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Neuer Newsfeed-Algorithmus: Diese Clickbaiting-Posts will Facebook künftig abstrafen

Clickbait hat dich an der Angel! (Bild: Flickr-nalejandro / CC-BY-2.0)

Clickbaiting ist Facebook ein Dorn im Auge. Eine Aktualisierung des Newsfeed-Algorithmus bringt zwei neue Kriterien ins Spiel, die für mehr Qualität im Nachrichtenstorm sorgen sollen.

Facebook verändert erneut den Newsfeed-Algorithmus und möchte weiter gegen Clickbait-Beiträge im Nachrichtenstrom vorgehen. Wie das Soziale Netzwerk im firmeneigenen Newsroom ankündigt, sollen heftig.co-artige Inhalte ab sofort noch besser erkannt und härter abgestraft werden. Die Aktualisierungen des Algorithmus stellen dabei zwei Dinge besonders auf den Prüfstand, die Clickbaiter häufig umsetzen: Zum einen sollen Einführungstexte, die zum Klick aufrufen identifiziert werden und zum anderen sollen Einführungstexte, die mit einem Link am Ende arbeiten, in das Raster fallen. Clickbaiter posten in diesem Sinne oft Bilder, die sogenannte „Call To Actions“ im Einführungstext aufweisen und keine Link-Vorschau besitzen. Hier ein Beispiel für einen solchen Beitrag, den Facebook unter diesen Kriterien künftig herausfiltern möchte.

Änderung zum Newsfeed-Algoritmus auf Facebook: Inhalte dieser Art werden künftig abgestraft. (Screenshot: Facebook Newsroom)
Änderung zum Newsfeed-Algoritmus auf Facebook: Inhalte dieser Art werden künftig abgestraft. (Screenshot: Facebook Newsroom)

Weitere Kritierien um Clickbait-Beiträge zu identifizieren sind laut Facebook die Verweildauer auf Webseiten und die Relation von Klicks und Interaktionen. Tatsächlich eignen sich Kennziffern dieser Art sehr gut, um einen Rückschluss darauf zu bekommen, ob ein Nutzer einen relevanten Inhalt vor sich hatte oder ob er einem falschen Versprechen auf den Leim gegangen ist.

Einen ähnlichen Vorstoß wie den jetzigen, haben die Entwickler vor wenigen Monaten auch hinsichtlich Likebaiting angestellt. Beiträge, die um ein Like oder Share bitten, werden genauso wie die Klick-Bettler abgestraft. Weitere Informationen dazu findet ihr in dem Artikel „Facebook Newsfeed: Beiträge mit Like-Bait, Spam oder doppeltem Content werden ausgeblendet“.

Newsfeed-Qualitätsoffensive: Facebook als persönliche Nachrichtenzentrale

Facebook versucht seit einiger Zeit in einer Qualitätsoffensive gegen spam-artige Inhalte vorzugehen. Die Verantwortlichen möchten mehr und mehr zur persönlichen Zentrale für den Nachrichtenkonsum werden. Bereits im Dezember 2013 wurden dafür Veränderungen vorgenommen, die News- und Eventartikel im Nachrichtenstrom der Nutzer höher priorisieren und Memes abstrafen sollen. Tiefergehende Informationen findet ihr in dem Artikel „Facebook-Newsfeed-Update: Mehr relevante Inhalte, weniger Memes“.

via www.thomashutter.com

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2 Reaktionen
christof_versacommerce.de

Puh, ich kriege ein immer mulmigeres Gefühl, wenn ich sowas höre. Klar ist Facebook ein Unternehmen und kann "machen was es will". Die Kunden können ja gehen, wenn es ihnen nicht passt. Aber wenn (wie auch bei Google und Amazon) für Milliarden Menschen zentral entschieden wird, was "gut für sie" ist - und diese Entscheidungen auch noch weitgehend unbemerkt umgesetzt werden, dann entsteht ein unkontrollierter Machtfaktor. Das schränkt unsere persönliche Freiheit ein - und ist somit nicht mit unseren Grundwerten vereinbar. Wie kann aber die Freiheit des Unternehmertums mit der Freiheit des Einzelnen in Einklang gebracht werden? Mit fällt als erstes (und einziges) bisher ein, dass die Netz-Riesen zu totaler Transparenz gezwungen werden. Denn im Moment haben wir gar nicht die Informationsbasis, um freie Entscheidungen zu treffen - und werden sogar im (bisher!) schlimmsten Fall als Versuchskaninchen für soziale Experimente missbraucht.

Fabian

Hoffentlich reagiert Facebook irgendwann wie Google und straft die einzelnen Seiten ab, wenn sie häufiger negativ auffallen. Nach den Clickbaiting-Posts kommt eine neue Unart.

Einfach die Seiten bestrafen - fertig.

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