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Da ist Musik drin: Google setzt auf Programmatic Ads mit Audio-Inhalten

(Foto: Shutterstock)

Google führt Audio-Werbung über seinen Doubleclick-Bid-Manager ein. Werber können damit ihre Zielgruppen auch mit Audio-Anzeigen für Musikdienste und Podcasts erreichen. Kommt jetzt der Audio-Boom?

Audio ist das neue Video und Podcasts entwickeln sich immer mehr zum Massenmedium. Laut einer Statista-Umfrage bietet Audio als Massenmedium Marken ein enormes Potenzial, um ein großes Publikum zu erreichen. Statista schätzt, dass im Jahr 2018 1,2 Milliarden Menschen weltweit Musikstreaming-Dienste nutzen werden. Offenbar Grund genug für Google, seinen Werbekunden via Doubleclick jetzt auch Programmatic Advertising mit Audio-Content anzubieten.

Programmatic Advertising, also automatisierte Werbung, lässt sich dadurch jetzt auch mit Audio-Anzeigen betreiben. Werbetreibende können dazu auf das Anzeigeninventar von Google-Play-Music, Spotify, Soundcloud und Tune-In zugreifen, Pandora soll in Kürze dazukommen. Für den Anfang sollen 15- und 30-Sekünder angeboten werden – weitere Werbeformate werden aber sicherlich folgen, insbesondere wenn die Werber dies einfordern.

Spotify vermarktet auch sein Audio-Inventar selbst

Bemerkenswert ist dieser Schritt insbesondere im Zusammenhang mit Diensten wie Spotify, da diese ja auch ein eigenes Werbegeschäft betreiben und ihr Inventar selbst vermarkten. Immerhin, so erklärt Google, lässt sich die Ausspielung dank Programmatic vollautomatisch regeln. Ob es für Werbetreibende interessanter und preislich attraktiver ist, über Spotify direkt oder eben per Doubleclick zu werben, wird sich noch zeigen müssen.

Offenbar geht Google davon aus, dass die Agenturen und Unternehmen inzwischen ausreichend Werbemittel auch als Audio-Content zur Verfügung haben – ein Problem, das insbesondere außerhalb der englischsprachigen Märkte anfangs noch bestehen dürfte. Denn ähnlich wie vor etlichen Jahren, als der Markt für Videowerbung auf ungefähr demselben Stand war, können die Mediaplaner zwar günstig auf entsprechende Werbung setzen (und erzielen in einigen Fällen damit auch meist beachtliche Wirkung), aber gerade im deutschen Markt fehlt noch die passende Werbung.

Audio-Werbung: Befeuert das den Podcast-Boom?

Dennoch: ein Schritt in die richtige Richtung, mehr in Hinblick auf Streaming-Dienste von Spotify bis Tune-In als auf Podcasts bezogen. Denn Letztere sind schon lange „das nächste große Ding“ – alleine die angekündigte Podcast-Revolution ist (noch) nicht so eingetreten, wie sich das die Befürworter wünschen. Für die Podcast-Szene könnte dieser Schritt also auch einen echten Schub bringen – hin zu Finanzierungsmodellen, die die entsprechenden Programme finanzierbar machen. Einige weitere Details zu den Beweggründen verrät Claude Homawoo, Product Manager, Doubleclick, auf dem Doubleclick-Advertiser-Blog.

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3 Kommentare
joerg.gastmann
joerg.gastmann

Mal nachdenken. Nutzer sind genervt von Werbung. Also weichen sie aus. Bei Radio schalten sie meist um. Hören sie per Kopfhörer. drücken sie wahrscheinlich die Mute Taste. Irgendwann realisieren die Auftraggeber, dass sich ihre Investition nicht rechnet. Und dann dürfte dwr Erfolg bescheiden sein. Nur diejenigen Werbeformen haben eine Zukunft, denen es gelingt, zu unterhalten oder interessant zu informieren, statt zu nerven.

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zitrone
zitrone

Danke für diesen Artikel! Das ist sehr informativ. Ich bin musiksüchtig und benutze Youtube um schöne Lieder zu hören.

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amarena
amarena

Hallo,
ich höre auch Musik auf Youtube. Ich kann das online machen. Aber wenn ich bestimmte Lieder offline hören möchte, lade ich sie mit Hilfe von http://www.flvto.biz/de/ herunter. Dieser Konverter ist sehr praktisch und einfach.

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