News

Netflix light – der Streaming-Dienst experimentiert mit einer günstigeren Abo-Variante

(Foto: Netflix)

Netflix plant eine verbilligte Abo-Variante. Doch ob der Kunde dabei unterm Strich wirklich spart, ist ebenso unklar wie die Frage, ob deutsche Zuschauer überhaupt in den Genuss kommen werden. 

Mit einer vergünstigten Version will Netflix in einigen Ländern offenbar neue Kundengruppen für den Videostreaming-Dienst begeistern. Wie Gründer und Chef Reed Hastings dem Finanzdienst Bloomberg sagte, wolle man diese Strategiewende ausprobieren. Details dazu nannte das Unternehmen nicht. Unklar ist daher auch, ob das Angebot auch für deutsche Kunden verfügbar sein wird. Es gibt allerdings einige Tricks, mit denen sich auch ausländische Abos in Deutschland nutzen lassen, so dass ein solcher Tarif auch dann spannend sein könnte, wenn er offiziell nicht für deutsche Kunden gedacht ist.

In der Vergangenheit hatte das Unternehmen eher an der Preisschraube nach oben gedreht, in diesem Zusammenhang aber auch bessere Bildqualität und eigene Inhalte in größerem Umfang zur Verfügung gestellt. Wie Hastings mitteilt, geht es nicht darum den Preis für das günstigste Paket zu senken, sondern ein reduziertes Angebot darunter anzusiedeln. Damit dürfte Netflix vor allem Märkte mit niedrigeren Pro-Kopf-Einkommen im Visier haben und vielleicht auch die Zahl der Abonnenten erhöhen wollen, um gegenüber Werbekunden – Netflix hatte kürzlich Werbung zwischen Serienfolgen getestet – entsprechend auftreten zu können.

Netflix: Hohe Investitionen in europäische Serien

Netflix hatte zum Ende des vergangenen Quartals 130,4 Millionen zahlende Kunden und fast 7 Millionen Nutzer, die noch in der Probezeit waren. Mit knapp 7 Millionen Neuzugängen war der Anbieter in dem Vierteljahr wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, nachdem die Nutzerzahlen im Quartal davor die Analysten enttäuscht hatten.

Der Serien-Streaming-Dienst investiert jedes Jahr Hunderte Millionen Dollar in exklusive Inhalte und konkurriert unter anderem mit dem Anbieter Amazon, bei dem das Videoangebot im Preis der Prime-Mitgliedschaft gleich enthalten ist. Gerade hat das Unternehmen angekündigt, in Zukunft mehr Geld für europäischen Content bereitstellen zu wollen. Geplant seien für 2019 zwei europäische Serien. Viele der seit 2014 produzierten Non-US-Inhalte wurden international erfolgreich – selbst in den USA, wo es ausländische Serien traditionell eher schwer haben.

(mit Material von dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung