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Neue EU-Plattform soll Forschungen aus öffentlichen Geldern frei zugänglich machen

Die Europäische Kommission hatte das Projekt 2016 vorgeschlagen. (Foto: dpa)

Die EU will öffentlich finanzierte Forschungsdaten frei zugänglich machen. Dafür ist eine neue Cloud-Plattform gestartet. 

Die Europäische Cloud für offene Wissenschaft soll Wissenschaftler in der Europäischen Union besser zusammenarbeiten lassen und vor allem eine Anlaufstelle für Forschungsdaten sein. Vergangenen Freitag wurde eine erste Version des Projekts auf einem Launch-Event veröffentlicht.

EU-Plattform soll Forschungsdaten verfügbar machen, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden

Die Plattform ermöglicht die Ablage von offenen Forschungsdaten. Vor allem Ergebnisse, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden, sollen dort verfügbar gemacht werden. Diese sollen für Forschungs-, Innovations- und Bildungszwecke analysiert und weiterverwendet werden können. Gespeichert werden die Daten nach dem FAIR-Prinzip, also Findable, Accessible, Interoperable und Re-usable.

Die Europäische Cloud für offene Wissenschaft ist in einer ersten Version am Freitag online gegangen: (Screenshot: eosc-portal.eu / t3n.de)

Die Europäische Cloud für offene Wissenschaft ist in einer ersten Version am Freitag online gegangen: (Screenshot: eosc-portal.eu/t3n.de)

Das System soll nicht nur mit neuen Daten befüllt, auch bestehende Systeme einzelner Mitgliedsstaaten sollen angebunden werden. Das erste Feature-Set soll bis 2020 um neue Funktionen erweitert werden, um alle Phasen eines Forschungsprojekts zu unterstützen.

Cloud für offene Wissenschaft kostete 600 Millionen Euro

Das Gemeinschaftsprojekt der EU-Kommision, der Mitgliedsstaaten sowie der Wissenschaftsgemeinschaft wurde über das EU-Forschungsprogramm „Horizon 2020“ mitfinanziert und kostete 600 Millionen Euro. Im April 2016 wurde die Cloud von der EU-Kommission vorgeschlagen und anschließend entwickelt.

Die Cloud für offene Wissenschaft soll nach EU-Angaben das Potenzial haben, 1,7 Millionen Forschern und 70 Millionen Fachleuten aus Natur-, Technik-, Geistes- und Sozialwissenschaften Zugang zu offenen Daten zu ermöglichen.

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