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Mozilla: Crowdsourcing-Projekt will eure Geräte auch ohne GPS orten

Mit einer Android-App von Mozilla sollen Nutzer die Position von Funknetzen aufzeichnen. Die so gesammelten Daten sollen die Ortung eines Gerätes auch ohne GPS ermöglichen.

MozStumbler: Aktuelle Zahlen zum Mozilla Location Service werden auf der Webseite angezeigt. (Screenshot: Mozilla)

MozStumbler: Aktuelle Zahlen zum Mozilla Location Service werden auf der Webseite angezeigt. (Screenshot: Mozilla)

MozStumbler: Mozilla sucht Helfer bei der Erfassung von Funknetzen

Zugegeben: Die Idee, eine Position anhand von umliegenden WLAN-Routern und Mobilfunkmasten zu erkennen, ist nicht neu. Im Gegensatz zu bestehenden Datenbanken dieser Art will Mozilla jedoch eine offene Alternative schaffen. Die Daten dazu sollen von Freiwilligen kommen. Wer bei der Erfassung mithelfen will, muss sich dazu die entsprechende App namens MozStumbler auf seinem Android-Smartphone installieren.

Dass eine solche Datenerfassung auch Konsequenzen im Bezug auf die Privatsphäre der App-Nutzer und der WLAN-Betreiber hat, erkennt Mozilla in einem eigenen Abschnitt in ihrem Wiki an. Google hatte beispielsweise in den Jahren 2008 bis 2010 mit ihren Street-View-Fahrzeugen auch Inhalte von Funknetzen erfasst. Dafür hatte der Hamburger Datenschutzbeauftragte im Jahr 2013 ein Bußgeld in Höhe von 145.000 Euro verhängt. Mozilla weist daher darauf hin, dass mit der MozStumbler-App lediglich öffentliche Meta-Daten wie die genutzte Frequenz, die Signalstärke und die BSSID erfasst würden.

MozStumbler: Mozilla erlaubt Opt-Out

Außerdem sollen WLAN-Betreiber die Möglichkeit haben, die Aufnahme ihres Netzes in die Datenbank zu verhindern, indem sie eine SSID wählen, die auf „_nomap“ endet. Außerdem will der Service keine Ad-Hoc-Netze erfassen, was zum Zweck der Standortbestimmung allerdings auch wenig hilfreich wäre.

Interessierte Nutzer finden die MozStumbler-App für Android auf GitHub. Eine iOS-Version scheint derzeit nicht geplant zu sein. Wer sich über den Fortschritt des Projektes informieren will, findet eine aktuelle Karte mit bereits erfassten Netzen und zusätzliche Statistiken auf der entsprechenden Mozilla-Seite. Dort findet sich auch ein Leaderboard mit den aktivsten Nutzern der App.

via www.theregister.co.uk

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2 Kommentare
mega

Das mit der SSID-Änderung ist dann ja genauso unpraktisch wie bei google.
Besserer wäre es, mobile Netze automatisch zu erkennen.

Im einfachsten Fall, indem man merkt, wenn ein Gerät häufiger an völlig verschiedenen Standorten auftaucht.
Und/oder, das ein Gerät keien 500 km in 5 Minuten zurücklegen kann.

War bei Google Latitude schon lustig/komisch. In Verbindung mit mal auf einen anderen Ort gelernten Mobil-Routern sprang der Standort auch unsinnig rum, wenn mal GPS vorhanden war und mal nur das WLAN als Standort.
Das ‚umlernen‘, indem man für WLAN + GPS gleichzeitig sorgt, hat da auch meist nicht geklappt.

Es muss also Betreiber-Seitig automatisch erkennt werden, welche Geräte Mobil sind, und dies nicht deren Betreibern überlassen werden.
1. Werden viele das garnicht wissen.
2. ist es einfach unpraktikabel.

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