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Nazi-Inhalte auf Spotify: Anbieter entfernt Playlists

Spotify hat ein Nazi-Problem. (Foto: Shutterstock).

Der Streaming-Anbieter Spotify entfernt Playlists, die Adolf Hitler verherrlichen, Holocaust-Opfer lächerlich machen und Hass-Symbole wie Hakenkreuze enthalten.

Nachdem die israelische Zeitung Times of Israel in einem Bericht auf antisemitische Inhalte auf Spotify aufmerksam gemacht hatte, will der Streaming-Dienst entsprechende Inhalte nun entfernen. Das bestätigte ein Spotify-Sprecher am Donnerstag.

Nutzergenerierte Playlists mit Nazi-Cover

Am Mittwoch hatte die Zeitung von Playlists mit Musiktiteln berichtet, die zur Tötung von Juden aufriefen, das Holocaust-Opfer Anne Frank und das Vernichtungslager Auschwitz verspotteten oder Hitler lobten. Dabei waren die Inhalte der Playlists nicht notwendigerweise antisemitisch. Die Kritik bezog sich in den meisten Fällen rein auf die Benennung und Beschreibung sowie die Bebilderung der Playlists. Hier können Spotify-Nutzer ihrer vermeintlichen Kreativität freien Lauf lassen.

Auch die Gedenkstätte Auschwitz kritisierte Spotify auf Twitter für das Hosten von Playlists mit Titeln, die Hitler lobpreisten, Holocaust-Opfer verhöhnten und inakzeptable Symbolik wie Hakenkreuze führten.

Spotify blockt antisemitische Musik, entfernt Playlists

Spotify hatte zunächst darauf verwiesen, dass sie auf die Beachtung des Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien setzen und dort entsprechend verzeichnete Künstler und Titel konsequent sperren würden. Zudem gelte ein generelles Verbot aller Nutzerinhalte, die beleidigend, schmähend, verleumderisch, pornografisch, bedrohlich oder obszön sind.

Der Times of Israel zufolge war ein Großteil dieser Inhalte bis Donnerstagabend entfernt worden. Allerdings seien die mehr als 110 einsehbaren Profile, die unter „Adolf Hitler“ registriert seien, noch online. Es sei unklar, ob diese Profile auch gesperrt würden, hieß es in dem Bericht. Mit Material der dpa

Passend dazu: Spotify soll mehr als eine halbe Milliarde Streams nicht abgerechnet haben

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Ein Kommentar
Dieter Petereit

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