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Nach Movinga-Turbulenzen: Erzkonkurrent Move24 sammelt 13 Millionen von RWE ein

Die Move24-Gründer: Marcel Rangnow, Ante Krsanac und Anton Rummel (v.l.n.r.)

Der Markt der Umzugs-Startups ist offenbar noch lange nicht tot – auch wenn zuletzt Movinga für Negativ-Schlagzeilen sorgte. Der Berliner Erzkonkurrent Move24 wird jetzt mit viel Geld ausgestattet.

Innogy, eine Tochterfirma des Energieriesens RWE, steigt in das Umzugs-Startup Move24 ein. Zusammen mit den Altinvestoren steckt Innogy in der Series-B-Finanzierungsrunde 13 Millionen Euro in das Berliner Startup, wie das Unternehmen am Montag Ermittlungen wurden eingestellt.

Zu den Altgesellschaftern, die sich an der Move24-Finanzierungsrunde beteiligen, gehören Holtzbrinck Ventures, DN Capital, Piton Capital und Cherry Ventures. Insgesamt hat Move24 damit bislang 23 Millionen Euro eingesammelt. „Die Zusammenarbeit mit Innogy ist für uns ein wichtiger Schritt für die Zukunft. Erstmals kann Move24 dem Kunden so das komplette Spektrum an Services bieten, die bisher aufwendig einzeln erledigt werden mussten“, wird Gründer und Co-Geschäftsführer Ante Krsanac in der Mitteilung zitiert.

Schlammschlacht zwischen Movinga und Move24

Move24 ist bislang etwa ein Jahr am Markt, in zehn europäischen Ländern aktiv und hat 250 Mitarbeiter. Im Kerngeschäft ist das Startup eigenen Angaben zufolge bereits profitabel. Im ersten Unternehmensjahr wurden nach nach eigenen Angaben bislang rund 20.000 Umzüge über die Plattform abgewickelt – mehr als die Hälfte davon im Ausland. Für das kommende Jahr hat sich Move24 ein zweistelliges Wachstum vorgenommen.

Movinga liefert sich mit der Konkurrenz von Move24, die mit dem sehr ähnlichen Namen Movago kurz nach Movinga startete, eine öffentliche Schlammschlacht. Zwei Angle-Investoren von Move24 – Philipp Magin und Ronny Lange – hatten sich laut Gründerszene zuvor mit den Movinga-Gründern getroffen, um über ein Investment zu verhandeln.

Move24 hatte gegen die Gründerszene eine einstweilige Verfügung erwirkt, die dem Portal unter anderem untersagt, zu behaupten, Movinga habe dem potentiellen Investor Magin Dokumente über die Strategie des Unternehmens und Businesspläne übersandt. Nach Angaben von Move24 wurden die Gespräche vonseiten Movingas abgebrochen. Die Behauptung, die Move24-Investoren hätten sich für ein mögliches Investment mit den Movinga-Gründern getroffen, untersagt die Verfügung nicht. Eine Kopie der einstweiligen Verfügung des Landgerichts Berlin liegt t3n.de vor.

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Hinweis: In einer früheren Version des Artikels wurden  Philipp Magin und Ronny Lange als Move24-Mitgründer bezeichnet. Sie sind aber Angel-Investoren des Unternehmens.

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5 Kommentare
lola
lola

20000 Umzüge durch 250 Mitarbeiter also hat jeder 80 Umzüge gewonnen. Was kostet so ein Umzug, wenn man rechnet das hier nicht nur Millionäre umziehen werden und auch kurze Weg dabei sind: 3000 Euro. So, nun fragt sich wie weit sich der Spediteur drücken lässt, ich vermute mal kaum mehr als die Pizzabäcker 10-15 % also 300 pro Umzug. 80*500=24000 hat da jeder Mitarbeiiter eingenommen.
Wenn die nicht krankenversichert sind und in einem Schukarton arbeiten. ist das echt knapp.
Zumal man ja ordentlich teuere Werbung braucht um den hart kämpfenden Spediteuren Geschäft zu klauen. Nicht zu vergessen die Reisekosten der CEOS zu den vielen Länderfilialen.

Fragt man sich was nicht stimmt: Die Mitarbeiterzahl, die Umzugszahl oder gar das mit dem Gewinn.

Wenn übrigens ein Chinese täglich ne Pizza holen fährt ist das kein Umzug im Ausland.

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Harry
Harry

Hi Lola,

sowohl dein durchschnitt Preis des Umzugs (der ist nämlich deutlich weniger) als auch die Schätzung deiner Marge (die ist nämlich deutlich höher) ist komplett falsch.

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Jonas
Jonas

Liebes Movinga Team, es ist vorbei :)

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Olaf
Olaf

Well done Movinga GF!

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