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Neues KI-Tool geplant: Will OpenAI jetzt auch in der Musikindustrie mitmischen?

Nachdem OpenAI mit Tools wie ChatGPT und Sora große Erfolge feiern konnte, arbeitet der KI-Pionier jetzt auch an einem Modell für KI-Musik. Welche Folgen könnte das für echte Künstler:innen haben?

Von Noëlle Bölling
2 Min.
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Werden Hits künftig von der KI erstellt? (Foto: Shutterstock / LightField Studios)

OpenAI ist offenbar dabei, ein neues KI-Modell zur Musikgenerierung zu entwickeln. Wie The Information berichtet, liefern unter anderem Student:innen der renommierten Juilliard School die dafür benötigten Trainingsdaten. Aber nicht alle reagieren begeistert: Viele Musiker:innen befürchten, dass sie durch das neue Tool Einnahmen verlieren könnten.

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OpenAI will in die Musikindustrie einsteigen

Mit dem neuen Musikmodell tritt OpenAI in direkte Konkurrenz zu Startups wie Suno und Udio. Das Ziel besteht darin, Musik aus Text- oder Audioeingaben zu erzeugen, um beispielsweise Videos mit Soundtracks zu untermalen oder eine Gesangsspur mit instrumentaler Begleitung zu ergänzen. Für die Entwicklung arbeitet OpenAI auch mit Musikstudent:innen der Juilliard School zusammen, deren Aufgabe es ist, Partituren zu annotieren. Darüber hinaus sollen auch mögliche Einsatzgebiete in der Werbebranche diskutiert werden.

OpenAI hat schon früher mit KI-generierter Musik experimentiert: Im Jahr 2020 veröffentlichte das Unternehmen mit Jukebox ein früheres Forschungsprojekt zur Musikkomposition durch KI, verfolgte diese Richtung allerdings nicht weiter. In letzter Zeit hat sich OpenAI stärker auf Sprachmodelle konzentriert – etwa für Text-to-Speech- und Speech-to-Text-Anwendungen. Wann das neue Musiktool erscheint und ob es als eigenständiges Produkt verfügbar sein wird, ist bislang unklar.

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KI verändert die Musikbranche grundlegend

Wie The Decoder berichtet, sieht die Musikindustrie die aktuelle Entwicklung skeptisch. Große Plattenlabels haben schon Klagen gegen Suno und Udio eingereicht, da sie urheberrechtlich geschützte Songs für das Training ihrer Modelle genutzt haben sollen. OpenAI-CEO Sam Altman erklärte zwar, dass Rechteinhaber:innen künftig an den Erlösen beteiligt werden sollten, konkrete Pläne, wie das in der Praxis umgesetzt werden könnte, gibt es aber bislang nicht. Für viele Musiker:innen ist dieses Thema existenziell. Die Musikbranche hat sich in den vergangenen Jahren enorm gewandelt: Während Streaming-Plattformen zwar mehr Reichweite bieten, ist es noch schwieriger geworden, mit Musik Geld zu verdienen. Auf Spotify erhalten Künstler:inenn durchschnittlich nur rund 0,003 Euro pro Stream.

Zudem drängen immer mehr KI-generierte Songs auf den Markt. Die Band The Velvet Sundown ist das beste Beispiel dafür. Obwohl sie komplett auf KI basiert, werden ihre Songs millionenfach abgerufen. Laut Deezer sind inzwischen 18 Prozent der auf der Plattform veröffentlichten Titel KI-generiert. Auch dadurch gehen echten Künstler:innen potenzielle Einnahmen verloren. Immer mehr Plattformen gehen deshalb jetzt gegen KI-generierte Inhalte vor. Eine Maßnahme besteht beispielsweise darin, Songs, die mithilfe von KI-Tools entstanden sind, entsprechend zu kennzeichnen. Spam soll außerdem zum Schutz von Musiker:innen und Hörer:innen regelmäßig entfernt werden. Welche Rolle OpenAIs neues Musikmodell künftig in dieser Entwicklung spielen wird, bleibt abzuwarten. Nach dem immensen Erfolg der Video-App Sora sind die Erwartungen an das nächste KI-Projekt des Unternehmens jedenfalls groß.

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