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Nexus 5X im t3n-Test: Handlich, gut … und teuer

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Nexus 5X: Ausstattung und Performance

Im vom LG hergestellten Nexus 5X schlummert mit dem Snapdragon-808-Sechskern-Chip der gleiche Prozessor, der auch im aktuellen Flaggschiff der Südkoreaner, dem LG G4, seine Dienste verrichtet. Ihm beiseite stehen zwei Gigabyte RAM, was für ein Smartphone in Preissegment um die 500 Euro im Jahr 2015 recht wenig ist. Die meisten Geräte besitzen drei bis vier Gigabyte. nexus-5x-test-8796 Macht diese Differenz von einem Gigabyte jetzt den Unterschied? Und ist es schlimm, dass LG nur den zweitbesten Chip aus dem Hause Qualcomm gewählt hat? Im Laufe der einwöchigen Nutzung hat sich nichts elementar Negatives bemerkbar gemacht. Die Nutzeroberfläche läuft „fluffig“, Games wie Riptide GP2 oder Sky Force HD lassen sich in hoher Qualität spielen, ohne dass etwas ruckelt. Zwar bestätigt sich, dass der Prozessor nach längerer intensiver Nutzung seine Performance reduziert, wie den Kollegen von Golem aufgefallen ist, jedoch läuft das Smartphone nach unseren Beobachtungen weiterhin problemlos. Hier sei festzuhalten, dass die Unterschiede zwischen dem Snapdragon 800, der beispielsweise im Nexus 5 (2013) verbaut ist, und dem Snapdragon 808 oder 810 so riesig nicht sind, auch wenn die Benchmarkwerte eine andere Sprache sprechen. Ein Snapdragon 800 oder 801 ist im Grunde immer noch vollkommen ausreichend.

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Auf den Screenshots zu sehen: Nexus 5X bei normaler Benutzung (links), Nexus 5X nach circa 20 Minuten intensivem Gaming (Riptide GP2).

Was die Wärmeentwicklung anbelangt, so ist sie nur punktuell rund um die Kamera festzustellen – und ist ohnehin selbst bei rechenintensiven Aufgaben äußerst moderat.

Spezifikationen im Vergleich: Nexus 5x vs. Nexus 5

 Nexus 5XNexus 5
BetriebssystemAndroid 6.0 MarshmallowAndroid 6.0 Marshmallow (Android 4.4 KitKat)
Display5,2 Zoll Full-HD-IPS (1.920 x 1.080 Pixel)4,95 Zoll Full-HD-IPS (1.920 x 1.080 Pixel)
ProzessorSnapdragon 808 Hexa Core 64-bit, max. 1,8 GHzSnapdragon 800 Quad Core, max. 2,26 GHz
Arbeitspeicher2 GB RAM2 GB RAM
Interner Speicher16 GB oder 32 GB16 GB oder 32 GB
Hauptkamera12,3 MP, 1.55 μm; f/2.0, IR-Laser-Autofokus8 MP mit OIS
Frontkamera5 MP, 1,4 µm Pixel
Blende: f/2.0
1,3 MP
Akkukapazität2.700 mAh2.300 mAh
KonnektivitätLTE Kat. 6, Dualband-WLAN (2,4 G/5 G) 802.11 ac, Bluetooth 4.2, NFCDualband-WLAN (2,4 G/5 G) 802.11 ac, Bluetooth 4.0 LE, NFC
Abmessungen147,0 x 72,6 x 7,9 mm137,8 x 69,2 x 8,6 mm
Gewicht136 g130 g
FarbenAnthrazit, Quarz oder EisblauSchwarz, Weiß, Rot
SonstigesFingerabdrucksensor, kurze Ladezeiten, USB Typ CQi-Wireless-Charging
Preis (UVP)479 Euro (16 GB), 529 Euro (32 GB)349 Euro (16 GB), 399 Euro (32 GB)
Weitere Details zum Nexus 5X bei Google.

Nexus 5X: Endlich eine gute Kamera!

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Generationen hat es gedauert, endlich besitzen Nexus-Geräte eine ordentliche Kamera, die sich hinter der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. (Foto: t3n)

Eines der größeren Highlights des Nexus 5X ist, wie Google während der Vorstellung der neuen Google-Phones auch betont hat, in der Tat die Kamera. Mit der 12,3-Megapixel-Kamera des Nexus 5X lassen sich Fotos in sehr guter Qualität schießen, was unter anderem damit zu tun hat, dass der Sensor 1,55 Mikrometer große Pixel und eine Blende von f/2.0 besitzt. Zwar hat die Kamera keinen optischen Bildstabilisator – mittlerweile Standard in Oberklasse-Smartphones, um auch unter widrigen Lichtbedingungen und bei Videos solide Resultate zu erzeugen – doch trotz Fehlen dieses Features können sich die Fotos selbst bei schlechtem Licht sehen lassen. Die Bilder sind trotz Fehlens des OIS relativ rauscharm.

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Die Google-Kamera-App hat leichte Designänderungen erhalten und unterstützt auch die Camera-API-2.

Während die Kamera auch bei Dunkelheit akzeptable Resultate liefert, macht sich der fehlende optische Bildstabilisator jedoch bei der Aufnahme von Videos bemerkbar. Videos tendieren stärker zum Verwackeln als beispielsweise beim Huawei Mate S  (zu unserem Test) oder anderen Modelle mit OIS. Immerhin: Aufnahmen in 4K-Auflösung sind möglich.

Nexus 5X- und Nexus 6P-Kamera: Identischer Sensor, dennoch Unterschiede vorhanden

Praktisch ist übrigens der Weg, die Kamera zu starten: Ein Doppeltap auf den Power-Button im Standby genügt, schon fährt die Kamerasoftware hoch und ist nach relativ kurzer Zeit bereit. Als Auslöser dient ein Druck nach oben auf den Lautstärke-Button.

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Google hat bei den beiden neuen Nexus-Modellen den gleichen Bild-Sensor verbaut, der ursprünglich für Camcorder und Digitalkameras konzipiert wurde. (Foto: t3n)

Auf dem Papier sind die Kameras des Nexus 5X und 6P identisch, allerdings gibt es ein paar Unterschiede, die sich im Funktionsumfang niederschlagen: Während die Kamera des Nexus 6P Slow-Motion-Aufnahmen mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde aufzeichnen kann, unterstützt das 5X lediglich bis zu 120 Bilder pro Sekunde. Ferner muss das kleinere Modell ohne den Smart-Burst-Modus auskommen, mit dem sich in schneller Abfolge Fotos aufnehmen lassen. Darüber hinaus wurde beim Nexus 5X auf den elektronischen Bildstabilisator verzichtet, was wohl auch der Grund ist, dass Videoaufnahmen nicht ruckelfrei aufgezeichnet werden können.

Software des Nexus 5X: Pures Android 6.0 Marshmallow

Das Nexus 5X ist eines der ersten Smartphones, die ab Werk mit Android 6.0 Marshmallow laufen. Eine Besonderheit der Nexus-Serie ist, dass sie direkt von Google ihre Updates erhält und so stets auf dem aktuellen Stand ist. Außerdem dürften Geräte dieser Reihe zu den sichersten Android-Phones gehören, das sie neuerdings allmonatliche Sicherheitsupdates erhalten.

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Ab Werk mit purem Android 6.0 Marshmallow: Nexus 6P (links) und Nexus 5X (Foto: t3n)

Die Nutzeroberfläche des Nexus 5X entspricht der, wie Google sich Android in der puren Form mit dem hauseigenen Material Design vorstellt. Neuerungen des OS sind vor allem die verbesserte Verwaltung von App-Berechtigungen, der sogenannte Doze-Modus, mit der die Standby-Zeit merklich angehoben wird – dazu aber später mehr – und ein neuer App-Drawer, der sich jetzt vertikal scrollen lässt. Nicht zu vergessen ist die native Unterstützung von Fingerabdrucksensoren, um das Gerät zu entsperren, sich in Apps zu identifizieren oder Zahlungen vorzunehmen – letztere Funktion ist in Deutschland allerdings nicht verfügbar. Auch die groß angekündigte Google-Now-Erweiterung „Now on Tap“ ist bisher nur verwendbar, wenn das Smartphone auf Englisch gestellt ist. Einen Überblick über einen Teil der neuen Funktionen haben wir in unseren Tipps und Tricks zu Android 6.0 Marshmallow zusammengefasst.

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Allgemein sind die äußerlichen und funktionalen Änderungen moderat, aber äußerst willkommen. Festzustellen ist, dass Marshmallow weit weniger Bugs enthält als noch Android 5.0 Lollipop. Das sollte aber auch so sein, da Google mit Android 6.0 den Qualitätsstandard seines OS deutlich erhöhen will.

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5 Kommentare
NicS
NicS

Snapdragon 808 wie im LG 4! Trotzdem zu leider zu teuer in Deutschland.

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NicS
NicS

SORRY, verlesen. Asche auf mein Haupt.

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Christian
Christian

Die Buttons des N5 2013 sind aus Keramik, nicht aus Metall.

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Andreas Floemer

Tatsache, mein Fehler: Ist korrigiert.
Nun laufe ich schon seit 2013 mit dem Gerät rum und es ist mir bis jetzt nicht aufgefallen.

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Watzl Michael
Watzl Michael

Euch ist aber klar dass wenn der FSB (Front side BUS – „Hauptdatenleitung zwischen RAM, CPU und Northbridge, ist bei SoC etwas komplizierter da ja kein dezidierter CPU Chip vorhanden ist sondern quasi alle Berechnungsverfahren auf einem Chip passieren“) eines Computers eine Datenbreite von 64 BIT im Vergleich zu 32 BIT haben, dass demnach auch eine geringere Anzahl von MHz benötigt werden, da mehr pro Takt berechnet werden kann, und diese Benchmarks auf 32 BIT ausgelegt sind und daher auch nur die Hälfte an Daten – Berechnungskapazität nutzen und wiederum ein verfälschtes Ergebnis Liefern.

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