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Mega-Finanzierung: Naspers steckt 387 Millionen Euro in Delivery Hero

(Bild: Facebook/Delivery Hero)

Der Investor Naspers investiert 387 Millionen Euro in den Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero. Dessen Bewertung steigt auf 3,5 Milliarden Euro. Das Geld soll in die weitere Expansion fließen.

Naspers kauft sich bei Delivery Hero ein

Naspers, ein südafrikanischer Technologie- und Infrastruktur-Investor, hat 387 Millionen Euro in den Berliner Essens-Lieferdienst Delivery Hero investiert. Damit dürfte Naspers einen Anteil von rund zehn Prozent an Delivery Hero und dessen Tochtergesellschaften Lieferheld, Foodora sowie Pizza.de halten. Außerdem erhält der Investor einen Sitz im Aufsichtsrat von Delivery Hero. Die Bewertung der Essensbestell-Plattform ist laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung mit der Investition auf etwa 3,5 Milliarden Euro angestiegen.

Delivery-Hero-CEO Niclas Östbergs Firma ist nach der Naspers-Investition jetzt rund 3,5 Milliarden Euro wert. (Bild: Delivery Hero)

Das frische Kapital wird wohl vorrangig in die weitere Expansion des Startups fließen, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung zu der Investition heißt. „Das Kapital und Know-how von Naspers wird unsere Wachstumsdynamik unterstützen“, erklärte Delivery-Hero-CEO Niklas Östberg. Naspers-Chef Bob van Dijk ergänzte: „Wir glauben, dass ein Großteil der wachstumsstarken Märkte noch am Anfang steht und viele Chancen bietet“. Der Markt für Essensbestellungen und -lieferung sei groß und undurchdrungen, er wachse und habe Erfolgspotenzial.

Delivery Hero: Börsengang noch dieses Jahr?

Delivery Hero ist aktuell in rund 40 Ländern weltweit aktiv und hat etwa 5.000 Mitarbeiter. Beim Umsatz verzeichnete das Unternehmen 2016 heißer Kandidat für einen Börsengang noch in diesem Jahr. Allerdings wird über den Schritt schon seit Jahren spekuliert.

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Als treibende Kraft hinter einem möglichen Delivery-Hero-IPO gilt nicht zuletzt wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.

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2 Kommentare
Dirk_aus_Berlin
Dirk_aus_Berlin

Beeindruckende Zahlen! Bezogen auf den Umsatz von 2016 entspricht das rd. 33.200 € pro Mitarbeiter. Davon gehen also noch sämtliche (Personal-)Kosten und ggf. Steuern ab, sofern man die nicht geschickt vermeidet. Jeder Handwerksbetrieb hätte bei solchen Kennzahlen zu kämpfen. Aber in der Digitalwirtschaft genügt es ja, wenn irgendein Wahnsinniger hinterher die Aktien kauft. So unhippe Dinge wie „Gewinn nach Steuern“ oder nachhaltige Unternehmenswerte (Patente, Immobilien …) interessieren da nicht.

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thowe
thowe

… und früher gab es eine einfache Kennziffer: KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis). In der Old Economy galt (branchenübergreifend) ein KGV von über 20 als „überteuert“. Anders ausgedrückt. Ein KGV von 20 bedeutet, dass das investierte Kapital in 20 Jahren (über Gewinne) rückverdient wird.

Hier zahlt ein Investor auf € 1,00 Umsatz, €23 Investitionskapital. Bedeutet das Unternehmen benötigt 23 Jahre um den Umsatz (nicht Gewinn) zu erwirtschaften. Bei einer angenommen Umsatzrendite von 10% (die für ein Lieferservice ausgesprochen gut ist) dauert es nur 230 Jahre, bis das Geld zurück verdient wird (via Gewinn).

Ein lukratives Geschäft…?

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