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Mobile-Speed-Studie: So wichtig ist die Ladezeit für das Ranking

Die aktuelle Mobile-Speed-Studie von Searchmetrics untersucht das Ranking von Seiten in Abhängigkeit ihrer jeweiligen Ladezeit. (Foto: dnd_project / Shutterstock)

Ab Juli ist Pagespeed ein Rankingfaktor in der mobilen Google-Suche. Wie wichtig die Ladezeit wirklich für das Ranking ist, zeigt die aktuelle Mobile-Speed-Studie von Searchmetrics.

Bereits zu Jahresbeginn hat Google angekündigt, die Ladezeit zum Rankingfaktor in der mobilen Suche zu machen. Im Zusammenhang mit der Umstellung auf den Mobile-First-Index ist das für Seitenbetreiber ein wichtiges Signal, sich um ihre Ladezeiten zu kümmern. Wie wichtig Pagespeed für das Ranking ist, zeigt eine aktuelle Studie von Searchmetrics.

Searchmetrics-Studie zu mobilen Ladezeiten

Searchmetrics hat mobile Seiten untersucht, die für internationale Keywords in fünf verschiedenen Branchen bei Google ranken. Als Ladezeit definiert die Studie dabei die Zeit vom ersten Request bis zur vollständigen Verarbeitung der Seite (domComplete).

Durchschnittliche Ladezeiten der ersten 15 Google-Positionen

Die durchschnittlichen Ladezeiten der jeweiligen Google-Positionen. (Grafik: Searchmetrics)

Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Seiten, die auf den Positionen eins bis fünf ranken, schneller laden als die auf den Positionen sechs bis 15. Top-platzierte Seiten laden im Durchschnitt in weniger als drei Sekunden. Auf den hinteren Positionen ist die Ladezeit weitestgehend gleich.

Wie viele Seiten sind in einer bestimmten Zeit geladen?

Anteil der Seiten auf den Google-Positionen, die in einer bestimmten Zeit geladen sind. (Grafik: Searchmetrics)

27 Prozent der Seiten, die auf den ersten fünf Plätzen landen, laden innerhalb einer Sekunde. Bei den Seiten auf den Positionen sechs bis zehn sind es nur 21 Prozent. Bei Seiten, die länger als sechs Sekunden laden, gibt es jedoch keinen nennenswerten Unterschiede mehr zwischen den Positionierungen.

Wenn Seitenbetreiber es schaffen, dass ihre Seiten in weniger als zwei Sekunden geladen sind, haben sie also gute Chancen, ein Top-5-Ranking zu erreichen.

Bedeutung von AMP-Seiten für das Ranking

Im Zuge der Studie wurde untersucht, wie häufig AMP-Ergebnisse auf der ersten SERP-Seite von Google ausgespielt werden. Dabei wurde nach vier Arten den AMP-Integration unterschieden:

  • Organisch
  • Schlagzeilen
  • Publisher-Karussell (enthält Ergebnisse eines Publishers)
  • Karussell gemischt (enthält Ergebnisse mehrerer Publisher)
Anteil an AMP-Seiten

Anteil der verschiedenen AMP-Ergebnisse in den Suchergebnissen. (Grafik: Searchmetrics)

Bei 57 Prozent aller Suchanfragen erscheinen AMP-Ergebnisse auf der ersten Suchergebnisseite. Mit 47 Prozent sind organische Suchergebnisse dabei am häufigsten. AMP-Schlagzeilen erscheinen bei 20 Prozent der Keywords, sind dann aber meistens auf ein oder zwei Ergebnisse begrenzt. Gemischte Karusselle tauchen bei zwölf Prozent der Keywords auf, Publisher-Karusselle eines einzelnen Publishers nur bei sechs Prozent.
Dabei werden AMP-Seiten nicht nur von Medien genutzt. Auch in den Branchen E-Commerce, Finanzen, Gesundheit und Reise finden sich AMP-Ergebnisse auf der ersten SERP-Seite.

Es zeigt sich also, dass sich positive Nutzersignale  die schnell ladende AMP-Seiten hervorbringen  offenbar förderlich auf das Ranking auswirken. Auch wenn AMP-Seiten, wie Google sagt, selbst kein Rankingfaktor sind.

Ladegeschwindigkeiten der verschiedenen Branchen

Im Branchenvergleich zeigt sich, dass Seiten aus dem Gesundheitsbereich am schnellsten laden. Die Seiten, die es hier auf die ersten fünf Positionen schaffen, laden durchschnittlich innerhalb von 2,3 Sekunden; gefolgt von Medienseiten mit 2,5 Sekunden, Reiseseiten mit 2,7 Sekunden, E-Commerce mit 3,6 Sekunden und Finanzen mit 3,8 Sekunden.

AMP-Anteil nach Branchen

Anteil der AMP-Ergebnisse in den Suchergebnissen je nach Branche. (Grafik:Searchmetrics)

Die Unterschiede dürften vor allem in der Art der Seiten begründet sein. Gesundheitsfragen werden überwiegend textbasiert behandelt. Ebenso arbeiten Medien größtenteils mit Textinhalten. Der geringere Anteil von Bildern und Videos wirkt sich positiv auf die Ladezeit aus.

Das vollständige Whitepaper zur Studie könnt ihr euch bei Searchmetrics herunterladen.

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