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Jetzt auch auf Deutsch: Mozilla weitet Initiative für freie Spracherkennung aus

Mozilla erweitert Common Voice auf mehrere Sprachen. (Foto: Mozilla)

Mozilla sucht für freie Sprachdatenbank Common Voice jetzt auch deutschsprachige Unterstützer. Sie soll als Grundlage für offene Alternativen zu Alexa, Siri und Co. dienen.

Von Google über Amazon bis Microsoft und Apple: Alle großen Tech-Konzerne haben eigene Spracherkennungslösungen entwickelt. Konkurrenzfähige Open-Source-Alternativen fehlen allerdings noch immer. Das liegt vor allem daran, dass zur Entwicklung große Mengen an Sprachproben benötigt werden. Genau deswegen hat Mozilla 2017 die Crowdsourcing-Inititiave Common Voice ins Leben gerufen. Die Initiative sammelte zunächst Sprachaufnahmen von englischsprachigen Unterstützern, wird jetzt aber auch auf Deutsch, Französisch und Walisisch ausgeweitet. Weitere 40 Sprachen befinden sich in Vorbereitung. Nach Wunsch der Macher könnten irgendwann sogar sämtliche Sprachen der Erde von Common Voice abgedeckt werden.

Common Voice: Mozilla sucht deutschsprachige Unterstützer. (Grafik: Mozilla)

Common Voice: Mozilla sucht deutschsprachige Unterstützer. (Grafik: Mozilla)

Wer Common Voice unterstützen möchte, muss dazu lediglich auf der Projektwebsite vorbeischauen. Dort werden euch kurze Sätze angezeigt, die ihr dann nachsprechen müsst. iOS-Nutzer können das auch unterwegs über die offizielle App des Projekts machen. Die so gesammelten Sprachdaten können dann genutzt werden, um Spracherkennungslösungen zu entwickeln. Neben Mozillas eigenem Deep-Speech-Projekt setzen beispielsweise auch das Open-Source-Projekt Kaldi und der kommerzielle Anbieter Mycroft auf die Common-Voice-Daten.

Mozilla will offene Sprach-Interfaces für alle

Unter den mehr als 40 Sprachen, die der Common-Voice-Korpus demnächst umfassen soll, befinden sich auch einige mit einem recht geringen Verbreitungsgrad. Das ist so gewollt, denn genau diese Sprachen werden von kommerziellen Anbietern eher vernachlässigt, weil der Markt schlicht zu klein für sie ist. Zwar sprechen 20 Prozent der Weltbevölkerung Englisch, ob Spracherkennungssysteme sie mit ihrem jeweiligen Akzent verstehen, bleibt jedoch eine andere Frage.

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(Foto: Mozilla)

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„Sprach-Interfaces sind die nächste Grenze des Internets“, erklärt Mozillas Innovationschefin Katharina Borchert und fügt hinzu: „Wir glauben, dass diese Schnittstellen nicht von ein paar Firmen kontrolliert werden sollten.“ Eine mehrsprachige Common-Voice-Datenbank könnte daher ein erster Schritt sein, um offene Spracherkennungslösungen zu entwickeln, die auch mit der kommerziellen Konkurrenz mithalten können.

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