News

Neue Technologie soll Autodiebstahl über Funkschlüssel verhindern

(Foto: Shutterstock)

Eine neue Funktechnologie soll das Diebstahlproblem bei kontaktlosen Schlüsselsystemen lösen.

Der Chipkonzern NXP und Volkswagen haben ein Konzeptfahrzeug vorgestellt, bei dem zum Entsperren der sogenannte Ultra-Wideband-Funk zu Einsatz kommt. Das soll das Diebstahlproblem bei kontaktlosen Schlüsselsystem lösen. Heutige Angriffsszenarien wie das Verstärken des Signals vom Funkschlüssel sollen damit schlichtweg nicht funktionieren.

Die Ultra-Wideband-Technologie soll mit der Zeit auch zusätzliche Funktionen rund ums Auto ermöglichen, die auf präziser Positionserkennung basieren: Der Kofferraum könnte sich automatisch öffnen, wenn man davor steht – oder das Auto könnte eine Babyschale auf dem Beifahrersitz erkennen und dort den Airbag abschalten.

Bei der Technik wird die Entfernung zwischen dem Sender in einem Schlüssel oder Smartphone und einer Antenne über die Zeit errechnet, in der das Signal die Entfernung zwischen ihnen zurücklegt. Mit Hilfe mehrerer Antennen könne man bis auf wenige Zentimeter genau die Position des Senders bestimmen, sagte NXP-Technikchef Lars Reger. Auch Manipulationen von außen sollen damit unmöglich gemacht werden.

Technologie nicht nur fürs Auto geeignet

Die Pläne für die Technologie gehen weit über das Auto hinaus, unter anderem in Richtung vernetztes Zuhause: Zu einem Konsortium rund um Ultra-Wideband gehören auch Bosch, der Elektronik-Riese Samsung und der Schloss-Spezialist Assa Abloy. Er rechne damit, dass es in den kommenden eineinhalb Jahren einen Schub beim Einsatz des Ultra-Wideband-Funks geben werde, sagte Reger.

„Für uns steht zunächst der Diebstahlschutz im Fokus“, sagte VW-Manager Maik Rohde. Volkswagen will in diesem Jahr zwei Modelle mit Ultra-Wideband-Funk an Bord vorstellen. Zusätzliche Funktionen sollen später umgesetzt werden. dpa

Zum Weiterlesen:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
Peter

Also wenn schon sowas wie “ Manipulationen von außen sollen damit unmöglich gemacht werden“ behauptet wird, dann kann das nur von der Marketing-Abteilung und keinesfalls von einem Techniker kommen und ist somit an Aussagekraft substanzlos. Unmöglich? Für alle Zeiten unter allen Umständen ein sicheres System? Realy, VW, realy? (frei nach Cameron Tucker)

Antworten
matthias-robbe
matthias-robbe

Kein Plan warum die immer alles unnötig kompliziert angehen müssen. Wenn ich es richtig verstehe entstehen Schäden dadurch, dass das Signal, welches permanent gesendet wird, abgegriffen wird.
Warum ändert man nicht einfach etwas an permanent und baut z.B. einen Fingerabdruckscanner im Sender ein. Jeder weiß, die sind klein, man kann mehrere, also für jeweilige Nutzer hinterlegen und so kann auch kein 8 jähriges Kind zum wiederholten Mal der Mutter(wenn man so etwas Mutter oder Erziehungsberechtigte)nennen darf, das Auto klauen und auf der Autobahn rasen.
Und nicht mit Bequemlichkeit kommen. Das Teil hat man doch schnell in der Hand und so schlimm kann das nicht sein, also nicht schlimmer als Auto weg, Ärger mit der Versicherung und steigende Beiträge.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung