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Kommentar

N26: Warum ein Startup die ganze Fintech-Szene voranbringen könnte

(Foto: The Hundert)

N26, vormals Number26, hat eine Banklizenz erhalten. Das ist nicht nur gut für das Fintech-Startup selbst, sondern könnte sich positiv auf die ganze Szene auswirken.

Das Fintech-Startup Number26 bietet ein Girokonto fürs Smartphone an. (Foto: Number26)
Plötzlich mehr als nur eine App: Das Startup N26, vormals Number26, ist nun offiziell eine Bank. (Foto: Number26)

N26 bringt die Disruption in Bewegung

Bisher galten Fintech-Startups als hübsches Anhängsel der Bankenszene. Zwar boten sie oft günstigere Konditionen, sahen besser aus und ließen sich einfacher nutzen als die Finanzfirmen in Frankfurt, London und New York. Doch sie mussten auch immer mit einem der alteingesessenen Geldinstitute kooperieren, um überhaupt ein Konto oder eine Dienstleistung anbieten zu können.

Nun darf sich erstmals ein Fintech in Deutschland als Bank bezeichnen, das in direkter Konkurrenz zu ihnen steht: Number26, seit heute nur noch N26, hat es geschafft, eine Vollbanklizenz der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zu erhalten. Das klingt erst einmal unspektakulär, macht aber aus dem Anhängsel ein vollwertiges Mitglied der Finanzgesellschaft – und Fintechs damit zur ernsthaften Konkurrenz für die Banken.

Die Entscheidung der EZB bedeutet eine Zeitenwende: Die Zentralbank erkennt damit an, dass ein Fintech dieselben Voraussetzungen mitbringt wie die Deutsche Bank, die Commerzbank oder die Sparkassen. Diese Gleichstellung dürfte nicht nur das Image von N26, sondern auch der ganzen Fintech-Szene massiv aufwerten.

Kritiker warfen den Fintechs bislang häufig vor, keine Disruption voranzutreiben, sondern sich lediglich einzelne Handelsfelder etablierter Banken herauszupicken und diese günstiger oder in schönerem Design anzubieten. Mancherorts wurde behauptet, vielen Fintechs ginge es nur darum, von einer Bank aufgekauft zu werden – und dieser Eindruck schien sich in manchen Fällen auch zu bestätigen.

Nun darf sich ein erstes Startup als Bank bezeichnen. Das bedeutet für N26 eine neue Unabhängigkeit. Bisher brauchte das von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründete Unternehmen eine Bank als Partner, um überhaupt existieren zu können. N26-Kunden schlossen daher bislang eigentlich einen Vertrag mit Wirecard ab. Das Startup selbst bot nur die nutzerfreundliche Oberfläche. Jetzt kann N26 endlich selbst Verträge abschließen.

 Banken, nehmt euch in Acht.

Andere Startups dürfte das motivieren, sich für eine Banklizenz zu bewerben und sich so von den etablierten Spielern zu lösen. Auch wenn nicht jedes Fintech eine Banklizenz erhalten wird – die Auflagen dafür sind nach wie vor hoch, der Aufwand groß –, so zeichnet sich doch ab, dass die Disruption langsam in Bewegung kommt. Banken, nehmt euch in Acht. Jetzt erst recht.

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10 Reaktionen
Mertens

Das fraktionale Geldsystem widerspricht der Ordnung einer Bürgergesellschaft. Heute wird die Masse des umlaufenden Geldes noch von Privatbanken erzeugt, morgen sind es Bitcoins, N26 & Co. Internationale Konzerne eignen sich die Vorteile der Erzeugung von Geld als öffentlichem Medium an, ohne für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zuständig zu sein.

Effizient wäre ein Geldsystem, bei der die Wirtschaft und die Bürger mit Geld versorgt werden, ohne Schulden erhöhen zu müssen. Das aber leistet das jetzige Geldsystem eben nicht. Geld verschwindet, weil laufend Zinsen an das Bankensystem zu zahlen sind. Diese ständigen Abflüsse müssen aber durch neues, derzeit ausschließlich durch Kredite in die Welt gesetztes Geld kompensiert werden.
Um Ordnung ins System zu bringen, sollte das fraktionale Geldsystem in ein einheitliches, d.h. in ein Vollgeldsystem überführt werden.

CarstenPascal

Nie wieder N26, lässt die Finger davon. Habe per MoneyBeam je eine Überweisung am 29.4.2016 und am 14.7.2016 an einem Freund Geld gesendet, auch bei N26 Kunde. Mir wurde der Betrag abgezogen und dem Freund gebucht, aber mit dem Punkt bei den Buchungen in der APP, Geld steht in 1-2 Tage zur Verfügung. Bis heute und das nach 3 Monate der einen Buchung vom 29.4.2016 und jetzt der neuen Buchung vom 14.7.2016, ist dieser Punkt weiterhin bei beiden Buchungen auf seiner APP und er kann NICHT über das Geld Verfügen. ( Sondern nur über den Betrag den er vorher als Guthaben hatte ) Mir wurden die Buchungen aber belastet und abgezogen vom Kontostand. Statt Ihm das Geld gut zu buchen oder die 2 Buchungen bei Ihm Rückgängig zu machen und meinem Konto wieder Gutzuschreiben, wird nicht´s Unternommen SEIT WOCHEN von Number26. So dass ich die Buchung als Minus bis heute auf meinem Konto habe und der Freund bis Heute nicht die Gutschrift, sondern nur die Buchung sieht in der APP und WEB das es in 1-2 Tage zur Verfügung steht. Er kann aber bis heute über den Betrag nicht verfügen. Die Hotliner im Chat sind unfähig, dumm und können nicht RECHNEN. Verstehen das Problem nicht. Und das für eine Bank die nun eine Lizenz hat. Das ist Lachhaft !

---- Update ! --- Vorsicht !!! Chat Hotliner der N26 Number26 ändern einfach den Kontostand per Hand und blasten es einfach erneut !!! Der Empfänger hat das Geld per MoneyBeam immer noch nicht ( wurde meinem Konto aber belastet ) und an meinem Konto fummeln jetzt die Support Hotliner einfach rum und ändern mal ebend per Hand einfach meinen Kontostand und belasten mir nochmals den MoneyBeam Betrag an den Freund, der das Geld IMMER NOCH NICHT erhalten hat !!! --- Somit wurde mein Konto nun 2x belastet und Empfänger bekommt das Geld nicht !!!! Tolle Bank, die einfach per Hand Kontostände ändert und somit Buchungen manipuliert. Seit 3 Monaten wird nichts von der Number26 N26 unternommen. Ein Konto dort zu besitzen, bereitet nur ärger, geld ist weg und Hotline / Support interessiert das alles nicht. Keine Antworten auf Mails etc. Über VIELE andere Probleme kann man von diesem Unternehmen überall im Internet sehr sehr viel lesen und alle bekommen keine Antwort vom Support. Also passt auf euer Geld lieber auf.

Jendrik

Liebe Redaktion,

Sicherlich; ich bin seit über einem Jahr Kunde von n26 und bin auch zufrieden (außer die app), finde toll was die Jungs und Mädels da leisten ABER

... zu behaupten ihr würde eine Erneuerung der Branche stattfinden halte ich für eine Glorifizierung. Auch n26 wird nach den selben Regeln spielen wie die großen und solange sich in der Anreizstruktur und bei den Kunden nichts verändert werden wir weiter Lämmer auf der Schlachtbank des Kapitals sein.

Wen es interessiert, auf Youtube gibt es ein nettes Video zum Thema Anreizstrukturen bei Bankern: https://youtu.be/9QxNUaFu2rkp

Lisa Hegemann

Lieber Jendrik,

danke für deinen Kommentar!

Der Text spiegelt ja auch nur eine Meinung wieder – deswegen ist es ja ein Kommentar. Ich bin jedenfalls gespannt, in welche Richtung sich die Fintech-Szene weiterentwickelt – und wer von uns am Ende recht behält. ;)

Beste Grüße aus der t3n-Redaktion
Lisa

Lisa Hegemann

Lieber Peter,

Fidor ist kein Startup mehr, das Unternehmen wurde bereits 2003 gegründet. Und Bergfürst bietet Crowdfunding an, deswegen auch die explizite Spezifierung "das in direkter Konkurrenz zu [Banken] steht".

Lieber Peter, vielleicht recherchierst du selbst auch, bevor du trollst.

Beste Grüße aus der t3n-Redaktion
Lisa

Peter

Oje ist das schlecht recherchiert.

Fidor kann man getrost als Fintech bezeichnen. Die haben ihre Banklizenz seit einigen Jahren. Bergfürst ist ebenso definitiv ein Fintech und hat seine Banklizenz bereits wieder zurückgegeben.

Liebes Team von t3n, haltet Euch lieber von Themen fern, in denen Ihr euch nicht auskennt.

Lisa Hegemann

Lieber Peter,

Fidor ist kein Startup mehr, das Unternehmen wurde bereits 2003 gegründet. Und Bergfürst bietet Crowdfunding an, deswegen auch die explizite Spezifierung "das in direkter Konkurrenz zu [Banken] steht".

Lieber Peter, vielleicht recherchierst du selbst auch, bevor du trollst.

Beste Grüße aus der t3n-Redaktion
Lisa

Stefan

Trotzdem wäre ich mit dem "ein erstes Startup" etwas vorsichtiger. Zum einen meint ihr bestimmt den deutschen Markt. Aber auch hier gibt es bereits Beispiele, z.B. die SolarisBank. Definitiv ein Startup und hat die Banklizenz schon seit mehr als einem viertel Jahr. Das Geschäftsmodell ist anders als bei N26 - aber der Satz "Nun darf sich ein erstes Startup als Bank bezeichnen" ist einfach wirklich unglücklich.

Peter

Liebe Lisa,

offensichtlich hast du eine sehr spezielle Definition davon, was ein Fintech ist und was ein Start-up ist, nach der aber 90% der Unternehmen, die in diesem Bereich aktiv sind und angetreten sind Banking neu zu denken, herausfallen. Wenn du meinst, das bringt den Lesern einen Mehrwert. Meinetwegen.

Dann schreib bitte wenigstens das Wort "Start-up" richtig, eben mit Bindestrich.

Ich vertroll mich jetzt.

Peter

Lisa Hegemann

Hallo Stefan,

hm, kann man so sehen. Ich dachte, es würde klarer durch den Halbsatz "das in direkter Konkurrenz zu [Banken] steht", aber möglicherweise ist das dann doch zu kurz gefasst oder nicht eindeutig genug.

Beste Grüße
Lisa

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