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Rupert Murdoch will Facebook für Qualitätsnachrichten zahlen lassen

Rubert Murdoch fordert: Facebook soll für Nachrichten zahlen. (Bild: dpa / Picture Alliance)

Facebook soll zukünftig für vertrauenswürdige Nachrichten zahlen, fordert der US-amerikanische Medienunternehmer Rupert Murdoch. Kann das funktionieren?

Vertrauenswürdige, hochwertige Nachrichten steigern den Wert und die Integrität von Facebook, doch für Verlage zahle sich das nicht aus. Daher solle Facebook eine Gebühr für die Verbreitung solcher Nachrichten zahlen, fordert Medienunternehmer Rupert Murdoch in einem Statement der News Corp. Wenn Facebook in seinem Newsfeed vertrauenswürdige Medien bevorzugen wolle, wie Mark Zuckerberg kürzlich ankündigte, solle Facebook Publishern eine Gebühr zahlen, ähnlich wie es US-amerikanische Kabel-TV-Anbieter bei Fernsehsendern tun. Eine solche Zahlung habe kaum einen Einfluss auf die Gewinne von Facebook, jedoch einen großen auf die Chancen von Verlegern und Journalisten.

Nachrichten gegen Gebühr – ist das realistisch?

Unabhängig von der Frage, ob Facebook hochwertigen Journalismus und vertrauenswürdige Medien tatsächlich durch finanzielle Ausgleiche fördern sollte, bleibt umstritten, ob das von Murdoch vorgeschlagene Modell umsetzbar ist.

Das US-amerikanische Modell der Carriage-Fees sieht vor, dass Kabelanbieter eine bestimmte Pro-Teilnehmer-Gebühr an Fernsehsender zahlen, um deren Programme übertragen zu dürfen. Je nach Popularität des Senders liegt die Gebühr bei unter einem bis über sechs US-Dollar. Während dieses Modell für Kabel-TV-Anbieter mit mehreren Millionen von Abonnenten in den USA sinnvoll sein mag, lässt es sich jedoch nicht auf Facebook übertragen. Facebooks Nutzer stammen aus unterschiedlichen Ländern mit verschiedenen Gerichtsbarkeiten – sie zahlen nicht für die Nutzung von Facebook und können auch nur eingeschränkt darüber entscheiden, was sie zu sehen bekommen und was nicht.

Selbst wenn sich ein Modell entwickeln lässt, nachdem Facebook Nachrichtenseiten für die Bereitstellung von Nachrichten entlohnt, bleibt fraglich, wie sich das auf von Nutzern selbst geteilte Links anwenden ließe.

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