn ein Großteil der Schlüsselreize, die zum Kauf führen? Die Studie werde ich mir auf alle Fälle noch einmal genauer ansehen. Sieht wirklich spannend aus.

Antworten

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