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Nach Assange-Festnahme: 40 Millionen Cyberangriffe auf Ecuador

Julian Assange (Foto: dpa)

Nach der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Londoner Botschaft von Ecuador soll das südamerikanische Land Ziel von 40 Millionen Cyberangriffen geworden sein.

Fast sieben Jahre, nachdem Julian Assange in der Botschaft Ecuadors in London Zuflucht vor der ihm drohenden Strafverfolgung gesucht hatte, wurde der Wikileaks-Gründer am vergangenen Donnerstag von der Polizei der britischen Hauptstadt dort festgenommen. Zuvor hatte Ecuador das Assange gewährte politische Asyl aufgehoben. Ecuadors Staatschef Lenin Moreno erklärte dazu via Twitter, Assange habe sich nicht an die Absprachen gehalten, an die das Asyl geknüpft gewesen sei, wie Heise Online berichtet. Ecuador sieht sich jetzt mit Cyberangriffen konfrontiert.

Ecuador: Cyberattacken von Assange-Fans?

Nach Angaben der ecuadorianischen Regierung sollen vor allem Websites öffentlicher Institutionen betroffen sein, etwa des Außenministeriums, der Zentralbank sowie von Universitäten. Insgesamt 40 Millionen Attacken seien seit Ende vergangener Woche gezählt worden, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Die Cyberangriffe sollen unter anderem aus Deutschland, den USA, Brasilien, den Niederlanden, Rumänien und aus Ecuador selbst gekommen sein. Informationen sollen laut dem Vizeminister für Informationstechnologie und Kommunikation, Patricio Real, nicht entwendet worden sein.

An Assange und seiner Enthüllungsplattform Wikileaks scheiden sich die Geister. Während Unterstützer in ihm einen Aufklärer sehen, wird Assange von vielen Seiten kritisiert. Insbesondere die von ihm beschworene Unabhängigkeit des Portals steht in Frage. Leaks belegen, dass Assange sich im Wahlkampf auf die Seite der US-Republikaner geschlagen hat. Durch die Veröffentlichung von E-Mails der demokratischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton soll Assange die Agenda der republikanischen Partei unterstützt haben. Zudem soll er den Anhängern auch noch Tipps gegeben haben, wie sie die demokratischen Kontrahenten trollen können, wie aus Chatprotokollen hervorgeht.

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2 Kommentare
Sascha
Sascha

Dass solche Leute an Amerika ausgeliefert werden, ist eine Schande. Genau wie, dass Edward Snowden kein Asyl in Deutschland bekommt oder einen Orden für seine Aufklärung erhält. Was diese Leute aufgeklärt haben, mag in Amerika Landesverrat sein, es ist für den Rest der Welt aber sehr wichtig und aufschlussreich gewesen. Wie kann ein Land wie Deutschland da nicht helfen? Wir helfen doch allen, von Asylanten bis Flüchtlingen, aber für solche Menschen, die ihr „Leben“ quasi dafür geopfert haben, uns aufzuklären, haben wir nichts übrig.

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dennis
dennis

@Sascha: Das ist einfach Feigheit von Deutschland.

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