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Neues Sicherheits-Feature: Facebook startet „Trusted Contacts“

Wer in Zukunft sein Facebook-Passwort vergisst, hat die Möglichkeit, auf Vertraute aus dem Netzwerk zurückzugreifen. Mit dem frisch veröffentlichtem Sicherheits-Feature „Trusted Contacts“ werden Facebook-Freunde zum Zweitschlüssel.

„Trusted Contacts“ seit gestern veröffentlicht

Facebook hat begonnen, ein neues Sicherheitsfeature auszurollen. Für alle, die Facebook auf Englisch nutzen, befindet sich seit gestern Abend in den Sicherheitseinstellungen des sozialen Netzwerks die Funktion „Trusted Contacts“. Darin können Nutzer drei bis fünf Freunde auswählen, denen sie vertrauen und die Facebook beim Verlust des Passworts kontaktieren kann. Die Freunde sollen so ausgewählt werden, dass sie nicht ausschließlich über Facebook, sondern auch per Telefon oder SMS erreicht werden können. Hat man seine Favoriten ausgewählt, werden die Buddys per Benachrichtigung informiert.

Mit „Trusted Contacts“ können Nutzer drei bis fünf Freunde auswählen, die Facebook beim Verlust des Passwortes kontaktiert kann. (Screenshot: )

Mit „Trusted Contacts“ können Nutzer drei bis fünf Freunde auswählen, die Facebook beim Verlust des Passworts kontaktiert kann. (Screenshot: Introducing Trusted Contacts)

Wie funktioniert „Trusted Contacts“?

Hält man sich das System vor Augen, könnte man meinen, es funktioniert wie die Übergabe eines Wohnungsschlüssels. Hat man sein Passwort vergessen beziehungsweise verloren, soll der Vertraute dem Nutzer aufschließen. Der benachrichtigte Freund bekommt von Facebook nämlich einen Code zugeschickt. Dieser wird dann übergeben und soll dem Leidtragenden den Zugang zum sozialen Netzwerk erneut und ohne langen Verifizierungsprozess gewähren.

Damit wird Facebook in der Tat ein Stück weit nutzerfreundlicher. In der Vergangenheit sahen die Verifizierungsprozesse nämlich in der Regel viel umständlicher aus. Das Freischalten mittels SMS-Code gelang beispielsweise eher selten, da die SMS oftmals nicht ankam. Das Freischalten mittels Identify-Tag von Freunden auf Fotos war gerade für Social-Games-Spieler oft schwierig, da diese zahlreiche Kontakte besitzen, die sie nicht gut genug kannten. Und der absolute Gau war wohl die Option, sich über das Einsenden einer Personalausweis-Kopie zu verifizieren. Zum einen ist diese Option laut bestehendem Datenschutzrecht verboten, zum anderen schien dieser Weg in der Facebook-Bürokratie oft unterzugehen – Antworten folgten nämlich nur sehr selten.

Langsames Rollout in den kommenden Wochen

Zwar genügt es, drei Vertraute auszuwählen, falls die Bekannten jedoch mal nicht erreichbar sind, steht man erstmal auf dem Schlauch. Insofern bietet es sich an, die Möglichkeiten auszuschöpfen und fünf seiner Freunde zu „Trusted Contacts“ zu machen. Laut Facebook wird die Einstellung in den kommenden Wochen für alle Facebook-User freigeschaltet.

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