Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Software & Infrastruktur

Neues von Adobe: Die Zukunft liegt im Cloud Computing

Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz "Adobe MAX" stellt der Softwarekonzern noch bis Mittwoch, den 19. November, neue Produkte vor. Ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsplanung ist auch für Adobe das Cloud Computing. Vorgestellt wurden dazu eine Plattform zur Flash-Entwicklung und ein Framework zur Entwicklung von Flex-Anwendungen.

Vom 16. bis 19. November findet in San Francisco die Entwicklerkonferenz "Adobe MAX" statt. Das Softwareunternehmen Adobe nutzt diese Bühne auch zur Veröffentlichung neuer Software und stellt sich durch neue Projekte für die Zukunft auf. Der Trend zur Verlagerung von Anwendungen von der Desktopumgebung auf die Serverebene, häufig als "Cloud Computing" bezeichnet, wird auch von Adobe mitgetragen.

Flash-Platform

Gelingen soll der Wechsel auch durch sinnvolle Verknüpfungen eigener Softwareprodukte. Kernpunkt dieser Strategie ist die neue "Flash-Platform", unter der künftige alle mit Flash in Beziehung stehenden Produkte wie Flash Player, Adobe AIR, Adobe Flex und die Flash Media Server vereint werden. Mit dabei ist auch der "Adobe Flash Catalyst", mit dem eine Brücke zwischen Flash und Flex geschaffen werden soll. Die Anwendungen der Creative Suite 4 bekommen somit eine Anbindung an die Developer Tools von Adobe, womit Designer und Entwickler wieder näher zusammenrücken.

CoCoMo

Unter der Bezeichnung "CoCoMo" startet Adobe eine Betaversion einer Service-Plattform, über die Rich Internet Applications (RIA) einfach mit Echtzeit-Social-Network-Komponenten ausgestattet werden sollen. Entwickler können auf "CoCoMo" realisierte Flex-Anwendungen mit neuen Funktionen wie VoIP, Webcam, Chat, Whiteboards, Filesharing und User-Management erweitern. Adobe fungiert dabei als Hoster und kümmert sich um die Infrastruktur, die Wartung und die Skalierung. Der neue Service wird daher von Adobe auch als "Platform as a Service" bezeichnet.

Adobe AIR 1.5

Die neue Version 1.5 von "Adobe AIR" soll eine bessere Performance bei geringerem Ressourcenhunger bieten. Wichtiger ist allerdings die Implementierung von Flash 10 zur Darstellung von 3D-Graphiken und dem WebKit, mit dem auch die schnelle JavaScript-Engine Squirrelfish Einzug in Adobe AIR hält. Damit reagiert Adobe wohl auch auf die geringe Verbreitung von Flash auf Smartphones, die zur Zeit nur auf Flash Lite zurückgreifen können. Mit der WebKit-Integration könnte Flash schon bald den Weg auf das iPhone und auf das Android-Handy von Google finden, denn beide nutzen WebKit. Allerdings arbeitet Adobe gemeinsam mit dem Chip-Hersteller ARM an einem weiteren Weg, Flash auf Smartphones zu bringen. Dazu soll es in den nächsten Tagen eine entsprechende Demonstration geben.

Fazit

Adobe sucht den eigenen Weg in die Zukunft und versucht dabei zugleich, nicht den Anschluss zu verlieren. Der Bereich der Desktop-Anwendungen wird zukünftig einen immer kleineren Anteil am Unternehmensumsatz ausmachen, da immer mehr Anwendungen als webbasierte Service-Anwendungen entwickelt werden.

Dabei könnte man bei Adobe einen etwas anderen Weg einschlagen, wie CTO Kevin Lynch anlässlich der Adobe MAX verlauten ließ. Zwar wolle man den Trend "Cloud Computing" aufnehmen, allerdings nur hinsichtlich des Application-Hostings, die reine Rechenlast solle hingegen beim Client verbleiben. Lynch verspricht sich davon zum einen geringere Kosten und zum anderen bessere Performance für die Nutzer. Momentan scheint diese Strategie vernünftig, da moderne Desktoprechner über vergleichsweise viel Perfomance verfügen. Im Mobilbereich hingegen könnte der Trend dahin gehen, die Rechenkapzität in die Cloud auszulagern und die Geräte zugleich mit leistungsschwächeren Chips auszustatten, die preisgünstiger und stromsparender sind. Bleibt Adobe allein mit der Idee, die Rechenlast beim Client zu belassen, könnte sie das in eine Sackgasse führen.



Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion
Mark Mense

Meine Cloud ist mein Rootserver und dass wird auch so bleiben!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst