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Multi-Cloud-Strategie: Deutsche Börse holt nach Microsoft auch Google an Bord

Bulle und Bär: Deutsche Börse in Frankfurt. (Foto: Deutsche Börse)

Die Deutsche Börse hat mit Google eine Cloud-Kooperation vereinbart. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen neue Finanzdienste vor allem im Bereich Datenschutz entwickelt werden.

Die Deutsche Börse arbeitet im Cloud-Bereich schon mit Microsoft zusammen. Jetzt holt sich das Unternehmen mit Google einen weiteren Anbieter an Bord. Die Deutsche Börse verfolge eine Multi-Cloud-Strategie, sagte Deutsche-Börse-Vorstand Christoph Böhm dem Handelsblatt (Paywall). Gemeinsam sollen neue Angebote für die Finanzmarktindustrie entwickelt werden. Dabei geht es laut Böhm vor allem um die Bereiche Datenschutz und Datensicherheit.

Börsen-Cloud: Google will Finanzsektor besser verstehen

Google wolle sich im Rahmen der Kooperation nicht zuletzt im Bereich Banken und Versicherung positionieren, so Google-Managerin Annette Maier. Der Google-Cloud-Chefin für die Region Deutschland, Österreich und der Schweiz zufolge will der Konzern die Kunden im Finanzsektor besser verstehen, um die passenden Lösungen entwickeln zu können.

Darüber hinaus verleiht dem im Cloud-Bereich hinter den großen Konkurrenten Amazon und Microsoft hinterhinkenden Unternehmen eine Kooperation mit dem namhaften Börsenbetreiber natürlich auch ein gewisses Prestige. Während Amazon mit 48 Prozent den weltweiten Cloud-Markt dominiert, kommt Google auf gerade vier Prozent Anteil an dem Markt.

Für die Deutsche Börse ist die Zusammenarbeit laut Böhm sowohl eine Frage der Risikostreuung als auch der Ergänzung spezieller Angebote. Während Microsoft bei der E-Mail- oder Office-Integration in der Cloud führend sei, habe Google Stärken beim maschinellen Lernen. Google-Technologien könnten etwa dazu eingesetzt werden, große Datenmengen zu analysieren – etwa zur Vorhersage oder Risikobewertung.

Deutsche Börse: Cloud mit Deutschland-Option

Mögliche Datenschutz- oder Sicherheitsbedenken wischen die beiden Cloud-Partner zur Seite. Google habe weder „Zugriff auf die von der Börse modifizierten Modelle noch auf deren Daten“, betonte Maier. Die Deutsche Börse wies auf die doppelte Verschlüsselung der in der Cloud gespeicherten Daten hin. Zudem könnten Kunden ihre Daten ausschließlich auf Servern in Deutschland oder Europa speichern lassen.

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