Ratgeber

Neuerungen bei Ebay: Verschärfte Regeln für gewerbliche Händler

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Weitere Neuerungen für Ebay-Händler

Einige weitere Veränderungen, die in den nächsten Monaten anstehen, sind dagegen heute schon keine Überraschung mehr. So werden ab Januar 2019 unsichere Inhalte mit HTTP-Protokoll blockiert, was sich auf neue, wiederhergestellte und bearbeitete Angebote bezieht. Es ist jetzt nicht ganz neu, dass Ebay seine Händler dazu auffordert, die Angebote zu überprüfen und auf HTTPS-Basis zu veröffentlichen.

Ebenfalls vor einigen Monaten angekündigt wurde die Verpflichtung zur Verwendung des Produktkatalogs bei elf standardisierten Produktlinien. Dieser soll ab 15. August verbindlich sein und ab dem neuen Jahr auf weitere Produktgruppen ausgeweitet werden. Welche deiner Listings darunter fallen und deshalb überarbeitet und kategorisiert werden müssen, erfährst du im Verkäufer-Cockpit Pro, wo es eine entsprechende Übersicht gibt.

Nur wenige gewerbliche Verkäufer nutzen einen Platin-Shop. Für den werden ab Herbst weitere Features und Vergünstigungen eingeführt. Dazu zählen: doppeltes Kontingent an Auktionen ohne Angebotsgebühr, die Möglichkeit, jederzeit ein Platinshop-Abo abzuschließen und mit einer geringeren Mindestlaufzeit wieder kündigen zu können, und die präzisere Berechnung der Wachstumsrabatte bei einer Hoch- oder Herabstufung eines Ebay-Shops.

Ebay reduziert Sichtbarkeit bei Multi-Listing-Tricksern

Last not least noch einige Dinge, die bei Ebay eigentlich schon immer galten, aber nicht so geahndet wurden, wie es sich faire und ehrliche Händler gewünscht hätten: In den nächsten Wochen wird Ebay nach eigenen Angaben stärker gegen mehrere identische Angebote vorgehen, wie sie beispielsweise in großem Stil von asiatischen Händlern im Elektronikzubehör-Bereich genutzt werden. Schon seit einigen Wochen reduziert Ebay offenbar deren Sichtbarkeit für Kunden, damit die ehrlichen Händler, die sich an die Vorgaben halten, nicht benachteiligt werden.

Ähnlich wie Amazon arbeitet auch Ebay mit den deutschen Behörden und Ämtern zusammen, wenn es um das Thema der Steuervermeidung und Hinterziehung von Umsatzsteuern im großen Stil geht. Hier waren in der Vergangenheit vor allem chinesische Händler unangenehm aufgefallen. „Wir arbeiten in diesem Bereich eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Werden wir von den deutschen Steuerbehörden oder anderen Stellen, wie etwa der Wettbewerbsbehörde, darüber informiert, dass ein Verkäufer gegen Gesetze verstößt, reagieren wir umgehend, indem wir den betreffenden Händler über die Meldung informieren und angemessen sanktionieren“, erklärt Ebay. Das Unternehmen löscht die eingestellten rechtswidrigen Artikel und schließt den Anbieter in der Regel von der weiteren Nutzung des Marktplatzes aus. „Ebenso klären wir unsere Händler kontinuierlich proaktiv über ihre Pflichten auf – auf unserer Seite, per E-Mail, teilweise auch per Telefon und ebenso aktiv vor Ort (etwa in China).“

Natürlich ist es auch weiterhin verboten, Deals an der Plattform vorbei zu organisieren. Dennoch hat sich Ebay dazu entschlossen, dass nicht nur Käufer, sondern auch Kaufinteressenten die Telefonnummer eines Händlers bekommen können, wenn der Verkäufer dies in seinen Kommunikationseinstellungen vorsieht. Das ist eigentlich nur logisch, denn auch in der Vergangenheit war es in vielen Fällen bereits möglich, eine Telefonnummer über Google herauszufinden und das Geschäft an der Plattform vorbei zu organisieren. Hier schafft man jetzt allerdings etwas mehr Convenience für den Kunden, wenn dieser im Vorfeld Details zu einem Artikel erfragen will.

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