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Ende einer Startup-Schlacht: Movinga übernimmt Teile von Move24

Die Büroräume von Movinga in Berlin. (Foto: Movinga)

Die Online-Umzugsplattform Movinga übernimmt wesentliche Teile des insolventen Move24-Geschäfts inklusive Mitarbeitern. Der Übernahme ging ein erbitterter Konkurrenzkampf voraus.

Lange hatten sich die beiden Startups mit harten Bandagen bekämpft, jetzt gibt es zumindest formell einen Sieger: Die Online-Umzugsplattform Movinga übernimmt Teile des insolventen Move24-Geschäfts. Dies teilte das Berliner Unternehmen am Dienstag mit. Auch Teile der Belegschaft von Move24 sollen im Zuge der Übernahme neue Arbeitsverträge bei Movinga unterschreiben. Wie viele der zuletzt angeblich noch 200 Mitarbeiter von Move24 beim ehemaligen Konkurrenten weiterbeschäftigt werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Movinga hofft, durch die Übernahme seine Position im umkämpften Umzugsmarkt stärken zu können. „Wir freuen uns sehr auf die neuen Wachstumsmöglichkeiten, die aus der teilweisen Akquisition der Move24-Assets entstehen. Die Digitalisierung macht unser Geschäftsmodell zukunftsweisend und wir möchten unsere Position als One-Stop-Shop-Lösung für Dienstleistungen rund um den Umzug weiter ausbauen“, lässt sich Movinga-Geschäftsführer Finn Age Hänsel zitieren.

Warum Move24 Insolvenz anmelden musste

Dasselbe Ziel strebte bis vor kurzem auch das ebenfalls in Berlin ansässige Umzugs-Startup Move24 an. Das Unternehmen sicherte sich von Investoren rund 40 Millionen Euro und konnte nach eigenen Angaben mehr als 75.000 Umzüge abwickeln. Anfang März stellte Move24 dann überraschend einen Insolvenzantrag.

Laut Gründerszene verkalkulierte sich das Startup mit einer Partnerschaft, die es mit Immobilienscout abgeschlossen hatte. Das Portal sollte Move24 die Kontaktdaten potenzieller Umzugskunden vermitteln. So wollte sich Move24 gegen Movinga behaupten. Für die Daten sollen sechsstellige Beträge pro Monat an Immobilienscout geflossen sein – auf Dauer offenbar zu viel für das Umzugs-Startup.

Movinga und Move24 stritten öffentlich

Der Insolvenz voraus gingen außerdem mehrere Konflikte mit dem ärgsten Mittbewerber Movinga. Die beiden Unternehmen warfen sich in der Öffentlichkeit vor, beim Geschäftsmodell sowie der Namensgebung (Move24 hieß vorher Movago) vom anderen kopiert zu haben. Zwischenzeitlich traf man sich auch vor Gericht.

Angesichts dieses erbitterten Wettstreits dürfte Movinga die Teilübernahme des Move24-Geschäfts als Genugtuung empfinden – zumal das Startup zwischenzeitlich selbst für Negativ-Schlagzeilen sorgte. Vor zwei Jahren ging die Berliner Staatsanwaltschaft beispielsweise dem Verdacht der Urkundenfälschung nach. Zwar wurden die Ermittlungen aufgrund fehlender Beweise eingestellt, der Vorfall soll Movinga allerdings ein Investment von Google gekostet haben.

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