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Nachrichten bei Whatsapp lassen sich manipulieren

(Foto: Nadir Keklik / Shutterstock.com)

Sicherheitsforschern ist es über einen Man-in-the-Middle-Angriff gelungen, Whatsapp-Nachrichten zu manipulieren. Die Lücke scheint irreparabel, der Aufwand für die Angreifer ist aber groß.

Vor wenigen Wochen hatte Whatsapp eine neue Funktion eingeführt, mit der weitergeleitete Nachrichten in dem Messenger gekennzeichnet werden. Damit sollen Nutzer sich in Gruppenchats leichter zurechtfinden und Fehlinformationen frühzeitig erkennen können. Jetzt haben Sicherheitsforscher von Check Point einen neuen Weg gefunden, um Whatsapp-Nutzer – vor allem in Gruppenchats – zu verwirren. Ihnen ist es über einen Man-in-the-Middle-Angriff gelungen, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auszutricksen und Nachrichten zu manipulieren.

Manipulierte Whatsapp-Nachricht
Manipulierte Whatsapp-Nachricht in einem Gruppenchat. (Bild: Check Point)

Während die Forscher die von ihnen gefundene Schwachstelle als von „höchster Wichtigkeit“ einstufen, wie Spiegel Online berichtet, sieht Whatsapp keinen akuten Handlungsbedarf. Die Lücke sei nicht reparabel, heißt es bei Heise Online. Allerdings sind für einen erfolgreichen Angriff mehrere Voraussetzungen nötig. Die wichtigste ist, dass das potenzielle Opfer sein Smartphone (betroffen scheint nur die Android-Version der App) per QR-Code mit dem Webbrowser koppelt. Offenbar nur dann lassen sich Nachrichten manipulieren.

Manipulierte Nachrichten in Whatsapp: Sicherheitsforscher finden Lücke

Den Check-Point-Sicherheitsexperten ist es jedenfalls gelungen, Whatsapp-Nachrichten in Gruppenchats falsch zu zitieren und Chat-Mitgliedern Nachrichten im Namen des Smartphone-Besitzers zu schicken. Das klingt erst einmal nicht sonderlich bedrohlich und dürfte nicht viel mehr als Verwirrung stiften. Zumal sich die manipulierten Nachrichten in kleineren Gruppen schnell entlarven lassen. In größeren Gruppen, in denen zudem in aufgeheizter Stimmung diskutiert wird, könnten solche falschen Nachrichten schnell das Fass zum Überlaufen bringen und zu realer Gewalt führen.

Whatsapp hat gegenüber der New York Times erklärt, dass die Firma keinen Zusammenhang mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sieht. Mitarbeiter müssten jedes einzelne Zitat überprüfen, um solche Manipulationsversuche zu verhindern. Das könne Whatsapp nicht leisten. Darüber hinaus wäre laut Whatsapp die Privatsphäre der Nutzer gefährdet, sollte das Unternehmen eine umfangreiche Prüfung vornehmen. Wer solche Angriffe ausschließen will, sollte, wenn möglich, auf die Nutzung des Web-Clients verzichten. Oder diesen zumindest nur in vertrauenswürdigen Netzwerken verwenden.

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