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Möglicher Hackerangriff: Uni Gießen fährt alle Server herunter

Die Universität Gießen ist nach einem IT-Sicherheitsvorfall offline. (Foto: Lifestyle Discover/ Shutterstock)

Die Uni Gießen hat ihre Server nach einem „schwerwiegenden Sicherheitsvorfall“ heruntergefahren. Womöglich hat ein Hackerangriff die Uni lahmgelegt.

An der Justus-Liebig-Universität Gießen geht aktuell gar nichts. Seit Sonntagmittag sind in der Uni das Internet, die E-Mailsysteme und internen Netzwerke nicht nutzbar. Die Uni hat ihre Server nach einem „schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfall“ sicherheitshalber komplett heruntergefahren. Auch in den meisten Wohnheimen für Studierende ist kein Internet verfügbar, wie das Studentenwerk mitgeteilt hat.

Ob ein Hackerangriff die Ursache war, ist noch nicht klar. Die Universität kündigte aber an, „wegen des Verdachts auf einen Cyber-Angriff“ Strafanzeige zu stellen. Das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt/Main ermitteln.

Hinweise auf Cyber-Angriff

Wie lange der Serverausfall dauern wird, ist der Universität zufolge noch nicht abzusehen. Direkt am Sonntag sei ein Krisenstab eingerichtet worden. Dieser arbeite mit externen IT-Experten vom Darmstädter Forschungszentrum für Cybersicherheit Athene zusammen und solle in den nächsten Tagen das Ausmaß des Schadens klären.

Die Fachleute hätten bei der Untersuchung der technischen Abläufe erste Hinweise auf einen Cyber-Angriff gefunden, sagte der Präsident der Hochschule Joybrato Mukherjee in einem Interview mit der Gießener Allgemeine. Trotzdem seien auch andere Ursachen denkbar.

Vor allem Mitarbeiter in der Verwaltung können ihrer Arbeit aktuell kaum nachgehen: Die Rechner-Arbeitsplätze im Verwaltungsnetz seien nicht nutzbar. Analoge Lehre und Forschung laufen normal weiter. Studierende können aktuell aber unter anderem keine Vorlesungen herunterladen, keine Bücher der Uni-Bibliothek ausleihen, zurückgeben oder online lesen und keine Mails verschicken. Per Twitter kommentieren einige die Lage mit Humor und freuen sich über den spontanen Digital Detox.

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