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Bitcoin-Skandal: Wurde Mt. Gox in Wahrheit nie bestohlen?

Bitcoin. (Bild: BTC Keychain / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Hacker haben interne Dokumente des insolventen Bitcoin-Marktplatzes Mt. Gox veröffentlicht. Die Unbekannten sehen darin einen Beweis dafür, dass der Anbieter trotz gegenteiliger Behauptungen noch im Besitz der Bitcoins seiner Nutzer ist.

Mt. Gox: Auszug aus der internen Auflistung über das Bitcoin-Vermögen des Marktplatzes. (Screenshot: Reddit)
Mt. Gox: Auszug aus der internen Auflistung über das Bitcoin-Vermögen des Marktplatzes. (Screenshot: Reddit)

Bitcoin: Hacker veröffentlichen interne Mt.-Gox-Dokumente

Mt. Gox sind nach eigenen Angaben Bitcoins im Wert von 400 Millionen US-Dollar gestohlen worden. Der Bitcoin-Diebstahl soll das Unternehmen in die Insolvenz geführt haben. Jetzt behaupten Unbekannte, dass Mt. Gox in Wahrheit nie bestohlen wurde und noch immer über die Bitcoins seiner Nutzer verfügt. Zur Untermauerung dieser These haben der oder die Hacker ein internes Dokument veröffentlicht. Ob das allerdings als Beweis für die Anschuldigungen taugt, bleibt fraglich.

Am Sonntag haben sich die Hacker Zugriff auf den persönlichen Blog und den Reddit-Account des Mt.-Gox-CEO Mark Karpeles verschafft. Anschließend veröffentlichten sie unter anderem eine Excel-Tabelle, die angeblich den Geldbestand des Marktplatzes zeigen soll. Laut dem Dokument verfügt Mt. Gox noch immer über 951.116 Bitcoins. Die Hacker sehen darin den Beweis dafür, dass das Unternehmen nicht wie behauptet von Dritten ausgeraubt worden ist. Der Original-Thread auf Reddit wurde zwischenzeitlich entfernt, da er gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen soll.

Bitcoin: Hat Karpeles gelogen?

Selbst wenn die veröffentlichten Dokumente echt sind, können sie kaum als Beweis für die Anschuldigungen der Hacker gelten. Die Bitcoin-Diebstähle sollen sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren hingezogen haben. Wenn Mt. Gox tatsächlich erst spät bemerkt hat, dass die Bitcoins fehlen, würde die fehlende Summe auch in der internen Übersicht nicht aufgeführt sein. Mysteriös bleibt laut Forbes allerdings weiterhin, dass sich seit dem Insolvenzantrag von Mt. Gox keine Bewegungen der angeblich gestohlenen Bitcoins feststellen lassen.

Währenddessen behauptet ein angeblicher Hacker im Bitcointalk-Forum, dass er über 20 Gigabyte an Mt.-Gox-Nutzerdaten inklusive Passkopien verfüge. Dort hat er angeboten, die Dokumente für 100 Bitcoins zu verkaufen. Ob es sich dabei um echte Dokumente handelt oder sie in einem Zusammenhang zu den auf Reddit veröffentlichten Daten stehen, ist derzeit nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass Mark Karpeles in der kommenden Zeit noch einige ungemütliche Fragen beantworten muss.

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