Interview

Neuer Byton-Chef Daniel Kirchert: „Wir waren von Anfang an ein Global Startup“

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Persönliche Daten gehen in eine persönliche Cloud, da gibt es keinerlei Verpflichtung, persönliche Daten mit irgendwem zu teilen.

t3n: Stört es Sie denn, dass China nach wie vor autoritär regiert wird? Dass es eine Einparteienherrschaft gibt, dass es keine Meinungsfreiheit gibt?

Ich lebe ja schon seit 20 Jahren in China und meiner Meinung nach gibt es kein System auf der Erde, das ideal ist. Es gibt sicherlich welche, bei denen mehr rote Lichter angehen als bei anderen. Es gibt da kein einfaches schwarz und weiß. China hat viel dazugelernt. Was definitiv gut ist in China, sind die Voraussetzungen für das freie Unternehmertum. Die besten Leute gründen Startups, der Kapitalmarkt unterstützt das. Bei Themen wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Konnektivität gibt es eine unheimliche Dynamik. China ist getrieben von einer Vision. Das finde ich alles gut. Zu systemischen Dingen will ich keinen Kommentar abgeben. Aber meine persönliche Meinung ist, dass es schwer ist, Dinge schwarz und weiß zu malen. Die Situation in Amerika ist auch nicht gerade ideal, oder?

t3n: In den USA sitzt zumindest niemand aufgrund seiner Meinung im Gefängnis.

Ja.

t3n: Aber Sie sind da wahrscheinlich auch nicht so frei, sich zu äußern, wenn die chinesische Regierung am eigenen Unternehmen beteiligt ist.

Doch, ich bin da schon frei, mich zu äußern, aber meine persönliche Meinung ist, dass es in jedem System Dinge gibt, die ich gut finde und die ich schlecht finde. Es ist alles nicht so schwarz-weiß, wie man sich das vorstellt. Wir sind ein globales Team, das ein Startup aufbaut unter freien Rahmenbedingungen, wir haben keinerlei Restriktionen …

t3n: … wirtschaftlich frei!

Genau, wirtschaftlich. Es ist offener als man sich das vorstellt, sonst wären wir nicht hingegangen.

t3n: Aber neben der wirtschaftlichen Ebene gibt es natürlich auch politische Freiheiten, die Menschenrechte. Da ist China nicht so frei.

Ja.

t3n: Vielen Dank für das Gespräch!

Hinweis: Anders als viele andere Unternehmen in Deutschland verzichtet Byton auf eine Autorisierung von Interviews. Daher sind wir bei der Verschriftlichung nah am Wortlaut des Interviews geblieben. Es ist an einigen Stellen gekürzt.

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