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Neue Datenschutzpanne bei Facebook: 14 Millionen Nutzer betroffen

Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (Foto: dpa)

Durch eine Panne bei Facebook wurden unzählige Beiträge versehentlich öffentlich geteilt. Betroffen sollen bis zu 14 Millionen Nutzer weltweit sein.

Durch eine Datenschutzpanne von Facebook haben mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise unwissentlich mit der ganzen Welt geteilt – statt nur mit Freunden. Dem Onlinenetzwerk zufolge könnten 14 Millionen Mitglieder betroffen sein, wie es selbst mitteilte. Der Software-Fehler wurde im Mai nach zehn Tagen behoben. Die Panne unterlief dem Onlinenetzwerk zu einem Zeitpunkt, als es versuchte, das Vertrauen von Nutzern und Politik nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica zurückzugewinnen.

Der Fehler passierte bei der Arbeit an einer neuen Funktion, wie Facebook in der Nacht zum Freitag erläuterte. Nutzer können bei jedem Beitrag auswählen, ob er nur für Freunde oder auch für Freunde von Freunden – oder für alle bei Facebook zu sehen sein soll. Dabei wird die letzte Einstellung automatisch für den nächsten neuen Beitrag übernommen.

Eine neue Funktion für das Teilen von Profil-Inhalten hätte diese Voreinstellung eigentlich nicht beeinflussen dürfen, weil es dabei grundsätzlich um Dinge geht, die man öffentlich zeigen will. Dennoch schaltete das System die Privatsphären-Einstellung auch beim nächsten regulären Facebook-Post im Hintergrund auf «alle» um. Die Nutzer könnten aber davon ausgegangen sein, dass die Beiträge wie gewohnt nur in einem engeren Kreis geteilt werden – denn sie hatten ja nichts daran geändert. Nun informiert Facebook zur Sicherheit Mitglieder, die in dieser Zeit für alle sichtbare Beiträge veröffentlicht haben.

Facebook entschuldigt sich für den Fehler

Der Fehler sei inzwischen behoben, teilte die zuständige Facebook-Managerin Erin Egan mit. „Wir möchten uns entschuldigen.“ Das Unternehmen wolle nun beginnen, betroffene Nutzer zu informieren. Für Facebook, das nach dem Cambridge-Analytica-Skandal ohnehin schon massiv unter Druck bei Datenschutz und Privatsphäre steht, kommt die Panne zur Unzeit. „Offensichtlich ist es sowohl ein PR- als auch ein Management-Desaster“, schrieb das einflussreiche Tech-Blog Recode. Es sei aber noch unklar, von wie vielen der etwa 14 Millionen von dem Fehler betroffenen Nutzer in dem Zeitraum tatsächlich private Beiträge an die Öffentlichkeit gerieten. dpa

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