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Entwicklung & Design

Firefox verärgert Add-on-Entwickler: Das steckt hinter der neuen API für Erweiterungen

Langfristig will Mozilla auf eine neue API für Firefox-Erweiterungen nach dem Vorbild von Chrome und Opera umsteigen. Das würde zwar eine einfachere Portierbarkeit ermöglichen, verärgert aber Entwickler bestehender Firefox-Add-ons.

Mozilla: Firefox bekommt neue Add-on-API

Mozilla will die eigene Add-on-API im Firefox-Browser austauschen. Das soll verschiedene Vorteile mit sich bringen. Zum einen setzt die WebExtensions-API auf JavaScript und HTML, wodurch es möglich sein wird, Chrome- und Opera-Erweiterungen vergleichsweise leicht für Firefox zu portieren – und umgekehrt. Tatsächlich soll Mozilla im Gespräch mit den anderen großen Browser-Entwicklern sein, um zumindest Teile der API als browserübergreifenden Standard zu etablieren.

Dank der neuen Multi-Prozess-Architektur namens Electrolysis werden Add-ons zukünftig außerdem als separate Prozesse ausgeführt. Das dürfte letztlich der Sicherheit zugutekommen. Für Entwickler bestehender Erweiterungen bedeuten die Änderungen allerdings, dass ihre Add-ons bald nicht mehr funktionieren könnten. Auch dürfte sich der Funktionsumfang einiger Erweiterungen aufgrund der neuen Architektur nicht adäquat auf das neue Modell übertragen lassen.

Mozilla: Nicht alle Firefox-Erweiterungen werden sich mit der neuen API nachbauen lassen. (Screenshot: arewee10syet.com)
Mozilla: Nicht alle Firefox-Erweiterungen werden sich mit der neuen API nachbauen lassen. (Screenshot: arewee10syet.com)

Mozilla Firefox: Einige Add-on-Entwickler sind unzufrieden mit der Entwicklung

Nicht wenige Add-on-Entwickler sind unzufrieden mit der Entwicklung bei Mozilla. Zu ihnen gehört beispielsweise Nils Maier, der unter anderem die Download-Erweiterung DownThemAll! entwickelt hat. In einem Blog-Beitrag nennt er die Entwicklung „traurig“ und lässt in einem Kommentar zudem durchblicken, dass er aufgrund dieser Entwicklung zukünftig wohl keine Browser-Erweiterungen mehr schreiben will. Auf Reddit und Hacker News äußerten sich weitere enttäuschte Entwickler.

Der Umstellungsprozess wird allerdings nicht von heute auf morgen erfolgen. Electrolysis soll nach dem jetzigen Plan ab Dezember in der regulären Firefox-Version ankommen. Nach der Umstellung sollen die alten XPCOM-Eweiterungen durch eine Übergangslösung namens „cross process object wrappers“ (CPOW) zunächst am Leben erhalten werden. Innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate soll die Unterstützung für die bestehende Add-on-API dann zugunsten der WebExtensions-API gänzlich eingestellt werden. Weitere Informationen zur Zukunft der Firefox-Add-ons findet ihr in diesem Blog-Beitrag von Mozilla.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Firefox-Erweiterungen: 45 Add-Ons für mehr Produktivität und Spaß“.

via arstechnica.com

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7 Reaktionen
Ben Damm

Ich verstehe das Gejammer nicht so recht. 18 Monate sind eine lange Zeit und pauschal allen anderen Browser zu unterstellen sie wären "KlickiBunti" zeigt nur, dass derjenige die anderen Browser nicht wirklich kennt. Und dass Firefox irgendwelche Extensions besitzt, die meilenweit von Chrome oder Opera entfernt sind, was die Qualität betrifft, ist mir auch nicht bekannt. Es geht hier um die Zusammenarbeit und den Austausch auf einer Codebasis. Davon profitieren besonders die Entwickler, weil mehr Endbenutzer erreicht werden. Dass bei einer größeren Veränderung immer gleich alle durchdrehen verstehe ich nicht. Baut doch am besten den millionsten Fork!

Insomnia88

"Und dass Firefox irgendwelche Extensions besitzt, die meilenweit von Chrome oder Opera entfernt sind, was die Qualität betrifft, ist mir auch nicht bekannt"

Ehm firebug? Die Version für Chrome ist ja mal ein Witz, Chrome interner Developer ist auch Mist im Vergleich dazu, Opera sowieso, nur der IE von käm da ran.

Ben Damm

Das war vielleicht einmal so. Die Features hat Chrome auch alle. Oder kennst du auf Abruf welche, die nur Firebug zu bieten hat? Wo genau ist der "witz"?

Insomnia88

Der Witz bezog sich auf die abgespeckte Firebug Version für Chrome. Es geht hier um Details. Firebug für ff ist übersichtlicher, aufgeräumter (ergo besser in der Usability). Chrome setzt auf Minimalismus und nutzt nicht immer eindeutige icons statt auf ausgeschriebene Bezeichnungen. Die Netzwerk und Source "Übersicht" ist alles andere als übersichtlich. Ich kann beispielsweise nicht den den oberen request Abschnitt ausblenden bzw. den unteren vergrößern sondern muss den gesamten Editor größer ziehen.

MerZ_IT_SerVice

Ich bin mal gespannt, ob der Firefox in Zukunft dann noch so nutzbar sein wird, wie er es bisher vor allem durch seine tolle AddOn-Vielfalt war. Auch ich werde mich nach einem anderen Browser umschauen, wenn für mich wichtige AddOns wegfallen sollten.

Schade eigentlich, da ich den Firefox seit der Version 1 immer sehr gerne benutzt habe. Aber ich hoffe, dass es nicht so weit kommt!

Frank

Da ist ein "nicht" zu viel oben im Text.

Frank

Mit
Firebug, Ghostery und NoScript sind drei Plugins dabei, ohne die Firefox nicht zum KlickiBunti wird aber nicht mehr professionell nutzbar.
Es gibt noch einige weitere Plugins auf die ich absolut nicht verzichten wollte. Und wenn Firefox meint, sich vergleichbar machen zu müssen und ohne-notfall auf Plugins als auch Entwickler verzichten zu können, dann meine ich, auf Firefox verzichten zu können.
Aktiv betriebenes Browsersterben nenne ich das.

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