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Nest Hub: Googles Smart-Speaker startet in Deutschland

Aus Google Home Hub wird Nest Hub: Die Smarthome-Zentrale kommt ab Ende Mai nach Deutschland. (Bild: Google)

Googles erstes eigenes Smartdisplay ist in Deutschland gestartet. Das Nest Hub kostet 129 Euro und will gegen Amazons Echo Show antreten – was nicht wirklich gelingt.

Ursprünglich als Google Home Hub im Oktober 2018 angekündigt, startet das Smartdisplay nach Umbenennung der Smarthome-Sparte Googles in Nest Home als Nest Hub in Deutschland.

Google Nest Hub: Google Assistant mit Display

Wie bei Amazons Echo Show (Test) dient das Display des Nest Hub mit seiner Diagonalen von sieben Zoll zur Visualisierung von Fragen und Aufgaben, die ihr dem Sprachassistenten gestellt habt. Googles Version arbeitet natürlich nicht mit Amazons Alexa, sondern mit dem hauseigenen Google Assistant, der auch in der restlichen Google-Home-Familie und den seit Anfang Mai in Deutschland angebotenen Smartdisplays von Lenovo seine Dienste verrichtet.

Dem Nest Hub und anderen Smartdisplays könnt ihr per Google-Assistant-Befehl jegliche Fragen und Aufgaben stellen, die der Assistent auf dem Smartphone oder dem Smartspeaker Google Home (Mini) unterstützt. So könnt ihr dem Speaker Wissensfragen stellen, eure Kalendereinträge ansagen und -zeigen lassen, Musik steuern sowie Youtube-Videos wiedergeben. Der Assistent ist auch ideal für die Küche: So lassen sich Anleitungen zum Schneiden von Ananas und mehr ansehen. Für Kochanleitungen steht etwa auch ein Skill von Chefkoch bereit. Zur Steuerung eures Smarthome könnt ihr das Smartdisplay auch nutzen.

Google Nest Hub. (Bild: Google)

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Nest Hub: Google Assistant noch nicht fertig für Displays

Über den Touchscreen könnt ihr zudem mit dem Smartspeaker interagieren und ihn steuern – der Funktionsumfang der Touch-Interaktion ist indes begrenzt. Ferner könnt ihr euch mit der Funktion Live Albums Fotos bestimmter Personen auf dem Hub anzeigen lassen – für diese wird ein neuer Ordner angelegt. Per Google Duo lassen sich außerdem Anrufe tätigen, jedoch ohne Video, denn eine Kamera ist absichtlich nicht verbaut. Google will, dass ihr den Speaker überall, auch im Schlafzimmer aufstellt.

Aus Google Home Hub wird Nest Hub. (Bild: Google)

Aus Google Home Hub wird Nest Hub. (Bild: Google)

Im Vergleich mit Amazon Echo und der Visualisierung von Alexa fühlt sich Googles Lösung leider noch etwas unfertig an. Die optische Umsetzung ist zwar hübsch, die Interaktion und Sprachsteuerung ist leider noch dürftig. Während man bei Alexa etwa per Sprache im Menü navigieren kann, ist das bei Googles Lösung nicht möglich. Ferner ist der Assistent beispielsweise nicht in der Lage, uns bei der Suche nach Musik oder Videos eine Vorauswahl anzuzeigen. Stattdessen startet bei dem Befehl „Suche nach Musik von XY“ ein beliebiges Stück des Künstlers – das kann der Echo Show besser. Positiv ist, dass sich Videos (auch Netflix) und Musik (beispielsweise Spotify) über Googles Cast-Protokoll und Spotify Connect per Smartphone auswählen und auf dem Speaker wiedergeben lassen. Wünschenswert wäre außerdem, dass der Assistent nicht jeden getätigten Befehl wiederholt und somit im Allgemeinen weniger gesprächig ist – es frisst nur Zeit und ist wenig zielführend.

Googles Nest Hub ist im Google Store und anderen Händlern ab sofort in den Farben Hellgrau (Kreide) und Schwarz (Carbon) zum Preis von 129 Euro erhältlich. Sofern ihr kein absoluter Google-Fan seid, aber einen Smartspeaker mit Display sucht, schaut euch besser den Echo Show an. Amazons Lösung ist – Stand jetzt – hinsichtlich der Sprachsteuerung durchdachter und weniger redselig.

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Ein Kommentar
holz3yy
holz3yy

Der Ansatz ist super. Aber: diese unfertige Google Smart-Display-Plattform kommt vom Funktionsumfang her meilenweit (noch) nicht an ein normales Android ran. Da bleibe ich bei meinem Orbsmart 700 Internetradio mit vollwertigen Android und allen Features…

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