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Neues Feature von Facebook hilft gegen Social-Sucht

Time well spent: Zuckerberg will uns in Zukunft zeigen, wie lange wir am jeweiligen Tag schon auf Facebook und Instagram waren. (Foto: dpa)

Wie viel Zeit verdaddelst du bei Facebook oder Instagram? Eine neue Funktion in der App verrät es dir jetzt. Eine geschäftsschädigende Funktion für die beiden sozialen Netzwerke oder Hilfe für Social-Süchtige?

Facebook und Instagram zeigen zukünftig dem Nutzer an, wie viel Zeit er schon im jeweiligen sozialen Netzwerk verbracht hat. Dabei können sich die Nutzer selbst eine maximale Nutzungszeit auferlegen, nach der allerdings nur gewarnt wird – also nichts für echte Social-Süchtlinge. Zusätzlich steht eine Funktion zur Verfügung, die in den Benachrichtigungseinstellungen Push-Nachrichten aus dem jeweiligen Netzwerk unterdrücken kann. Gerade das erscheint in vielen Fällen sinnvoll, wenn Nutzer etliche Male am Tag bei jeder Benachrichtigung wieder auf der Plattform landen. Die Push-Nachrichten können ähnlich wie bei den üblichen Do-not-disturb-Funktionen für eine bestimmte Zeit – etwa für 30 Minuten oder 8 Stunden – deaktiviert werden. Die Funktionen finden sich unter Einstellungen und Deine Aktivität bei Instagram und unter Deine Zeit auf Facebook.

Push-Nachrichten von Facebook und Instagram unterdrücken

Angezeigt wird dabei (mobil allerdings wohl nur in der App), wie lange man im Schnitt in der letzten Woche auf welchem Gerät online war und wie lange man am aktuellen Tag online war. Offenbar hat das Unternehmen keine Befürchtungen, dass diese Funktion geschäftsschädigend sein könnte, weil man davon ausgehen kann, dass es schlimmer ist, wenn die Nutzer mit schlechtem Gewissen dort sind als wenn sie zumindest ansatzweise eine Möglichkeit haben, ihren Facebook-Konsum in Bahnen zu lenken.

(Bild: Facebook)

Eine andere Gruppe im Hause Facebook beziehungsweise Instagram dürfte allerdings weniger erfreut über die neuen Funktionalitäten sein: die Verkäufer von Werbemitteln. Die nämlich führen bei Kunden gerne und häufig das Argument der langen Verweildauer der Nutzer an. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Social-Werbung geklickt wird, steigt auch mit der Verweildauer an.

Zuckerberg: „Time well spent“-Initiative

Dennoch gibt man sich bei Facebook und Instagram vernünftig und zahm: „Unser Ziel mit diesen Tools ist, die Leute dazu zu befähigen, achtsam und bewusst Entscheidungen darüber zu fällen, wie viel Zeit sie auf Instagram und Facebook verbringen“, erklärte Instagram-Manager Ameet Ranadive. Die Aktion läuft im Rahmen der „Time well spent“-Initiative, die Mark Zuckerberg bereits im Januar auf Facebook angekündigt hatte. Einen Teil der Maßnahmen hatte das Unternehmen schon vor einigen Wochen testweise bei Instagram eingeführt.

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