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N26 knackt die Millionenmarke – und will in den USA durchstarten

N26 bietet ein Smartphone-Konto mit Kreditkarte an. (Foto: N26)

Die Digitalbank N26 hat allein in den letzten 9 Monaten ihre Kundenzahl verdoppelt. Und im Laufe das Jahres plant das selbstbewusste Fintech-Unternehmen den Sprung in die USA.

Das Berliner Vorzeige-Fintech N26 macht vieles richtig: Eine Million Kunden nutzen inzwischen die Mobile-First-Digitalbank – und zwar offenbar nicht mehr nur zur billigen Geldbeschaffung wie in der Anfangszeit. Eine Milliarde Euro monatliches Transaktionsvolumen vermeldet das Bankhaus, was auf eine hohe Kundenaktivität hindeutet. Täglich kommen, so rechnet das Unternehmen vor, rund 2.500 neue Kunden hinzu – welche Bank kann das in der heutigen Zeit schon von sich sagen.

N26 will erst mittelfristig an die Börse

Dass das erst der Anfang einer großen Erfolgsgeschichte ist, zeigt das Selbstverständnis von Gründer und CEO Valentin Stalf: „Wir haben die erste mobile Bank geschaffen, die Kunden lieben. Mit N26 können Kunden Zeit und Millionen von Euro an versteckten Kosten sparen“, trägt der Gründer relativ dick auf. Bis Ende 2020 wolle man fünf Millionen Kunden bedienen – wer die Zuwachsraten der letzten Monate sieht, traut es den Berlinern zu. Dabei gibt sich Stalf gar nicht der Illusion hin, dass N26 die einzige digitale Bank dieser neuen Art bleiben wird, der es gelingt, bei den Kunden erfolgreich zu sein. „Ich glaub auch nicht, dass es auf dem Markt nur Platz für eine neue Bank gibt. Ich glaube, dass es da in Zukunft mehrere Player geben wird“, erklärt der Gründer im Interview.

Diese Ausganglage könnte ihm bei seinem nächsten Schritt zugutekommen: Schon in diesem Herbst will N26 den Sprung in die USA wagen.  Ob das Unternehmen allerdings zeitnah den Börsengang plant, ist unklar. Wie Valentin Stalf vor einigen Wochen gegenüber dem Handelsblatt erklärte, stehe aber immerhin die diesbzügliche Roadmap und man wisse ganz genau, was man erreichen müsse, um dorthinzukommen. Denn auch ohne Börsengang zählt N26 zu den Vorzeige-Fintechs, die sicherlich das eine oder andere Angebot in der Schublade liegen haben und zuletzt immerhin umgerechnet 130 Millonen Euro von Tencent und der Allianz als Investment erhielten. Alles in allem hat N26 bisher runde 180 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem von Facebook-Investor und Paypal-Gründer Peter Thiel, was in der Branche einem Ritterschlag gleichkommt.

Unterstützt durch die Series-C-Finanzierung liegt der Fokus von N26 aktuell stark auf der Produktentwicklung, dem Unternehmenswachstum und der internationalen Expansion nach Großbritannien und in die USA. Derzeit arbeitet N26 an neuen Funktionen, die das Unternehmen im Juni bekanntgeben will. In den nächsten Wochen sollen auch weitere Interessenten für das Premium-Tarifmodell Metal freigeschaltet werden.

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