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Möglicher Datenmissbrauch: Facebook verklagt südkoreanische Firma Rankwave

Hat Rankwave Facebook-Nutzerdaten missbraucht? (Foto: TY Lim/ Shutterstock)

Facebook hat gegen die Datenanalyse-Firma Rankwave Klage eingereicht – Rankwave soll gegen die Datenrichtlinien verstoßen haben.

Wiederholt sich der Fall Cambridge Analytica? Am Freitag hat Facebook bei einem Gericht im Silicon Valley Klage gegen den südkoreanischen Datenanalysten Rankwave eingereicht, wie Facebook mitteilt. Der Vorwurf: Rankwave habe bei einer Überprüfung des Umgangs mit Daten nicht kooperiert und mithilfe von Nutzerdaten Werbe- und Marketingservices verkauft.

Rankwave verweigerte Kooperation

Das beim Gericht eingereichte Dokument liegt Techcrunch vor. Seit 2010 betreibt Rankwave demnach mehrere Apps über Facebook. Mit den dadurch gesammelten Daten habe Rankwave Werbe- und Marketing-Services verkauft, lautet der Vorwurf. Das würde gegen Facebooks Richtlinien verstoßen.

Facebook habe Rankwaves Umgang mit Daten überprüft – aber das Unternehmen habe nicht kooperiert, heißt es in der Mitteilung weiter. Auch das verstoße gegen Facebooks Richtlinien.

Über 30 Apps betroffen

Inzwischen hat Facebook nach eigenen Angaben alle Apps und Accounts, die mit Rankwave in Zusammenhang stünden, entfernt. Nach Informationen des BBC geht es um mindestens 30 Apps rund um das Tracken und Analysieren von Likes und Kommentaren auf Facebook-Seiten.

Eine weitere App von Rankwave errechnet für ihre Nutzer einen Wert für sozialen Einfluss. Dafür loggen Nutzer sich mit ihrem Facebook-Konto ein. Diese App ist immer noch im Android-Appstore zu finden. Laut Techcrunch konnte Rankwave damit auch die Daten der Freunde der App-Nutzer auslesen – zumindest, bevor Facebook 2015 seine Richtlinien verschärft hat.

„Durch die Klage senden wir eine Botschaft an Entwickler, dass Facebook es ernst meint mit der Durchsetzung seiner Richtlinien, einschließlich der Anforderung an Entwickler, bei Untersuchungen mit uns zu kooperieren“, schreibt die für Rechtsfragen zuständige Facebook-Managerin Jessica Romero in der Mitteilung über die Klage.

Facebook hat das Gericht demnach aufgefordert, die nötige Kooperation von Rankwave zu erzwingen, um die Vertragsbedingungen durchzusetzen.

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