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München unter den Top 500 – der achtschnellste Supercomputer der Welt

(Foto: LRZ)

Der SuperMUC-NG am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München schafft den Sprung in die Top 10 der Supercomputer, die vorderen Plätze nehmen wie gehabt die USA und China ein. Dort gibt es schnellere Systeme und ein neuer AMD-Rechner schafft es in die Top 50.

In der 52. Liste der Top 500 der rechenstärksten Supercomputer der Welt ist wieder ein System aus Deutschland vertreten: Der SuperMUC-NG, kurz für Next Generation, am LRZ in Garchin schafft theoretische 30,9 Petaflops und erreicht mit 19,5 Petaflops im Linpack-Benchmark den achten Platz. Etwas langsamer rechnen der Titan von 2012 und der Sequoia von 2011, die sich schon sehr lange unter den zehn schnellsten Rechnern behaupten können.

Beide wurden im Auftrag des US-amerikanischen Energieministeriums (Department of Energy, DoE) entwickelt – insgesamt sind gleich fünf solcher Systeme in den den Top 10: An der Spitze der Liste steht weiterhin der Summit des Oak Ridge National Laboratory im US-Bundesstaat Tennessee, der mittlerweile fertiggestellt wurde und somit 143,5 Petaflops statt 122,3 Petaflops schafft. Ihm folgt der Sierra des Lawrence Livermore National Laboratory im Bundesstaat Kalifornien, der nun 94,6 Petaflops statt 71,6 Petaflops liefert und sich vom dritten auf den zweiten Platz schiebt. Beide DoE-Rechner nutzen Power9-Prozessoren mit 22 Kernen von IBM und Tesla V100 von Nvidia als Beschleuniger.

Auf dem dritten Platz befindet sich der Sunway Taihu Light, welcher mit 93 Petaflops kaum langsamer ist als der Sierra. Das chinesische System setzt auf die selbst entwickelten Sunway SW26010, das sind Chips mit 260 Kernen. Direkt dahinter rangiert der Tianhe-2A aus China mit Xeon-CPUs und ebenfalls selbst entwickelten Matrix-2000-GPDSPs. Die werden verwendet, weil Intel keine Xeon Phi mehr exportieren darf, also wurden im Auftrag von Chinas National University of Defense Technology die GPDSPs entworfen.

Weitere Änderungen in den Top 10 gibt es nicht: So ist der Schweizer Piz Daint noch immer der schnellste Supercomputer in Europa. Auf dem elften Platz steigt der Lassen des Lawrence Livermore National Laboratory mit 15 Petaflops ein, das Power9/GV100-System ist quasi ein kleinerer Sierra. Auf Rang 20 findet sich der Taiwania 2, ein taiwanischer Rechner mit 9 Petaflops, bestehend aus 18C-Xeon-Gold und Tesla-GV100-Beschleunigern. Das schnellste System mit AMD-Technik nach dem Titan ist eines von Sugon mit 4,3 Teraflops in China: Es nutzt Hygon Dhyana mit 32 Kernen, also lizenzierte Epyc-Chips. Generell sind viele Sugon-Systeme neu in den Top 500.

Autor des Artikels ist Marc Sauter.

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