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Anzeichen für Liquiditätsprobleme: Tesla bettelt um Geld bei Zulieferern

Tesla-Gründer Elon Musk will nachträglich Rabatte von seinen Zulieferunternehmen. (Foto: dpa)

Tesla wünscht sich von einigen Zulieferunternehmen Geld zurück. Das Ganze deutet auf ein ernsthaftes Cashflow-Problem hin.

In einem Memo hat Tesla einige Zulieferer darum gebeten, dem Elektroautobauer Teile von seit 2016 gemachten Zahlungen zurückzuerstatten. In dem Dokument heißt es nach Angaben des Wall Street Journals, dass Tesla das Geld für den weiteren Betrieb benötige. Den Zulieferern wird in dem Memo erklärt, sie sollten die Rückzahlung als Investition in das Wachstum von Tesla ansehen. Wie viele Zulieferer dazu angehalten wurden, rückwirkend Rabatte auf ihre Produkte zu geben, ist nicht bekannt.

Nachdem es bei der Produktion des Model 3 immer wieder Verzögerungen gab, versucht Tesla-Chef Elon Musk seit einiger Zeit auf verschiedenen Wegen, die Verluste zu minimieren. Mitte Juni 2018 kündigte Musk daher die Entlassung von neun Prozent aller Tesla-Mitarbeiter an. Etwa 3.000 Angestellte sollen von den Stellenstreichungen betroffen sein. Außerdem wurden Model-3-Vorbestellter aus den USA Anfang Juli 2018 dazu aufgefordert, zu den bereits angezahlten 1.000 US-Dollar weitere 2.500 US-Dollar anzuzahlen.

Das Model 3 von Tesla
Tesla Model 3. (Foto: Tesla)

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Tesla: Model 3 soll es richten

Nachdem sich die Model-3-Produktion immer wieder verzögert hat, hat Tesla im letzten Quartal erstmals das Produktionsziel von 5.000 Automobilen pro Monat erreicht. Sollte Tesla die Produktionsgeschwindigkeit aufrechterhalten, könnten etwaige Cashflow-Probleme vorläufig gelöst sein. Zumal das Forschungs- und Beratungsunternehmen Munro & Associates nach einer Analyse des Model 3 davon ausgeht, dass Tesla den Wagen mit einer Gewinnmarge von 30 Prozent bauen könnte.

Gleichzeitig schätzte allerdings die New Yorker Investmentbank Needham & Co., dass rund ein Viertel der ursprünglich 400.000 Model-3-Reservierungen zurückgezogen wurden. Im Juni 2018 kam die Analyseplattform Second Measure zu einem ähnlichen Ergebnis. Tesla-Chef Musk widerspricht diesen Schätzungen. Im ersten Quartal 2018 machte Tesla einen Verlust von 710 Millionen US-Dollar. Es ist das fünfte Quartal in Folge, in dem Tesla einen Rekordverlust ausweist. Die Aktie des Unternehmens fiel in den vergangenen zwölf Monaten um etwa 4,5 Prozent.

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5 Reaktionen
Stefan

Doch doch wie viele ist durchaus bekannt und von Tesla kommuniziert. Ganze 10 Stück. Alle diese Zulieferer habe. Auch aktuell offene Kontrakte mit Tesla. Nachverhandlungen auch Cash back ist da durchaus üblich. Würden das andere nicht machen, kämen Vorwürfe auf wieso man das unterlässt. Macht Tesla das werden akute Geldprobleme darauf. Tesla muss mächtige Feinde haben......

Antworten
Christian

Alle Anderen pressen ihre Zulieferer bis auf den letzten Pfennig.
Wo ist noch gleich der Artikel dazu???

Tesla sagt wenigstens aus verständlichen Gründen >bitte<,
und tut sich nicht mit seinen Konkurrenten zusammen, um gemeinsam
den Zulieferern noch einen weiteren Pfennig pro Teil abzupressen

Antworten
Alex

Es ist echt unglaublich wie negativ die Medien Tesla gegenüber eingestellt sind.
Selbst wenn es wahr wäre dass ein viertel der Reservierungen zurückgezogen wurden, das ist vollkommen irrelevant:
Wenn das aktuelle Auto kaputt ist kann man halt nicht warten bis man ein neues kauft, gerade in den USA ist das Auto essenziell für den Alltag.

Tesla hat immernoch eine Warteliste von mehreren Hundert Tausend Menschen, die ein Model 3 reserviert haben ohne auch nur eine Probefahrt gemacht zu haben.
Tesla muss nichmal Werbung kaufen für diese astronomische Nachfrage.
Kein anderer Autohersteller erweckt diesen Enthusiasmus bei Konsumenten, kein anderer Autohersteller hat eine sechstellige Zahl Menschen die ein Auto so sehr wollen, dass sie willig sind darauf zu warten ohne genau zu wissen wann sie es bekommen werden.

E-Mobilität ist die Zukunft und der Fakt dass es HEUTE noch Autohersteller gibt die E-Autos nur machen wollen um die Emissionen von ihren SUVs auszugleichen, während am Polarkreis Waldbrände aufgrund einer Hitzewelle stattfinden, ist einfach nur kriminell und jeder Autokonzern der nicht zeitnah zu 100% auf Elektromobilität umsteigt hat es verdient Pleite zu gehen und in Grund und Boden verklagt zu werden aufgrund des Umweltschadens den ihre Verbrenner verursacht haben.

Sie müssen für die Treibhausgase und die Schäden die diese verursachen, die durch ihre Autos ausgestoßen werden, bezahlen, genau so wie man für die Müllabfuhr bezahlen muss.
Wir können unsere Atmosphäre nicht weiterhin als kostenlose Müllhalde missbrauchen, wir können uns die daraus folgenden Schäden nicht leisten.

Jeder Artikel der Informationen verfälscht um Tesla schlechter aussehen zu lassen als sie wirklich sind verlangsamt unseren Wechsel zur E-Mobilität und die Autoren von Artikeln wie diesem hier müssen das realisieren.
Und falls ihr das wissentlich tut, Schämt euch!

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Yannick

Empfinde ich teilweise auch so, wie mein Vorredner bereits gesagt hat. Dazu ist im Text ein Fehler. Tesla hat es erstmals geschafft 5000 Autos pro WOCHE, nicht Monat, zu produzieren.

Lieben Gruß,
Yannick

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dennis

Bei diesem Artikel zwar nicht der Fall, aber man bekommt den Eindruck, dass sich jeder freut, dass es Tesla scheinbar schlecht geht. Warum ist das so? Warum muss man sich an den Schaden anderer so erfreuen? Ich würde es schade finden, wenn dieses Unternehmen, das als einziges Unternehmen es verstanden hat, dass Elektroautos nicht doof aussehen müssen, verschwinden würde. Guckt Euch mal das E-Auto von BMW an. Das ist voll die Gurke... Oder der Prios von Toyota. Ja, kein E-Auto, aber umweltbewusster, als normale Autos. Aber es sieht einfach doof aus. Beispiele gibt es genug.

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