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Nest: Googles vernetztes Haus startet in Deutschland

Indoor-Kamera von Nest. (Foto: PR)

Das Alphabet-Startup Nest bringt seine Home-Automatisierungs-Produkte nach Deutschland. Vor allem an Privatsphäre-Funktionen hat Nest dafür geschraubt.

„Viele Tausende Kunden nutzen uns bereits in Deutschland“

Nest, das vor rund drei Jahren von Google übernommene Smarthome-Unternehmen, kündigte am Montag den Start der eigenen Produkte in fünf weiteren europäischen Ländern an. „Unsere Produkte können ab sofort in Deutschland, Österreich, Italien und Spanien vorbestellt werden und werden ab Mitte Februar ausgeliefert“, sagte Nest-Mitgründer und Produktchef Matt Rogers t3n am Rande der Digitalkonferenz DLD in München. „Wir verdoppeln damit die Anzahl der Haushalte, für die wir in Europa verfügbar sind.“

Nest-Produktchef Matt Rogers. (Foto: PR)
Nest-Produktchef Matt Rogers. (Foto: PR)

In Deutschland sind der Rauchmelder Nest Protect, die Außenüberwachungskamera Nest Cam Outdoor und die Nest Cam Indoor für die Überwachung der eigenen Wohnung ab sofort online bestellbar. Das lernende Nest-Thermostat soll Mitte des Jahres folgen. Größter Konkurrent von Nest in Deutschland ist das Münchener Unternehmen Tado, das sich auf intelligente Thermostate spezialisiert hat.

„Fünfeinhalb Jahre nach der Gründung von Tado in Deutschland und Österreich kommt nun auch US-Mitbewerber Google Nest mit seinen Produkten auf den hiesigen Markt“, teilte ein Sprecher des deutschen Konkurrenten mit. „Wir begrüßen unsere Freunde von der anderen Atlantikseite äußerst herzlich. Nest hat es über die letzten Jahre in den USA geschafft, das Konzept intelligent beheizter Wohnungen und Häuser aus der Wiege zu heben. Millionen Amerikaner nutzen seither smarte Thermostate um Heizkosten zu sparen, Rauchmelder oder Kameras.“ Der europäische Markt sei noch nicht soweit. „Wir freuen uns daher sehr darüber die Verbraucher von nun an gemeinsam über die Vorteile smarter Heizungssteuerungen aufzuklären.“

Nest wird es bei Conrad und Mediamarkt geben

Die beiden Nest-Kameras sollen je 199 Euro kosten, der Rauch- und Kohlenmonoxidmelder 119 Euro und das Thermostat 249 Euro. „Viele Tausende Kunden nutzen uns bereits in Deutschland, weil sie unsere Produkte beispielsweise in Großbritannien gekauft haben“, sagte Rogers. Als Vertriebspartner konnte Nest unter anderem die Elektronikkette Conrad, Amazon, Mediamarkt, Cyberport und die Direktversicherung Cosmosdirekt gewinnen, über die die Produkte vergünstigt im Paket mit Versicherungen erhältlich sein werden.

Nest-Rauchmelder Nest Protect. (Foto: PR)
Nest-Rauchmelder Nest Protect. (Foto: PR)

Extra für den deutschen Markt habe Nest zahlreiche Privatsphäre-Einstellungen entwickelt, die nun weltweit ausgerollt werden, sagte Rogers. „Wir teilen niemals persönliche Informationen – der Austausch von Informationen mit anderen Geräten wie den Lampen von Philips Hue muss in der App einzeln autorisiert werden. Google wird dabei ebenfalls als dritte Partei behandelt“, sagte Rogers.

Die beiden Überwachungskameras nutzen eine mithilfe von Google-Technologie entwickelte Software, die Menschen erkennt und den Nutzer via Push-Notification auf das Smartphone über menschliche Bewegungen informiert. Per Smartphone kann der Nest-Nutzer auch in den Raum kommunizieren.

Automatisch werden – in der Variante ohne monatliches Abo – bis zu drei Stunden Videomaterial aufgezeichnet, die die für den Nutzer „relevantesten“ Ausschnitte zeigen, sagte Rogers. Die Daten werden dabei in der Cloud gespeichert. „Die meisten europäischen Daten werden in Irland gespeichert – grundsätzliche können die Daten aber überall gespeichert sein“, sagte der Nest-Produktchef. Eine Identifizierung von Personen finde nicht statt.

Nest-Rauchmelder soll falschen Alarm vermeiden

Der Rauchdetektor könne unter anderem Dampf, der beispielsweise beim Duschen entsteht und Rauch unterscheiden und vermeide so falschen Alarm. Außerdem sei er in der Lage, sprechend zu kommunizieren und melde daher beispielsweise „Rauch in der Küche.“ „Außerdem bekommt der Nutzer eine Push-Notification auf das Smartphone, um beispielsweise beim Nachbarn nachzufragen, wenn er unterwegs ist“, sagte Rogers. Auch Nest Protect ist in der Lage, mit anderen Geräten des vernetzen Hauses zu kommunizieren und somit beispielsweise Ventilatoren im Falle eines Brands automatisch zu stoppen. Seit Ende 2016 sind Rauchmelder in deutschen Wohnungen gesetzlich vorgeschrieben.

Google hatte Nest Tony Fadell nach Kritik an seinem Führungsstil den Google-Mutterkonzern Alphabet und Marwan Fawaz übernahm. Zuletzt machte das Unternehmen Schlagzeilen, weil laut Medienberichten Dutzende Mitarbeiter von Nest in die Mutterfirma Alphabet wechselten. Auf Nachfrage von t3n bestätigte Rogers den Wechsel der Mitarbeiter.

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