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Nasa bläst Testflug des Boeing Starliner zur ISS kurz vor Start erneut ab

Die Boeing Starliner auf der Spitze der Trägerrakete Atlas V am Dienstagabend. (Foto: Nasa)
Lesezeit: 1 Min.
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Boeings Starliner-Kapsel wird auch im zweiten Versuch nicht zur Internationalen Raumstation (ISS) aufbrechen. Die Kapsel hatte kurz vor dem Start „unerwartete Ventilstellungen“ im Antriebssystem gezeigt.

Der Start der Boeing-Starliner-Kapsel auf der Atlas-V-Rakete der United Launch Alliance am Dienstagabend sollte ab 18:30 Uhr MESZ live gestreamt werden. Auch das Andockmanöver an die ISS war für den Livestream vorgesehen.

Unerwartete Ventilstellungsanzeige: Nasa entscheidet sich zum Abbruch

Daraus wird erneut nichts. Schon am Freitag war der Testflug wegen der Andockprobleme des russischen Nauka-Moduls verschoben worden. Damit wartet die Boeing Starliner auf dem Cape Canaveral Space Center im US-Bundesstaat Florida immer noch auf ihren ersten erfolgreichen Andockvorgang. Beim ersten Testflug im Dezember 2019 hatte der Antrieb der Kapsel nach dem Abkoppeln von der Atlas V versagt. Die Kapsel konnte die ISS nicht erreichen, kehrte aber unversehrt zur Erde zurück.

Nun hat sich die Nasa unmittelbar vor dem geplanten Startversuch erneut entschieden, die Vorbereitungen abzubrechen und den Testflug zur ISS nicht durchzuführen. Als Grund gibt die Weltraumbehörde unerwartete Ventilstellungsanzeigen im Antriebssystem der Kapsel an. Die sollen schon am Montag bei einer erneuten Überprüfung der Kapsel nach einem heftigen Gewitter aufgefallen sein. Warum sich die Nasa mit der Abbruchentscheidung einen weiteren Tag Zeit gelassen hat, ist unklar.

Nächster möglicher Start: Mittwochmittag

Dabei gehen die Verantwortlichen offenbar von einem weniger schweren Problem aus, denn als Ausweichtermin hat die Behörde selbst bereits den morgigen Mittwoch ins Gespräch gebracht. Danach könnte die Atlas V mit der Starliner-Kapsel um 13:55 Uhr MESZ zur ISS aufbrechen. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen. Der Treibstoff der Rakete wird zunächst wieder abgepumpt, Daten müssen noch ausgewertet werden.

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Der Starliner ist Teil des „Commercial Crew Program“ der Nasa. An diesem Programm nimmt unter anderem auch SpaceX teil. Anders als Boeing hat SpaceX bereits mehrfach gezeigt, dass die eigene Crew-Dragon-Kapsel Astronauten im Regelbetrieb zur ISS und wieder zurück zur Erde bringen kann. Diesen Beweis bleibt Boeing bislang schuldig.

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