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Mozilla will Nutzern mehr Kontrolle über von KI genutzten Daten ermöglichen

Mozilla arbeitet mit Element AI am Datenschutz-Konzept der Zukunft. (Grafik: Shutterstock)

Element AI aus dem kanadischen Montreal und Mozilla, das Nonprofit-Unternehmen hinter dem Firefox-Browser, wollen gemeinsam ein ethisch einwandfreies Modell für die Datennutzung der Zukunft entwickeln.

Ausgangspunkt der Überlegungen ist dabei das Problem, dass derzeit jeder Dienst, der persönliche Daten seiner Nutzer verarbeiten will, diese auch erheben muss. Was aber letztlich damit geschieht, wenn sie erstmal gesammelt sind, bleibt unklar, wenn auch in manchen Fällen gesetzlich geregelt.

Daten-Treuhand wacht über die Herausgabe personenbezogener Daten an Dritte

Der Ansatz, den Mozilla und Element AI nun verfolgen wollen, ist ein anderer. Über die Installation einer Art Daten-Treuhand-Gesellschaft könnten Nutzer einerseits selbst bestimmen, welche Daten sie für welche Nutzung freigeben wollen. Andererseits müssten Dienste, die diese Daten dann nutzen wollen, sie nicht mehr selbst bei den Nutzern erheben.

Eine solche Lösung würde die Daten-Souveränität beim Eigentümer, dem Individuum, lassen, gleichzeitig aber die kontrollierte Nutzung zu autorisierten Zwecken möglich machen. Was es dazu bräuchte, wären eine oder mehrere Organisationen, die als eine Art Aufsicht, eben wie ein Treuhänder, über die Daten wachen und diese nur unter bestimmten Voraussetzungen und zu bestimmten Zwecken zugänglich machen.

Ethisch, rechtlich, politisch, technisch komplex

Dafür bedarf es eines ausgefeilten Regelungsmodells und einer eben solchen technischen Lösung. Am Anfang stehen jedoch ethische Fragestellungen, etwa nach dem verantwortlichen Einsatz von Massendaten in modernen Technologien. Danach sind rechtliche Fragen zu klären und die politischen Rahmenbedingungen bedürfen ebenfalls einer Anpassung. Die Gesamtaufgabe ist auf mehreren Ebenen komplex.

Element AI wird nun mit Mozilla gemeinsam ein Data-Trust-Konzept erarbeiten. Dabei wird es in erster Linie um den Einsatz von Massendaten im Kontext des maschinellen Lernens gehen. Generell würde ein Datentreuhand-Konzept jedoch auch für so profane Dinge wie die Personalisierung von Werbung ohne aktives Tracking des Nutzers taugen.

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