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Nach dem Hype – was SAP jetzt noch mit der Blockchain vorhat

Der Software-Riese SAP macht jetzt in Blockchain. Aber können die geschlossenen Systeme für Unternehmen halten, was die öffentlichen Blockchains wie Bitcoin und Ethereum versprechen? (Foto: dpa)

Trotz der Kryptowährungskurse will der Software-Riese SAP jetzt richtig dezentral durchstarten und den Großkonzernen dieser Welt Blockchain-Lösungen anbieten. Im Podcast fragen wir Torsten Zube, den Blockchain-Chef von SAP, wie er sich das vorstellt. Und natürlich, ob er noch irgendwo Krypto-Kohle rumliegen hat.

Wenn man sich mit dem Blockchain-Chef von SAP auf seiner Blockchain-Konferenz trifft, wundert man sich vielleicht erstmal über die Konferenz an sich: Statt junger Entwickler sind hier eher ältere Herren unterwegs. Statt Pullover mit Ethereum-Print oder Lambo-Witzen, sieht man eher randlose Brillen, schütteres Haar, Anzüge und Rollkoffer. Visitenkarten werden bei Kaffee und Kuchen über die weißen Tischdecken der vornehmen Konferenzhalle am Berliner Gendarmenmarkt gereicht.

Auch das Programm könnte mehr ‚corporate‘ nicht sein: Leute von der Telekom und natürlich SAP wechseln sich ab mit Leuten von Siemens, Bayer, Beiersdorf, Kellog’s und einem Herrn von einer Unternehmensberatung, der gerne IT-Konzerne zum Thema Steuern berät.

Auch wenn die Preise für Krypto-Währungen im Keller sind – Blockchain ist jetzt Big Business. Was die Aktiengesellschaften lockt, ist das Versprechen von Effizienz. Mittlerweile ist auch in der Welt der Aktiengesellschaften angekommen, dass die meisten Blockchain-Technologien vor allem eine Art Datenbank bieten – nur eben eine potenziell sehr leistungsfähige. Man könnte damit Lieferketten optimieren, Versicherungen optimieren, alles mögliche optimieren. Und Optimieren ist immer gut.

Die Frage ist nur: Funktioniert die große Vision der Dezentralisierung auch, wenn man sie klein, corporate und nur ein bisschen dezentral aufzieht? Das wollten wir von Torsten Zube wissen, der mit SAP jetzt für DAX-Konzerne Blockchain-Lösungen bastelt.

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2 Kommentare
der Mu3ller
der Mu3ller

In der Online-Krypto World könnte man meinen es dreht sich tatsächich nur um MEMES und Lambo-Witze. Das mag zum Teil auch so stimmen. Trotzdem sind mittlerweile jede Menge Firmen an einer wirklichen Arbeit interessiert und erarbeiten hier auch tolle use-cases. Bei Unibright auf der Seite sind als zum Beispiel einige Use-Cases aufgeführt.Denn eines ist auch klar, Blockchain ist nicht die Lösung für Alles! Aber ich bin sehr gespannt was die Zukunft bringen wird.

Antworten
Ray Neiheiser
Ray Neiheiser

Bitte im Artikel korrigieren:

„Mittlerweile ist auch in der Welt der Aktiengesellschaften angekommen, dass die meisten Blockchain-Technologien vor allem eine Art Datenbank bieten – nur eben eine potenziell sehr leistungsfähige.“

Blockchain is nie schneller als irgendeine Zentrale Datenbank. Egal wie viele Server es sind (Mehr Server heisst da oft sogar weniger Performance fuer Schreibevorgaenge vorallem).

Was Blockchain bietet ist Fehlertoleranz und das vor allem fuer sogenannte „Byzantine Fehler“. Das heisst das die Datenbank auch nach schwerwiegenden Fehlern noch die richtigen Daten hat und auch immer noch laeuft.
Das ist etwas was ihnen zwecks Performance keine andere Datenbank liefert.

Es allerdings so anzubieten als wuerde die Blockchain irgendein Performance Wunderwerk abliefern ist da schon sehr weit von der Realitaet entfernt.

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