In eigener Sache

Du kannst als Chef bei der Digitalisierung versagen – oder die t3n 55 lesen!

Die t3n 55 ist da! Ab dem 27.2.2019 im Handel. (Grafik: t3n)

Globalisierung, Digitalisierung, New Work: Die heutigen Herausforderungen für Firmen sind zu komplex, um von einzelnen Führungskräften im Alleingang gemeistert werden zu können. Neue Führungskonzepte müssen her – die t3n 55 stellt sie vor.

„Vertrauen ist der entscheidende Punkt“, sagt Detlef Lohmann. Der Unternehmer hat seiner Firma, Allsafe aus Baden-Württemberg, schon vor Jahren eine gründliche Modernisierungskur verordnet, Abteilungen abgeschafft und für deutlich mehr Transparenz gesorgt. Heute kann Allsafe vielen Unternehmen als Vorbild dienen: Die flachen Hierarchien und hohe Eigenverantwortung der Mitarbeiter, die hier seit der Neuorganisation Alltag sind, liegen im Trend.

New Leadership: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Überall in deutschen Unternehmen setzt sich die Erkenntnis durch: Die klassische Führungspyramide lähmt und behindert die Mitarbeiter. Daimler etwa versucht mit seiner Strategie „Leadership 2020“, eine „Zusammenarbeitskultur“ zu etablieren. Unternehmen wie Traum-Ferienwohnungen aus Bremen oder der Schweizer Taschenhersteller Freitag schaffen ihre Chefs gleich ganz ab: Beide Firmen haben in den letzten Jahren das Holacracy-Konzept aus den USA für sich adaptiert. Auch der CEO der Schweizer Pharmafirma Novartis, Vasant Narasimhan, hat zum konzern­weiten „Unbossing“ aufgerufen.

t3n 55: Neue Führungskonzepte unter der Lupe

Das Vertrauen, das für Detlef Lohmann bei Allsafe so wichtig ist, ist aber nur eine von vielen Voraussetzungen, damit die zunehmende Selbstorganisation der Belegschaft funktionieren kann. Mindestens ebenso wichtig sind Führungspersönlichkeiten, die ihre Hauptaufgabe darin sehen, die optimalen Rahmenbedingungen für ihr Team zu schaffen – und sich selbst auch einmal zurücknehmen können. Und nicht zuletzt die Mitarbeiter selbst müssen für den Wandel gewappnet sein: Denn wer selbst bestimmen darf, trägt auch mehr Verantwortung.

Das Kölner Unternehmen Pixum etwa gründete einen Kulturrat, um die Mitarbeiter stärker zu beteiligen. Einige der ersten Ratsmitglieder stiegen schnell wieder aus, als klar wurde: Jetzt mussten sie auch zu Kündigungen Stellung nehmen und verbindliche Ergebnisse für die gesamte Belegschaft verhandeln. Diese Beispiele zeigen: Mal eben einen New-Work-Berater buchen und die Unternehmensorganisation umkrempeln, das wird nicht funktionieren. Im Gegenteil: Wer den Wandel nicht mit Bedacht angeht, läuft Gefahr, seine Organisation zu überfordern.

Im Schwerpunkt der neuen Ausgabe des t3n Magazins beleuchten wir Unternehmen, die den Wandel gewagt haben, und sprechen mit Führungskräften, die ihn begleitet haben. Darunter Detlef Lohmann, der sich und seinen Mitarbeitern mehrere Jahre Zeit gegeben hat, um Vertrauen zu entwickeln und die Umstellung zu meistern. Die Gründer von Traum-Ferienwohnungen, die uns von schlaflosen Nächten erzählt haben. Aber auch mit jungen Führungskräften wie Jennifer Kotula, Head of Digital Business bei Claas, die schon zu Anfang ihrer Karriere ganz andere Akzente setzen. Sie alle treibt die Frage um: Wie können neue Führungskonzepte Mitarbeiter stärken und Unternehmen erfolgreicher machen?

Der Schwerpunkt in der Übersicht

  • New Leadership: Wie Unternehmen sich neu organisieren
  • So ticken die Führungskräfte von morgen – auf welche Soft Skills es in Zukunft ankommt
  • „Mitarbeiter müssen Nerven kosten“: Siemens-Personalvorständin Janina Kugel im Interview
  • Führen ohne Chef – wie gut die Selbstorganisation wirklich funktioniert
  • New-Work-Ikone Frithjof Bergmann: Was steckt hinter seiner Philosophie?
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„Die Marke Facebook stirbt“

Übt scharfe Kritik an Facebook: Rachel Botsman. (Foto: Max Doyle)

Wieder erfolgreicher sein – das wünscht sich wohl auch Facebook. Gebeutelt von den Datenskandalen und der negativen PR der letzten Monate, verwendet das Social Network aktuell viel Energie darauf, das Vertrauen der Nutzer zurückzuerobern. Zu spät, sagt die Vertrauensforscherin Rachel Botsman im Interview mit Chefredakteur Luca Caracciolo: In fünf Jahren werde Facebook „das neue Myspace“ sein. Denn allein mit Kommunikation ließen sich die eklatanten Vertrauensbrüche der letzten Jahre nicht aus der Welt räumen. Ein Problem, vor dem bald auch andere Tech-Konzerne stehen könnten, so Botsman: „Heute reden wir über Integrität und Ethik. Aber so sind die Unternehmenskulturen in der Tech-Branche nicht geprägt. Ihre Essenz steht hinter Sätzen wie ‚Move fast and break Things‘.“

Transfer Learning: Stärken und Schwächen des neuen KI-Trends

Als Vertrauensproblem könnte man auch die nach wie vor großen Schwierigkeiten in der Anwendung künstlicher Intelligenz verstehen. Als marktreif gelten die Systeme noch lange nicht. Denn wie sollen sie verlässliche Ergebnisse für eine breite Nutzerschaft liefern, obwohl jedes System für nur einen einzigen Anwendungsfall entwickelt und trainiert wurde? Die Lösung für dieses Problem könnte im sogenannten Transfer Learning liegen: Mit der Methode können neuronale Netze auch für nicht trainierte Anwendungsfälle eingesetzt werden. Die Erfolge sind vielversprechend. Doch auch wenn Transfer Learning anscheinend Wunder vollbringt, so verschärft es im selben Zug die Probleme der Technologie, wie t3n-Autorin Eva Wolfangel recherchiert hat.

Digitale Transformation bei Adidas, Tipps und Tools fürs A/B-Testing, digitale Illustrationen, Guerilla-UX-Testing

Außerdem in der t3n 55: Ein Blick hinter die Kulissen beim Sportartikelhersteller Adidas, der zum Erzrivalen Nike aus den USA aufschließen will, alles rund um A/B-Tests, ein Schritt-für-Schritt-Guide für alle, die digitale Illustrationen ausprobieren wollen, sowie eine Einführung in das Guerilla-UX-Testing, das – richtig angewendet – zu geringen Kosten wertvolle Einsichten in das Nutzererlebnis liefert.

Weitere Themen im Heft

  • Innovation von Innen: So funktioniert Intrapreneurship
  • Eine Stadt unter Strom: Mobility-Startups erobern Berlin
  • „Die Blockchain ist kein magischer Feenstaub“: Open-Source-Koryphäe Brian Behlendorf im Interview
  • Corporate Podcasts: Content-Marketing, das ins Ohr geht
  • SEO mit Fraggles: So wichtig werden die Informationsfragmente
  • Multichannel-Software für Händler: Ein Tool, alle Marktplätze
  • Newsletter-Marketing: Richtig personalisieren
  • JavaScript: Plattformübergreifende Anwendungen entwickeln mit Electron
  • Coded Styleguides: Bei komplexen Webprojekten den Überblick wahren

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Eine Übersicht über alle Artikel der Ausgabe erhaltet ihr im Inhaltsverzeichnis (PDF).

In unserem Pageflip zur Ausgabe 55 könnt ihr euch 50 Seiten des Magazins anschauen – das funktioniert nicht nur auf eurem Desktop-PC, sondern auch auf dem Smartphone oder Tablet.

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