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Namshi: Rocket Internet verkauft Mehrheit an Zalando-Klon für den Nahen Osten

Rocket Internet holt arabischen Einzelhändler Emaar Malls bei Namshi mit ins Boot. (Foto: Rocket Internet)

Das Fashion-Startup Namshi dürfte hierzulande den wenigsten bekannt sein. Doch der Modehändler ist im arabischen Raum sehr erfolgreich und bringt Rocket Internet jetzt einen ordentlichen Ertrag.

Die Global Fashion Group, an der Rocket Internet beteiligt ist, hat Teile am arabischen Mode-Startup Namshi verkauft. 151 Millionen US-Dollar (umgerechnet 135 Millionen Euro) zahlt das arabische Einzelhandelsunternehmen Emaar Malls für 51 Prozent des im Nahen Osten aktiven Onlinehändlers. Die Global Fashion Group, an der Rocket Internet seinerseits 20 Prozent hält, behält die restlichen 49 Prozent der Anteile, wie das Unternehmen mitteilte. Die Partnerschaft solle Namshis Wachstum weiter unterstützen und dazu beitragen, die Marktführerschaft im Online-Modehandel im Nahen Osten weiter auszubauen, teilte das Unternehmen mit.

Namshi: Zalando-Klon steht „für ausgeprägte Selbstbestimmtheit“

Namshi betreibt seit 2012 E-Commerce im Modebereich und beschäftigte Ende vergangenen Jahres 330 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in den arabischen Märkten Bahrein, Kuwait, Oman, Katar sowie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterwegs und „hat sich zu einer Marke entwickelt, die für ausgeprägte Selbstbestimmtheit steht und seine Mode liebenden Kunden dazu ermutigt, mit ihrem Stil zu experimentieren“, heißt es im Geschäftsbericht der Rocket-Internet-Gruppe. Bemerkenswert auch: Der Mobile-Anteil am Umsatz macht bereits über 80 Prozent aus. Mit 26,3 Prozent Wachstum in den Umsatzerlösen, 33,3 Prozent mehr Transaktionen und 52,9 Prozent Marge im Bruttoergebnis stand das Unternehmen im vergangenen Jahr auch gut da, was wohl mit ein Grund sein dürfte, dass die Global Fashion Group jetzt einen guten Schnitt machen kann.

Der Teilverkauf des Unternehmens dürfte Rocket Internet und der Global Fashion Group gelegen kommen. Die Zahlen der Global Fashion Group sind nämlich aktuell weniger überzeugend: Einen Verlust von 33,2 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fuhr das Unternehmen laut Handelsblatt alleine im ersten Quartal 2017 ein. 46,5 Mio. Euro fehlten im vergangenen Jahr.

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